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Kampf dem Verfall: So retten Sie analoge Fotos ins digitale Zeitalter
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Analoge Fotos muss man heutzutage digitalisieren, um sie sinnvoll nutzen und bewahren zu können. Michael J. Hußmann beschreibt die nötige Hardware und empfehlenswerte Methoden.

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Toecutter 05.11.2017, 10:13
1. Das Hauptproblem ...

... wird hier allerdings nicht angesprochen. Wie schafft man es digitale Bilder oder Videos überhaupt lange zu lagern? Nahezu alle bekannten physikalischen Medien (CDs, Sticks, Festplatten) sind zeitich nur sehr begrenzt einsetzbar und kein Clouddienst kann mir garantieren, dass ich an die Bilder noch in 20 oder 30 Jahren drankomme. Mit anderen Worten ist die digitale Lagerung vermutlich mit mehr Risiken verknüpft als die Lagerung von Filmen.

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mikesch0815 05.11.2017, 10:51
2. @Toecutter

Doch, das wurde schon angesprochen. Aber es ging und geht hier um das Retten von analogen Bildern, die dem Verfall ausgesetzt sind.

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kapnix 05.11.2017, 10:56
3. Darf ich helfen

Zitat von Toecutter
... wird hier allerdings nicht angesprochen. Wie schafft man es digitale Bilder oder Videos überhaupt lange zu lagern? Nahezu alle bekannten physikalischen Medien (CDs, Sticks, Festplatten) sind zeitich nur sehr begrenzt einsetzbar und kein Clouddienst kann mir garantieren, dass ich an die Bilder noch in 20 oder 30 Jahren drankomme. Mit anderen Worten ist die digitale Lagerung vermutlich mit mehr Risiken verknüpft als die Lagerung von Filmen.
Solche Gefahren sind real, aber dennoch gut zu beherrschen. Mehrfache Back-ups, gelagert an unterschiedlichen Orten, regelmäßiges Umspeichern auf neue Datenträger und nötigenfalls in neue Dateiformate gewährleisten, dass sich digitale Bilder auch noch in Jahrzehnten ohne Zeichen der Alterung präsentieren lassen.


Zitat aus dem Artikel

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lynx2 05.11.2017, 10:57
4. Ich muß da gar nichts retten. Ich habe SW-Fotos, die..

...bis zu 80 Jahre alt sind und immer noch keinen Gilb haben und
Farb-Fotos, die nach 20 Jahren schon braun- und gelbstichig sind.
Wahrscheinlich ist das durch unterschiedliches Entwicklermaterial, Fotopapier und Lagerung bedingt. Oft gibt das dann einen nostalgischen Touch, was ganz reizvoll sein kann. Aber wozu alles digitalisieren?

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Onkel.d. 05.11.2017, 10:58
5. Das Hauptproblem ...

wird gleich in den ersten beiden Absätzen angesprochen:
Oft äußern Fotografen die Befürchtung, sie könnten ihre digitalen Bilder verlieren. Sei es durch schadhafte Laufwerke, durch Unachtsamkeit, durch Alterung der Speichermedien und damit einsetzende digitale Demenz oder durch den technischen Fortschritt, der einst populäre Speicherformate und -medien obsolet werden lässt.

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Solche Gefahren sind real, aber dennoch gut zu beherrschen. Mehrfache Back-ups, gelagert an unterschiedlichen Orten, regelmäßiges Umspeichern auf neue Datenträger und nötigenfalls in neue Dateiformate gewährleisten, dass sich digitale Bilder auch noch in Jahrzehnten ohne Zeichen der Alterung präsentieren lassen.
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KlausF20 05.11.2017, 10:59
6. @Toecutter

Wollen Sie 30 Jahre garnichts tun? Wenn sie mehrere Kopien haben, die ja im Gegensatz zur analogen Welt ja verlustfrei sind und sich immer wieder nit den gespeicherten Daten beschäftigen, werden Sie den Zeitpunkt schon bemerken, wenn weitere Maßnahnen erforderlich sind.

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112211 05.11.2017, 11:02
7. Wurde knapp beschrieben

Das wurde in dem Artikel doch erwähnt, wenngleich mehr am Rande: verschiedene Orte, Mehrfachkopien, unterschiedliche Dateiformate. Aufwendig, aber es geht. Die Alternative wäre, es zu unterlassen, mit der bekannten Folge des Ausbleichens und der Farbveränderungen der Papierfotos.

Das macht allerdings viel Arbeit. Man muss ja nicht jedes einzelne Foto digitalisieren. Eine gewisse Auswahl sollte man vorher treffen.

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lynx2 05.11.2017, 11:12
8. Verfall? So ein Quatsch! Wieso retten?

Zitat von mikesch0815
Doch, das wurde schon angesprochen. Aber es ging und geht hier um das Retten von analogen Bildern, die dem Verfall ausgesetzt sind.
Ich habe Fotos, die ca. 100 Jahre alt sind und sie sind immer noch nicht verfallen.

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dv.becker 05.11.2017, 11:36
9. So einfach ist das nicht

Die Bundesrepublik speichert im Rahemen eines jahrzehntelang schon andauerenden Programms die für Deutschland wichtige Dokumente auf Mikrofilm. (Bundessicherungsverfilmung, entstanden durch die riesigen Verluste an Kulturgut im Zweiten Weltkrieg) Auch heute noch gibt es keine Alternative zu der Speicherung auf Film keine Alternative, aus Sicherheits- wie auch aus Kostengründen. Denn so einfach ist das ja nicht mit dem Umspeichern auf neue Datenformate (Migration), hier drohen schon Datenverluste. Und während man ein beschädigtes Papierbild immer noch ansehen kann, kann eine Bilddatei, wo einige bits fehlerhaft sind, in der Regel nicht mehr geöffnet und gelesen werden. Ich habe nichts gegen eine Digitalisierung von Fotos, aber bitte nicht unter der Präamble, dieses aus Erhaltungsgründen zu tun. (Wenn Papierbilder falsch verarbeitet worden sind und verbleichen, gibt es in der Regel ja noch die Filmnegative) Es gibt viele Gründe zu digitalisieren, aber nicht dieser. Hier die Reihenfolge der Haltbarkeit von Speichermedien: Papier hält 5000 Jahre, Film ca. 500 und digitale Daten ca. 5 Jahre (CD-ROM).

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