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Kampf gegen exzessives Computerspielen: Drogenbeauftragte will Altersfreigaben versch
DPA

Die Drogenbeauftrage Marlene Mortler will gegen exzessives Videospielen vorgehen - etwa mit verschärften Altersfreigaben. Die zuständige Prüfstelle hält davon nichts.

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parsimony 11.11.2016, 17:14
10. selbst, wenn an den Punkten was dran wäre...

Wer soll denn die Altersfreigabe kontrollieren? Höchstens bei ab 18 Titeln, die nicht beworben werden dürfen etc. gibt es vielleicht einen Effekt auf die breite Masse. Internet bzw. Spiele-Sucht kann ja nur ausgelebt werden, wenn es keine elterliche Kontrolle über das Nutzungsverhalten gibt. Ich halte es für eine Illusion, dass es durchsetzbar sein könnte, dass Jugendliche keinen Zugang mehr zu den, nicht für die jeweilige Altersklasse freigegebenen Titeln haben werden, falls dies nicht von den Eltern kontrolliert wird. Wenn die Eltern aber eh den Umgang mit den Medien kontrollieren, wird es ohnehin nicht zum kritischen Nutzungsverhalten der Jugendlichen kommen.

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unzensierbar 11.11.2016, 17:14
11.

In einem Punkt hat sie Recht. Die USK ist völliger Schwachsinn und vor allem deren Einstufung von Videospielen. Allerdings in die andere Richtung! Videospiele werden schon seit Jahrzehnten viel zu hoch eingestuft oder gar zensiert. Wie war das nochmal mit "Eine Zensur findet nicht statt" aus dem Grundgesetz? Das wird seit je her gebrochen.

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bamesjond0070 11.11.2016, 17:15
12. Best of Marlene Mortler

Wie soll ich bei Suchtfragen jemandem vertrauen, der nach eigener Aussage noch nie auch nur eine illegale Droge genommen/probiert hat? Frau Mortler spricht von Dingen, von denen sie einfach keine Ahnung hat. Ich hoffe das diese Fehlbesetzung sich möglichst bald ändern wird.

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DieBanane189 11.11.2016, 17:16
13. Bullshit

Was die Dame hier zu sagt, ist einfach total irrellevant. Man darf ja wohl noch selbst entscheiden, was man spielen möchte. Schlimm, dass einem im Leben alles vorgeschrieben werden soll. Wenn das so weiter geht, bin ich raus!

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alexander.koenig 11.11.2016, 17:17
14. Spiele? Schere Stein Papier verbieten?

Ich wusste nicht, dass Drogenbeauftragte damit aufgetragen werden, unter Drogen zu sein.

Die Reizüberflutung durch immer und überall verfügbare Virtualität ist ein allgemeines Problem, welches nur durch das 'sich selbst am Riemen reissen' gelöst werden kann. Das ganze auf Computerspiele zu reduzieren, wobei den Eltern so automatisch relativ wenig Kompetenz in Sachen Erziehung zugesprochen wird, halte ich für Blödsinn.

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TerryBlake 11.11.2016, 17:23
15. Erschreckende Inkompetenz

Da mir die Dame nicht bekannt war, bin ich dem Vorschlag von yomow gefolgt und habe sie ein wenig recherchiert. Irgendwie scheint sich die Verknüpfung von großen Worten und einem übergesunden Selbstvertrauen mit großer Inkompetenz in Sachfragen wie eine ansteckende Krankheit durch das Personal der CSU zu ziehen. Man denke nur an unseren "Internet Kommissar" Oettinger, den Transrapid Experten Stoiber, Ilse Aigner oder die "Universal Blendrakete" Theo zu Guttenberg... WOW

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romanpg 11.11.2016, 17:25
16. Mortler

Wenn ich in der Überschrift lese, dass sich Frau Mortler mal wieder zu einem Thema geäußert hat, mache ich mir erstmal Popcorn warm. Frau Mortler ist eine absolute Fehlbesetzung für den Posten der Bundesdrogenbeauftragten und hat absolut keine ahnung von der Thematik Drogen- und Suchtproblematik. Ihre einzige Position besteht darin gegen alles zu sein

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Freidenker10 11.11.2016, 17:25
17. Rückständigkeit

In vielen Ländern wird Marihuana freigegeben, die humane Sterbehilfe erlaubt usw. nur hierzulande überbieten sich die Christsozialen mit Rückständigkeit! Wenn ihr gegen die wirkliche Suchtgefahr vorgehen wollt, dann verbietet eueren heissgeliebten Alkohol, dann gäbs auch 50.000 weniger Tote im Jahr, aber das geht natürlich nicht... Diese miefige Spießigkeit der 50 ziger werden wir in Deutschland wohl nie los?

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Creedo! 11.11.2016, 17:29
18.

Ein engeres Raster bei der Altersfreigabe? Da wäre sicherlich eine jahrgenaue Empfehlung hilfreich. Nur was hat das tasächliche Alter mit der individuellen Gefährdung zu tun? Die Frage ist doch nicht wie alt jemand ist, sondern wie weiter er in seiner Entwicklung ist. Es mag doch 16jährige geben die problemlos mit USK 18 Spielen klar kommen und 19jährige, die durch USK 18 Spiele belastet werden.
Wobei ich mich ja frage, wie ein 6jähriger an Computerspiele kommt. Schlußendlich müssen die Eltern wissen was sie ihren Kindern zumuten können bzw. erlauben und was nicht. Wenigstens so ein klein wenig Erziehung durch die Eltern kann ja nicht schaden. Und da hilft auch nicht die Ausrede, dass die Eltern sich mit den Spielen gar nicht auskennen. Wer heute Eltern sein will, der muss sich auch mit dem Medium Computer und all seinen Facetten auseinander setzen. Kann doch nicht sein, dass die Eltern im Jahr 2016 einen Entwicklungsstand von 1970 haben.
Was das Suchtpotential angeht, ist das Fernsehen genau so "gefährlich". Wie viele Jugendliche "müssen" unbedingt "ihre" Serie sehen? Allein schon, weil man sonst ins soziale Abseitz gerät, wenn man nicht mehr mitreden kann. Lesen kann auch zur Sucht werden oder Sport. Es ist immer wieder die Angst vor Neuem. Blöd nur, dass ausgerechnet Leute, die selbst keine Ahnung oder Erfahrung mit einem "Ding" haben, darüber urteilen wollen oder sollen. Hat Frau Mortler je ein Computerspiel gespielt oder sich sogar für ein Jahr mit Internet und Computerspielen beschäftigt? Wohl kaum (wahrscheinlich zu viel Angst vor Abhängigkeit). Frau Mortler kennt das Thema doch bloß vom Hörensagen. Und wenn sich Frau Mortler mit 350 "Experten" zum Thema trifft, hat das so viel Ausagekraft wie die Meinung von 350 Kreationisten, die Evolution für blanken Unsinn halten. Bei solchen Treffen, treffen sich doch eh nur Leute mit der gleichen Meinung. Andersdenkende werden erst gar nicht eingeladen. So bleibt es wie es ist: Frau Mortler könnte hunderte gefährliche Computerspiele benennen, wenn sie nur welche kennen würde.

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Euronymus 11.11.2016, 17:40
19. Postfaktisch

Der Artikel stellt sehr richtig fest, dass es "Internetsuche" oder "Videospielsucht" nicht gibt. Übermäßigen Gebrauch - vielleicht schon, aber das ist etwas anderes als Sucht.
Das ausgerechnet die Drogenbeauftragte Mortler auf diesen Zug aufspringt wundert ob ihrer Inkompetenz nicht. Fakten sind egal (wie auch bei Cannabis), das Bauchgefühl und die Angst vor "diesem verrückten Internetz" reichen offenbar.

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