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Kampf gegen exzessives Computerspielen: Drogenbeauftragte will Altersfreigaben versch
DPA

Die Drogenbeauftrage Marlene Mortler will gegen exzessives Videospielen vorgehen - etwa mit verschärften Altersfreigaben. Die zuständige Prüfstelle hält davon nichts.

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feuer_der_veraenderung 11.11.2016, 17:46
20.

Ich bin dafür das wir bei dieser Gelegenheit, auch gleich Massnahmen gegen: Lesesucht, Fernsehsucht, Sportsucht, Arbeitssucht, Lernsucht, Politiksucht, Langeweilesucht und Musiksucht ergreifen.

Ernsthaft ALLES kann süchtig machen und ich persönlich hab durch Computerspiele mehr über Geschichte, Politik, Militär und Raumfahrt gelernt als in der Schule.
Mein (zugegebenermassen) schlechtes Englisch hab ich durch den Konsum von Englischen Internetmedien und Spielen die auf Englisch waren deutlich verbessert.

Auch weiß ich von Projekten wie CodeSpells welches Kindern und Jugendlichen durch ein Programmiernahes Magiesystem an das Programmieren heranführen soll etc. .

Besonders faszinierend finde ich das man im Artikel die Anzahl der "Internetsüchtigen" mit der Anzahl der Spielesüchtigen gleichsetzt

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heinzgünther 11.11.2016, 17:48
21. Schon witzig...

Zwischen all den Artikeln die sich fragen, wie Trump bloß gewählt werden konnte findet sich einer über eine dumme Idee, von einer hilflos inkompetenten Politikerin, die offenbar das Ziel hat die ganz, ganz großen und drängenden Probleme der Gesellschaft zu lösen. Hmmmm... Wirklich ein Mysterium wie Populisten da zulauf haben können...

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kartackel 11.11.2016, 17:50
22. Frau Mortler..

..ist für mich das personifizierte Sinnbild was falsch läuft. Sie ist Drogenbeauftragte und hat keinen Schimmer von was Sie redet. Es ist zum verzweifeln wenn man sich ein Interview von ihr ansieht. Es werden immer die gleichen an den Haaren herbeigezogenen Satzkonstrukte erzählt und wiederholt. Warum? Zu 95 % erzählt Frau Mortler nachweislich Lügen oder bestenfalls die halbe Wahrheit. Warum muss man sich das bieten lassen?! Es kann doch nicht sein, dass diese Frau so haarsträubenden Mist wie die Mär von der Einstiegsdroge Cannabis erzählen darf. Ihre Ansichten sind uralt-konservativ und heute nicht mehr hinzunehmen. Sie stürzt Menschen ins Elend weil sie die Wahrheit einfach ausblendet. Warum gibt es keinen Aufschrei bei Medien und in Interviews mit ihr? Diese Frau ist komplett inkompetent! Jetzt noch unqualifizierter Mist zum Thema Videospiele. Die Frau hat bestenfalls keine Ahnung von diesem Feld, aber posaunt mal irgendwas restriktives heraus. Es ist unglaublich! Wenn man 8 Stunden am Tag wegen der Arbeit vorm Rechner sitzt ist für die CDU alles gut aber wenn man am PC spielt ist das gefährlich. Suchtpotenzial bei Spielen einzustufen -wie soll dass gehen?! Was mich begeistert findet ein anderer total trivial und legt es nach 5 min. weg.
Diese Bevormundung ist ein Anachronismus aus der Kaiserzeit! Schluss damit! Ich weiß selbst besser ob ich Drogen nehmen will und welche. Das hat mir kein Staat vorzuschreiben! Und ich weiß auch selbst besser wie ich zocke bzw. was das richtige dabei für meine Kinder ist. Ich brauche keine Mutter Mortler, die von meinen Steuergeldern finanziert wird. Diese Frau ist argumentresistent, boniert, naiv und unglaublich arrogant. Wie kann so jemand was zu sagen haben? Die Politiker sind so weit weg von Realität und Volk, dass kann man schon gar nicht mehr hinbiegen.

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Drunken Masta 11.11.2016, 17:55
23. Genau

Zitat von NoUse4aName
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen dass manche Strategiespiele, insbesondere Grand-Strategy-Spiele wie Titel von Paradox( Hearts of Iron, Europa Universalis,...) , aber auch Civilisation oder die Total War-Serie ein gewisses Suchtpotenzial haben - schädlich sind sie deswegen jedoch keineswegs, "härtere" Altersbeschränkungen glatter Unfug.
und mir sind diese Spiele inzwischen beispielsweise viel zu langatmig. Dafür kann ich mich ewig mit anderen Spielen beschäftigen, die Sie vermutlich nach ein paar Stunden zur Seite legen. Wie soll man da beurteilen was Suchtpotenzial hat.

Außerdem frage ich mich gerade was aus der guten alten Fernsehsucht geworden ist? Zählt das jetzt auch als Internet-Sucht weil über Prime und Netflix geglotz wird?

Des weiteren kenne ich tatsächlich Menschen, die Großteil ihrer Freizeit mit dem Lesen von Büchern verbringen. Ja teilweise bis tief in die Nacht dieser Sucht nachgehen und bei interessanter Lecktüre auch mal Samstags die sozialen Kontakte vernachlässigen. Tut dagegen vielleicht mal jemand was??

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mathmag 11.11.2016, 17:58
24. Völlige Zustimmung

Zitat von herr_klaemmerle
Frau Mortler sollte sich mal um die Freigabe von Cannabis kümmern, statt neue Verbote auszusprechen, die eh niemand kontrolliert und die nicht eingehalten werden. Wozu auch?
Hier ist die Entwicklung in den Staaten bzgl. Legalisierung interessant.
Zwei Dinge dazu:
Zum einen haben selbst schwer Kranke Probleme, an Cannabis zu kommen, das wird diesbezüglich fast härter als Morphium behandelt.
Zum anderen hier die vollständige Liste der Cannabistoten 2000-2016: - . Will sagen, das aktuell größte Risiko für Konsumenten ist die Strafbarkeit, wovor sie geschützt werden sollen ist mir ein Rätsel.

Das war kein Aufruf zum Konsum, nur ist der aktuelle Umgang mit Cannabis völlig verhältnislos und im Grunde ein Skandal.
Und mit dieser Gedankenwelt sich Computerspielen nähern?
Ich hoffte, die dämliiche Killerspieldebatte wäre endlich mal vorbei, da kommt sie in anderem Gewand wieder.

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Ralf Grim 11.11.2016, 17:59
25. Sie hat in Teilen recht.

Als langjähriger Gamer bin ich an sich kein Freund von Politikern, die sich mit dem Thema Computerspiele profilieren wollen (Killerspieldebatte), aber bei Frau Mortlers Vorstoß wäre es auf Seiten uns Spielern mal angesagt diese reflexhafte Ablehnung ohne nachzudenken zurückzustellen und sich die „Originalquellen und deren Inhalt“ vor Abgabe eines Kommentars persönlich durchzulesen.

Frau Mortler hat was die momentane Alterseinstufung betrifft recht. Eine genauere Abstufung der Altersfreigabe ist schon lange überfällig. Eine Aufschlüsselung in Dreijahresschritten wäre realistischer statt der jetzigen 0 – 6 – 12 – 16 – 18. Vielleicht muss man erst mal eigene Kinder haben um dies zu begreifen?

Ja, sehr viele Online-Rollenspiele gehören wegen derer von der Spieleindustrie forcierten Mechanismen zur Spielerbindung erst ab einer Volljährigkeit (18) freigegeben.
Von wenigen Ausnahmetiteln die man an einer Hand abzählen kann, basiert die Spielerbindung in diesen Spielen auf das langfristige Sammeln, Vervollständigen und Verbessern von Aurüstungsgegenständen, bzw. des eigenen Charakters.
Man muss schon ein Leugner sein, wenn ausgeblendet wird, dass die Langzeitexistenz solcher Spieletitel auf einer endlos erweiterten Itemspirale die es zeitaufwändig zu erspielen gilt fußt. - Das Betrifft gängige Abo-Titel genauso wie 42P-MMO's, die mit Lootbox-Lotterien usw., usw. dank zu niedriger Alterseinstufungen ohne Hürde Kindern das Taschengeld und Zeit abknöpfen können.

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Ralf Grim 11.11.2016, 18:02
26. Sie hat in Teilen recht.

Als langjähriger Gamer bin ich an sich kein Freund von Politikern, die sich mit dem Thema Computerspiele profilieren wollen (Killerspieldebatte), aber bei Frau Mortlers Vorstoß wäre es auf Seiten uns Spielern mal angesagt diese reflexhafte Ablehnung ohne nachzudenken zurückzustellen und sich die „Originalquellen und deren Inhalt“ vor Abgabe eines Kommentars persönlich durchzulesen.

Frau Mortler hat was die momentane Alterseinstufung betrifft recht. Eine genauere Abstufung der Altersfreigabe ist schon lange überfällig. Eine Aufschlüsselung in Dreijahresschritten wäre realistischer statt der jetzigen 0 – 6 – 12 – 16 – 18. Vielleicht muss man erst mal eigene Kinder haben um dies zu begreifen?

Ja, sehr viele Online-Rollenspiele gehören wegen derer von der Spieleindustrie forcierten Mechanismen zur Spielerbindung erst ab einer Volljährigkeit (18) freigegeben.
Von wenigen Ausnahmetiteln die man an einer Hand abzählen kann, basiert die Spielerbindung in diesen Spielen auf das langfristige Sammeln, Vervollständigen und Verbessern von Aurüstungsgegenständen, bzw. des eigenen Charakters.
Man muss schon ein Leugner sein, wenn ausgeblendet wird, dass die Langzeitexistenz solcher Spieletitel auf einer endlos erweiterten Itemspirale die es zeitaufwändig zu erspielen gilt fußt. - Das Betrifft gängige Abo-Titel genauso wie 42P-MMO's, die mit Lootbox-Lotterien usw., usw. dank zu niedriger Alterseinstufungen ohne Hürde Kindern das Taschengeld und Zeit abknöpfen können.

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Moctezuma 11.11.2016, 18:05
27. Make Politikverdrossenheit great again

Frau Mortler sollte sich auch um diese gefährlichen Phänomene kümmern:
- Politikverdrossenheit der Bürger aufgrund von fehlendem Sachverstand der Politiker,
- je mehr Unsinn man redet umso schneller macht man als Politiker Karriere,
- das Internet als Neuland zu sehen scheint nur bei Politikern vorzukommen.
Ich schlage also vor, dass Frau Mortler sich mehr mit den sehr eigenen Problemen eines Politiker beschäftigt und die Bevölkerung nicht mit Ratschlägen malträtiert.

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d.enkmalwieder 11.11.2016, 18:08
28. Frei nach Volker Pispers...

"die größtmögliche Beleidigung die mir zu dieser Dame einfällt ist sie mit ihren eigene Worten zu Zitieren"

Na dann:
I: "Fr.Mortler warum ist Alkohol legal und Hanf nicht"
M: "Alkohol gehört zu unserer Kultur und Cannabis ist verboten weil es Illegal ist.Punkt"
I: "Fr.Mortler wie können wir von den Portugiesischen Erfahrungen profitieren"
(In PT sind Konsumenten seit 15! Jahren entkriminalisiert)
M: "Portugal was ist mit Portugal-Meinen Sie den Fußball"
I:"Nein- dort sind alle Konsumenten seit Jahren entkriminalisiert"
M: "Oh! Das wusste ich noch gar nicht...."

Damit das auch ja keiner für Comedy hält- hier im O-Ton:
https://www.youtube.com/watch?v=OjEpatXrBy8

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tomymind 11.11.2016, 18:14
29.

Zitat von gehirnbrand
Frau Mortler hat aber auch so gar keine Plan von der Welt: seit STEAM ist Jugendschutz (leider) definitiv ausgehebelt. Die minderjährigen holen sich legal eine Guthabenkarte beim Kiosk, Tankstelle etc und zahlen damit die Spiele auf der STEAM-Platform. Das scheint keinen zu interessieren! Ausser MICH, als Eltern kann man da verzweifeln.....Ich habe beobachtet, das viele Eltern selbst keinen Plan haben wie die Youngster an ihre 'heisse Ü18 Ware' kommen. Sie selber machen ja fast noch nix illegales - sie kaufen ja sogar die Spiele!!! Nur die Erwachsenen machen alles falsch, inden sie solche Vertiebswege nicht wasserdicht machen. Ich glaube auch diese Aufgabe streift das Arbeitsgebiet einer Drogenbeauftragten.
Nein, ihr Kind zu erziehen, den Umgang mit Medien zu lehren, das Benutzen des Internets zu beobachten sind Aufgabe der Eltern, nicht der Politik oder der Gesellschaft.

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