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Kampf gegen Fake News: Ermittlungen gegen 55-Jährige wegen erfundener Vergewaltigung
Facebook

Die Polizei verstärkt den Kampf gegen Falschmeldungen. In Bayern wird nun gegen eine Frau ermittelt - sie hatte bei Facebook eine Meldung über eine erfundene Vergewaltigung verbreitet.

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Abglanz 09.01.2017, 17:33
1. Für einen Mann...

Für einen Mann kann es kaum etwas schlimmeres geben, als fälschlicherweise wegen Vergewaltigung angezeigt zu werden.

Nicht nur das darauf völlig zu recht hohe Strafen fallen, sondern auch das Gesicht und der Ruf ist oftmals völlig hinüber. Andere Menschen sind verunsichert über einen, Jobverlust etc. Da ist ein riesengroßer Rattenschwanz, den man somit hinter sich herzieht.

Fast genau so schlimm, ist sowas jedoch für alle Frauen, welche wirklich eine solche Tat erfahren haben.
Egal in welche Richtung, es ist für alle Parteien schlimm.

Sowas gehört definitiv bestraft.

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Alder 09.01.2017, 17:41
2. Kampf gegen Fake- News

finde ich richtig und gut. Wir sollten bei unserer Regierung und den untergeordneten Behörden damit anfangen. Es darf nicht sein, daß Nachrichten durch weglassen oder hinzufügen verfälscht werden, um einen bestimmten Effekt zu erreichen. Es darf auch nicht sein, daß Nachrichten so manipuliert werden, daß am Ende eine ganz andere Bewertung herauskommt. Einfach nur die nackte Nachricht als Tatsachenbericht, die Meinung bilden wir uns selber.

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Raisti 09.01.2017, 17:51
3.

Grundsätzlich gut das die Frau zur Rechenschaft gezogen wird nur befürchte ich das dieser Fall nun herran gezogen wird als Begründung für unser neues Wahrheitsministerium das ja bereits in Planung ist.

Und leider traue ich unseren Politikern nicht das damit nur reale Fake News bekämpft werden sondern auch kritische Stimmen.

Frage an den Spiegel. Wie wäre es mal mit nem Interview mit der Frau. Mich würde Ihre motive ja doch schon interessieren. War Sie einfach nur naiv und hat geglaubt was Sie da sagte ?

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ubfx 09.01.2017, 17:55
4. Juristisch kaum haltbar

Die Frau lässt sicher jeden moralischen Kompass vermissen. Eine ernstzunehmende juristische Verfolgung wird sie aber nicht fürchten müssen. Der Tatbestand des Vortäuschens einer Straftat setzt ausdrücklich voraus, dass die Behauptung gegenüber einer Polizeibehörde erfolgen muss. Mein Verständnis der Sache war, dass sie es nur auf Facebook gepostet hat. Hier wird Heiko Maas tätig werden und ein Fake-News Gesetz durchbringen müssen.

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Tomas Maidan 09.01.2017, 18:09
5. Gut so

Gut, dass sich jetzt auf vielen Ebenen Widerstand gegen Falschmeldungen regt. Zustände wie in Amerika (oder Russland) können wir hier nicht gebrauchen. Die Kraft der Dummheit darf in Deutschland nicht wieder Programm werden.

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Havel Pavel 09.01.2017, 18:11
6. Komisch, bei Kachelmann haben alle noch kräftig mitgehetzt

Falsche Anschuldigungen gehören mindestens genauso bestraft wie die Tat selbst, hier kann es gar keine "mildernden Umstände" geben, da so etwas immer mit Berechnung und vorsätzlich erfolgt. Der so zu Unrecht Beschuldigte muss oft für den Rest seines Lebens mit einem nicht mehr auszuräumenden Makel leben und hat oft dadurch nicht nur Ansehen sondern oft auch seine Anstellung verloren mit all den damit verbundenen wirtschaftlichen Nachteilen.

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wortmacht 09.01.2017, 18:12
7.

Zitat von Raisti
Grundsätzlich gut das die Frau zur Rechenschaft gezogen wird nur befürchte ich das dieser Fall nun herran gezogen wird als Begründung für unser neues Wahrheitsministerium das ja bereits in Planung ist. Und leider traue ich unseren Politikern nicht das damit nur reale Fake News bekämpft werden sondern auch kritische Stimmen. Frage an den Spiegel. Wie wäre es mal mit nem Interview mit der Frau. Mich würde Ihre motive ja doch schon interessieren. War Sie einfach nur naiv und hat geglaubt was Sie da sagte ?
Leute wie Sie sind ebenso schlimm wie diese Frau, so sich der Vorwurf erhärtet! Im Nebensatz gleich noch ne Verschwörungstheorie unterbringen um die Relevanz des Vorgehens gegen Fakes zu unterminieren. Ob Sie jemandem was zutrauen ist irrelevant. Sie brauchen ja keine Fakten, Typen wie Ihnen reicht ihr Gefühl. Dieses Gefühl aber ist so von Hass zerfressen, dass es mit dem Denken nicht mehr so klappt.

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crazy_swayze 09.01.2017, 18:15
8.

Auf Facebook wird so viel Klatsch und Tratsch geschrieben, wo fängt eine harmlose Lästerei an und wo hört es dann bei einer strafwürdigen Volksverhetzung auf?
Kann man solche Hörensagen-Geschichten, die verbreitet werden, überhaupt verbieten?
Wer ist der Geschädigte?
Soll Lügen per se strafbar werden?

Ich verstehe nicht in welche Richtung sich hier Polizei und Justiz hinentwickeln. Auch ich habe Angst vor einem "Wahrheitsministerium". Die Grenzen müssen klar abgesteckt werden und eindeutig nicht vom Staat missbrauchbar sein.

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qoderrat 09.01.2017, 18:15
9. Glaubwürdigkeit

Die Auflistung der Entscheidungskriterien sind sehr hilfreich. Ich empfehle sogar dieselben Maßstäbe nicht nur bei sozialen Medien anzuwenden, diese eigenen sich vielmehr auch zu Bewertung von Aussagen der Politik und Geheimdiensten. Ich fürchte nur da bleibt dann nicht mehr viel Verwertbares am Ende übrig.

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