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Kanzleramtschef über Mobilfunknetze: Staat könnte selbst etwas gegen Funklöcher tun
DPA

Auch im 5G-Zeitalter wird es in Deutschland weiter Funklöcher geben. Helge Braun fordert daher ein Gegensteuern der Politik: Er kann sich auch vorstellen, dass der Staat selbst Funkmasten aufstellt.

hps 18.04.2019, 18:53
1. Über den großen Ruhm, den ein Kanzleramtschef erlangen kann

Noch dankbarer sind dir die Menschen, lieber Kanzleramtschef, wenn du es schaffst an jedes Haus die Glasfaser zu bringen. Dafür ist ein Ehrenplatz in der Walhalla für dich reserviert. (Unterzeichnet von den vielen Menschen, die außerhalb der Städte leben)

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jujo 18.04.2019, 19:11
2. ...

Der Staat hat die nötige Infrastruktur zur Versorgung der Grundbedürfnissse der Bevölkerung zu bezahlbaren Kosten sicherzustellen Dazu gehört eben auch die flächendeckende Versorgung mit Funknetzen. Der Staat muss die Kontrolle über diese haben, sie gehören nicht in private Hände!

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haresu 18.04.2019, 19:23
3. Also Herr Braun

Alsi, ich sag es ja nicht gerne, es ist mir fast schon ein bisschen peinlich, aber das ist doch Sozialismus. Den armen Marktkräften überhaupt schon Vorgaben zu machen und dann auch noch selber wirtschaftlich aktiv werden zu wollen. Als Staat! Unfassbar! Passen Sie besser gut auf, ich könnte mir vorstellen, dass mancher Kabinettskollege schon Böses plant.

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wo_st 18.04.2019, 19:45
4. Der Staat gibt die falschen Vorgaben

Der Staat fördert, dass mehrere Anbieter den gleichen kleinen Flecken mit Mobilfunk abdecken. Besser wäre es, wenn die Anbieter die Fläche erschließen und dies ohne viele Funkmasten an einer Stelle.

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semoda 18.04.2019, 22:49
5. Witzig.....

Lustige Idee - der Staat entzieht den Providern (und damit uns, deren Kunden) die für den Netzausbau notwendige Liquidität - um dieselbe hernach wieder zu investieren?!

Politiker als Funkplaner? Ehrlich?

Räumt lieber mit einer Lex Mobilfunk die endlosen Hürden beim Netzausbau beiseite:
Endlose Genehmigungsverfahren,
Abenteuerliche Ausgleichsmaßnahnen,
Wirre Ämterbeteiligung.....

DAS wäre hilfreich!

Grüße eines Mobilfunkausbaubehinderungsbetroffenen...

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www-professor 18.04.2019, 23:28
6. Es ist nicht zu fassen

Was diese Regierung für Unglaublichkeiten fabriziert, das geht auf keine Kuhhaut!
Infrastruktur bedeutet Basisfunktionselemente des Staates und der Gesellschaft. Das MUSS der Staat verantworten. Allein die Tatsache, dass die Frequenzen meistbietend verhökert werden, ist schon das Niveau eines Schurkenstaates.
Man stelle sich vor, irgendwann werden die Straßen auch noch verhökert. Fahren darf dann nur, wer sich beim entsprechenden Eigentümer registriert und bezahlt; außerdem bauen verschiedene Konkurrenten dann auch Straßennetze. Und wenn in die Walachei keiner eine Straße baut, ist eben Pech.
Ja, vielleicht steht so etwas ja schon im kommenden Koalitionsvertrag?
Der Geist in Berlin ist reif dafür ...

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ddcoe 19.04.2019, 05:34
7. Die Regierung

in Form von der CSU könnte auch einfach ihren Job machen? Es ist doch nur eine Frage der Vorgaben an die Netzbetreiber. Das Versagen der Provinzler muss wirklich nicht den Steuerzahler belasten.

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kleinsteminderheit 19.04.2019, 07:15
8. Flickschusterei

Na super, erst sollen die Privaten ran, weil die alles besser können als die Staatspost. Die bauen dann parallel mehrere Netze, welche allesamt die Ballungsräume überversorgen und in der Fläche riesige Funklöcher lassen.

Das Problem ist seit Jahren bekannt, aber statt bei der 5G Ausschreibung eine 100% Abdeckung zu fordern, soll nun der Staat mit Steuergeld dort Masten aufstellen, wo es sich nicht rechnet. Da hätte man doch besser das ganze 5G Netz staatlich betrieben.

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damianschnelle 19.04.2019, 10:10
9. Die

Regierung hat bei Funklöchern noch eine ganz andere Baustelle. Nach meinem Kenntnisstand gibt es bis heute keinen Vertag mit unserem östlichen Nachbarn über Funkfrequenzen. Das führt dazu, dass alle Sendemasten nur eine vorläufige Genehmigung haben und keine volle Leistung fahren dürfen. Das geht nun schon seit mindestens 2003 so und führt entlang der Grenze dazu, dass ganze Gebiete weiße Flächen sind.

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