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Kapitalismus und öffentliche Empörung: Darum sollte United Airlines vom Markt verschw
AFP

Mache Firmen meinen, sie könnten ihre Kunden behandeln wie eine Karre Mist. Doch wer in Zeiten von Social Media denkt, ein Markt funktioniere auch ohne Respekt und Rücksicht, wird hoffentlich eines besseren belehrt.

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Currie Wurst 12.04.2017, 12:52
1. Schließe mich in allen Punkten an...

...und drücke beide Daumen für Uniteds Untergang und eine mindestens 7stellige Entschädigung. Und die Rausschmeißer werden hoffentlich auch zur Rechenschaft gezogen!

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ackergold 12.04.2017, 12:56
2.

Sehr schöner, schlüssiger Artikel, Herr Lobo. Dem kann ich voll zustimmen. Das Problem ist nur, dass die Monopole noch größer werden, wenn United verschwindet (was sie zweifelsfrei angesichts des Versagens auch des CEO verdient hätten).

Ein Gewinneinbruch für United wäre eine schöne Strafe. Und natürlich müssen ein paar Köpfe in den oberen Etagen rollen, damit wieder Kultur in das Unternehmen kommt. Eine Fragmentierung des Unternehmens in mehrere Teile wäre auch sehr positiv für den Markt.

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mariakar 12.04.2017, 12:57
3. Monopol per se immer schlecht?

Wenn ich da an die Post alter Tage denke, kann ich das so eigentlich nicht bestätigen. In jedem Ort eine Post, die Briefe kamen bis spätestens 10 Uhr am Morgen an. Jetzt ist es oft schon 17 Uhr. Die abonnierte Zeitschrift kam ebenfalls meist pünktlich, jetzt an unterschiedlichen Tagen. Der Herausgeber kann es anscheinend nicht ändern. Durch weitere Postkonkurrenten kann es sein, dass man 3mal am Tag zum Briefkasten muss, weil was drin liegt.
Was United gemacht hat, geht in meinen Augen gar nicht.
Und wenn der Verbraucher endlich seine Macht auch nützen würde, die er durchaus hat, hätten es die Multinationalen Konzerne viel schwerer, sich eine goldene Nase auf Kosten Dritter zu verdienen.

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allessollanderswerden 12.04.2017, 12:58
4. Die Bahn

Zitat: "Wer glaubt, ein Markt funktioniere auch ohne Rücksicht auf die Kunden - wird verlieren." Wenns stimmt, ist die Deutsche Bahn jetzt auf dem besten Weg zum großen Looser zu werden.

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mistermister 12.04.2017, 13:01
5. Das ist nicht zu Ende gedacht, Herr Lobo

Die Marktkonzentration gibt es auch in Europa. Schauen Sie sich die Marktanteile der 4 großen Luftfahrtkonzerne in Europa an. Ich teile auch nicht Ihre Meinung United solle vom Markt verschwinden. Aus zwei Gründen. Einerseits, die von Ihnen kritisierte Marktkonzentration würde dadurch weiter steigen. Andererseits würden dadurch tausende von Jobs verloren gehen. Besser wäre es den VERANTWORTLICHEN zu bestrafen und das ist entweder der Flugkapitän oder der Senior Manager, der diese Art von Handlung vorgibt. Das wäre besser.

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al3x4nd3r 12.04.2017, 13:03
6.

Ach, komm schon Sascha, du weißt doch genau so gut, dass Delta Airlines nicht besser ist. Hier geht es um ein Problem, das der "Markt" nicht lösen kann, da es allgemeine Mentalität der Firmen ist.

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maipiu 12.04.2017, 13:03
7. Lieber Herr Lobo,

Ihren Optimismus möchte ich haben! Tatsächlich ist nach der Affaire der Aktienkurs von United Airlines stark gestiegen. Und den Monopolisten ist es schnurzegal, was in sozialen Medien gepostet wird. Da sie ein Monopol haben, können sie das einfach aussitzen, denn die Leute haben ja keine Alternative zu der Airline. Und wie sie ja selbst schreiben, sind solche Aufregungen im Netz sehr kurzlebig. Nächste Woche ist alles wieder vergessen und kein Schwein meidet diese Firma, wegen ihrer merkwürdigen Haltung zur Kundenfreundlichkeit.

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fliegender-robert 12.04.2017, 13:04
8. ''social Media'' ungleich ''soziale Medien''

Bitte, bitte, Herr Lobo. Übersetzen und verwenden Sie doch bitte ''social Media'' nicht mit ''soziale Medien''. Sie sind doch Fachmann und hätten eine gute Vorbildwirkung. Danke.

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pelegrino 12.04.2017, 13:07
9. So allmaehlich wirdäs offenbar:

...so wie die Unternehmen (und gerade die Fluggesellschaften) ihre Mitarbeiter seit Jahrzehnten behandeln, so behandeln ihre "Erfuellungsgehilfen" nun allmaehlich eben auch ihre Kunden. Es ist also alles ganz normal. Ueber eben jene Jahrzehnte war die einzige Idee der jeweiligen Managements ihre Produkte ueber den Preis zu verkaufen. Fliegen wurde also zum Ramschprodukt. Wie meinte Herr O'Leary neulich so schoen es gaebe demnaechst Ticktes umsonst.... - ...dafuer duerfen wir uns dann unterwegs stundenweise Werbespots ansehen oder Heizdecken andrehen lassen. Die Crew wird dann mittels Provisionen pro verkaufter Ware bezahlt - wer nicht kauft, fliegt raus, kommt auf eine schwarze Liste, dessen Gepaeck wird zerdeppert. Da ist noch viel Kreativitaet drin - und bitte liebe Kunden nicht vergessen: Geiz ist geil!

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