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Kennzeichnungspflicht für Social Bots: Die elektronische Sau im Dorf
REUTERS

Um die Manipulation von Debatten in sozialen Medien einzudämmen, fordern Politiker eine Kennzeichnungspflicht für Social Bots. Die Idee ist nicht neu, aber immer noch schlecht.

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Leser_01 17.12.2018, 16:01
1.

Eine Kennzeichnungspflicht ist grundsätzlich nicht schlecht. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass mittlerweile bereits Software existiert, die Gespräche simulieren kann, so dass der menschliche Teilnehmer nicht merkt, dass er es mit einer Engine zu tun hat (= Touring Test). Dass eine Kennzeichnungspflicht umgangen werden kann/wird, ist ein anderes Problem, aber das ist letztlich bei allen Verboten so.

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modemhamster 17.12.2018, 16:08
2. Gute Idee

In dem Zug könnte man auch bei Journalisten und Politikern die Kennzeichnung "Mitglied der Atlantikbrücke" einführen.

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frankenbaer 17.12.2018, 16:09
3. Es fehlt ein Beleg für den Einfluss von Bots?

Wie blauäugig ist denn die Annahme, Bots hätten den nicht. Neben dem Anheizen von Aufständen im Netz, den shitstorms, ist Meinungsmanipulation der wichtigste Daseinszweck der Bots. Das zu erkennen bedarf es keiner Studie sondern nur gesunden Menschenverstand!

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georg.groeg 17.12.2018, 16:13
4. Kennzeichnung wäre gut,

ergänzt um die Information der Herkunft und für wen der Produzent arbeitet. Das wäre dann transparent und nachvollziehbar. Früher war es der Kampf gegen Windmühlen, heute sind es Bots und immer wird es der Kampf gegen die menschliche Dummheit oder Hinterlist sein, je nachdem...

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harronal 17.12.2018, 16:34
5. Genau auf das Phänomen von Filterblasen...

...in sozialen Netzen abgestimmt, haben Bots keinesfalls das Ziel, Wähler mit viel Aufwand umzustimmen, sondern im Gegenteil hauptsächlich den Zweck, Stammwähler nicht zu verlieren, indem sie deren Meinungen und Einstellungen mittels populistischer Simplifizierung komplexer Themen be- und verstärken. Dass man für solche Erkenntnisse bloß nicht die "Technikfolgenabschätzungsbrigade" des Bundestags konsultieren sollte, weiß mittlerweile außer dem Autor eigentlich jedes Kind.

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sikasuu 17.12.2018, 16:46
6. Also ich bin dagegen! Mann kann doch garnicht einen gut gepflegten...

Zitat von Leser_01
Eine Kennzeichnungspflicht ist grundsätzlich nicht schlecht. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass mittlerweile bereits Software existiert, die Gespräche simulieren kann, so dass der menschliche Teilnehmer nicht merkt, dass er es mit einer Engine zu tun hat (= Touring Test). Dass eine Kennzeichnungspflicht umgangen werden kann/wird, ist ein anderes Problem, aber das ist letztlich bei allen Verboten so.
... KI Account, der "Tendenznachrichten" bringt & sich mit Tip&Schreibfählern tarnt, seit Jahren in Soc. Medien besteht, finden.
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Außerdem gehen dann Arbeitsplätze&Umsatz verloren.
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Wenn man die von NI (natürlicher bzw nicht Intelligenz) genutzten Accounts mal genau anschaut (Vergl Foren usw weltweit) ist der Unterschied doch gar nicht groß!
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Über kurz oder lang veraten sich solche BOTS doch selbst, weil sie immer das Gleiche posten & die erweiterten Turing-Tests auch nicht bestehen :-)
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Meinungsmanipulation, da gebe ich dem CDU-Politiker aber uneingeschränkt recht, sollte wirklich nur noch in Handarbeit von "Profis" übernommen werden, das ist viel zu wichtig als das man die IT überlassen darf.
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§$&(0474200 ... Schwerer Ausnahmefehler in der Phrasendatenbank. Prozess treminiert, Reboot in 30 Sek.

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brutus972 17.12.2018, 16:57
7. Gute Idee mit der Kennzeichnung der Social Bots,

da werden sich zuerst die Geheimdienste registrieren, denn die befolgen ja immer die Gesetze.

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zehnderk13 17.12.2018, 17:08
8. gegen bots sollte man etwas tun

dass man gegen bots etwas tun sollte ergibt sich schon daraus, dass man als user des internet gerne wissen möchte ob man einem bot gegenüber sitzt oder einem menschlichen wesen, wer es auch immer wirklich sei. das ist ein wichtiger unterschied. sonst könnte es passieren, dass die richtigen menschen irgendwann einmal dem botverseuchten internet tschüss sagen und sich mit analoger kommunikation begnügen, was durchaus auch gut sein könnte, damit sie wenigstens einschätzen können, mit wem sie es nicht zu tun haben, wenn sie mit wem zu tun haben. die ganzen internetprovider würden dann aber "in die röhre sehen", wenn auch nicht gleich so, wie es die nichte jenes münchners tat, der später in berlin sehr berüchtigt wurde.

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fpa 17.12.2018, 17:15
9. Wäre nur ein Anfang, ist aber bei weitem nicht ausreichend!

Denn eigentlich geht es doch tatsächlich generell um vorgetäuschte Identitäten. Und einfache nachvollziehbare Regeln wären hier tatsächlich sinnvoll.

1. Es gibt ein Recht auf Anonymität, aber kein Recht darauf, anonym auf einer vorgetäuschten Identität zu agieren. Folge: Eine Kennzeichnungspflicht für anonyme Identitäten! Dabei geht es nicht um einen Nick, sondern um die Anmeldedaten. Bei Kontoeröffnungen geht der Identitätsnachweis ja auch. Technisch und logistisch also leicht machbar. Was fehlt, ist ein Gesetz, welches die Betreiber von Social Media Plattformen verpflichtet, eine solche Identitätsprüfung vorzunehmen.

2. Es gibt ein Recht, Kommunikation mit Menschen auf Maschinen zu übertragen. Aber es gibt kein Recht, dass die Maschine einem Menschen vortäuscht, selbst ein Mensch zu sein. Das Betreiben einer solchen Maschine, welche ohne die entsprechende Information des Gegenüber, dass es sich hier um eine Maschine handelt, sollte als Straftat in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden, oder zumindest als abmahnbare Ordnungswidrigkeit. So könnte sich die Abmahnindustrie endlich mal auf sinnvolle Weise austoben.

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