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Klarnamenzwang im Web: Frau Fake verteidigt die Pseudonyme

Mächtige Interessengruppen drängen auf einen Klarnamenzwang im Web: Laut Google und Facebook helfen nur echte Namen gegen Spammer, Spinner und Kriminelle. Dem widerspricht Flickr-Mitgründerin Caterina Fake: Für viele Menschen ermöglichen Pseudonyme im Web erst eine wirklich freie Nutzung.

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neun11turbo 28.07.2011, 09:07
10. ...nur die dümmsten Kälber...

...suchen sich ihren Metzger selber... ;)

Also kein Problem: wenn Google, Facebootk und Co. meinen Namen und meine Daten haben wollen um damit Kohle zu machen, dann sollen sie mir ein Angebot unterbreiten. So ab 5000€ pro Monat wäre ich dazu bereit. Für weniger kriegt ihr nur das was ihr von mir bisher schon immer gekriegt habt: falsche und irreführende Angaben... ;)

Um es auf den Punkt zu bringen... Klarnamenzwang im Internet ist ungefähr so wie Klarnamenzwang im Bordell... ;) Ist cool für den Bordellbetreiber... ;)

Grüße von jemandem der über Google NICHT gefunden werden kann, obwohl er sich seit bald 20 Jahren täglich und viele Stunden im Internet bewegt... :)

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Freifrau von Hase 28.07.2011, 09:09
11. Facebook

"Facebook verlangt Klarnamen"

Mag sein, trotzdem muss ich ja nicht meinen wahren Namen nennen. Das würde es zwar für potentielle Freunde schwerer machen, mich zu finden. Aber wenn mir das egal ist? Oder ich lege 2 Profile von 2 Mailadressen aus an. Ein ernsthaftes und 1 zum "spinnen".

"Einige Spieler äußerten die Sorge, Bekannte aus einem anderen Kontext (Arbeit, Vereine) könnten sie per Web-Recherche so schnell als Online-Rollenspieler identifizieren."

Möglich, das dürfte dann aber nur eine Hand voll gewesen sein. WoW ist auch nicht lächerlicher als Fasnetsverein. Das Problem war eher, dass vor allem wir Frauen befürchtet haben, dass nach einer eindeutigen Identifizierung als Frau die große Baggeroffensive losgeht von den Jungs, die WoW als Singlebörse betrachten......

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Michael Giertz 28.07.2011, 09:13
12. Ich möchte aber selbst entscheiden ...

Zitat von sysop
Mächtige Interessengruppen drängen auf einen Klarnamenzwang im Web: Laut Google und Facebook helfen nur echte Namen gegen Spammer, Spinner und Kriminelle. Dem widerspricht Flickr-Mitgründerin Caterina Fake: Für viele Menschen ermöglichen Pseudonyme im Web erst eine wirklich freie Nutzung.
... wann und wo ich unter meinem Klarnamen auftrete, und wann nicht. Immerhin kann ich, draußen in der Alltagswelt, mich auch mit "Herrn Mayer" vorstellen, wenn ich nicht will, dass mein Gegenüber meinen Namen kennt.

Warum soll ich im Internet dazu gezwungen werden?

PS: Wann und wo ich meinen Klarnamen verwende hängt von der Wirksamkeit der politisch/thematischen Botschaft ab, die ich überbringen will ...

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wild_at_heart 28.07.2011, 09:18
13. Öhm....

Zitat von sysop
Mächtige Interessengruppen drängen auf einen Klarnamenzwang im Web: Laut Google und Facebook helfen nur echte Namen gegen Spammer, Spinner und Kriminelle. Dem widerspricht Flickr-Mitgründerin Caterina Fake: Für viele Menschen ermöglichen Pseudonyme im Web erst eine wirklich freie Nutzung.
Heißt die Dame wirklich Katarina FAKE!!?!?!?!??

Ausgerechnet.... xD

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Iggy Rock 28.07.2011, 09:19
14. Durchleuchtung

Klarnamen dienen dem Geschäft im Rahmen des sogenannten Web 2.0, nur in Einzelfällen dem privaten Nutzer selbst.
Wenn Politiker der CDU ein Vermummungsverbot fordern, steckt alleine in populistischen Wortwahl bereits die Unterstellung, dass jeder, der nicht mit Klarnamen im Netz unterwegs ist, ein Steinewerfer und potentieller Brandstifter ist.

Läuft denn wirklich jeder von uns in der realen Welt herum, hält jedem seinen Personalausweis ins Gesicht oder trägt seinen Namen, am besten noch die volle Adresse auf einem Schild an der Kleidung? Vermutlich nicht, den meisten Leuten, denen man im öffentlichen Raum begegnet, wird der eigene Name wohl für immer verborgen bleiben, egal wo man sich herumtreibt, außer man ist prominent.

Dabei hat Frau Fake durchaus recht, bei bestimmten Themen schützt ein Pseudonym den Nutzer, z.B. bei medizinischen Themen. Wie interessiert wären Versicherungen, private Krankenkassen und Arbeitgeber auf die Sammlung an Wehwehchen einer bestimmten Person? Wie sehr an deren politischen Ansichten? Wäre es nicht für einige Datensammelunternehmen ein Traum, von jeder Person das kleinste Detail zu erfahren, auch das, was derjenige nicht über "Soziale Netzwerke" freiwillig über sich preisgegeben hat?

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panzerknacker51 28.07.2011, 09:19
15. Klarnamen

Ich habe bei SpOn anfangs unter Klarnamen meine Posts eingestellt. Aufgrund einer vom mainstream deutlich abweichenden Meinung zu einem bestimmten Thema wurde ich wochenlang von einem Privat-Ermittler-Büro auf deren Web-Seite aufs übelste beschimpft und an den Pranger gestellt. Seitdem bin ich unter die Dosenöffner gegangen...

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twinketoe 28.07.2011, 09:24
16. Klarnamen können auch gefährlich sein

Den Vorteil den Klarnamen im Web bringen wiegen die Nachteile weit auf. Erklären wir nicht schon den Kids, dass sie im Netz nicht ihre richtigen Namen verwenden sollen damit ihnen dann im richtigen Leben nichts passieren kann und Pädophile und Mobber sie nicht identifizieren können. Diese Empfehlung für die Kinder beruht auch auf eigenen Erfahrungen die ettliche Internetreisende machen mussten.
Ich habe mehr als ein Pseudonym sogar mit Adresse um mich zu schützen. Auch im echten Leben gab es schon Situationen in denen ich falsche Namen benutzt habe. Als Kind (und das ist lange her) wenn mich jemand für mich komisches ansprach und nach dem Namen fragte aber auch heute noch gelegentlich auf Reisen oder wenn an einer Situation irgendwas "nicht stimmt". Einfach keinen Namen zu nennen ist oft grob unhöflich. Ich sehe einfach nicht ein, dass Kriminelle sich ihren Schutz einfach nehmen, ich jedoch naiv und gesetzestreu Auskunft geben muss. Es sollte doch niemand so blauäugig sein und glauben, dass es im Internet bei künftigem Klarnamenzwang weniger gefälschte Identitäten gäbe. Der Ehrliche wird dann aber wieder mal der Dumme sein...
Übrigens muss man auch im echten Leben nur bei wenigen Institutionen (Polizei etc) seinen echten Namen angeben. Und wenn ich beim Versandhändler als twinketoe XXX etwas bestelle und meine Rechnung bezahle, wer sollte sich daran stören? Im Supermarkt muss ich ja auch nicht den richtigen Namen angeben wenn ich dort was kaufe.

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Hercules Rockefeller 28.07.2011, 09:25
17. Praktisch nicht durchführbar

Praktisch ließe sich das in Deutschland überhaupt nicht durchführen. Im Land der Rechtschutzversicherung würden sich die digitalen Mustermanns gegenseitig verklagen, dass der justiziable Amtsschimmel elendig zusammenbricht. Da hat einer Neger gesagt, der andere hat einen einen naiven Trottel getauft und dort hat doch einer gegen die Kanzlerin agitiert-das darf nicht sein, freie Rede verboten!

Sinnvoller fände ich eine Kenntlichmachung von "Moderatoren". Die verfälschen tagtäglich Meinungen oder streichen sie ganz, manipulieren so das Web ein einem Ausmaß, wie es SPAM und Viren nicht vermögen. Wer aber meint, die Deutungshoheit inne zu haben, der soll sich auch öffentlich machen.

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r-le 28.07.2011, 09:26
18. Quatsch von Google und Facebook

Zitat von sysop
Mächtige Interessengruppen drängen auf einen Klarnamenzwang im Web: Laut Google und Facebook helfen nur echte Namen gegen Spammer, Spinner und Kriminelle. Dem widerspricht Flickr-Mitgründerin Caterina Fake: Für viele Menschen ermöglichen Pseudonyme im Web erst eine wirklich freie Nutzung.
Echte Namen sind ein echtes Problem bei Spammern, etc. Nur ein Pseudonym schützt in gewissem Maße. Fakt ist, dass erst durch echte Namen Google, Facebook und Co. eine höhere Datenqualität erzielen können und so verschiedene Profile, Muster, Eigenschaften unterschiedlicher Datenbanken einreichern können. Je mehr man über die echte Person weiss, desto besser verkaufen sich später die Daten für Marketingzwecke etc., der Grund warum Facebook so teuer an der Börse gehandelt wird. Ob die Firma trotzdem soviel wert ist oder ob das die Blase 2.0 ist, wird sich zeigen. Trotzdem sollte man nicht naiv sein und sich per se offenlegen. Ich hänge auch nicht Informationen über mein Privatleben und Bilder an meinen Briefkasten, damit jeder im Vorbeigehen sehen kann, ob ich einen Kaffee trinke oder auf dem Klo bin.

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thominator 28.07.2011, 09:27
19. Klarnamen

ermöglichen natürlich ganz andere Möglichkeiten.
Firmen können relevante Daten unter Klarnamen sammeln ,zusammenfügen und verkaufen. Behörden werden im www relevante Informationen auf den Punkt bringen.
Man kann dann im nächsten Schritt auch personenbezogene Bussgeldkataloge fürs Internet einführen.

Es geht nicht darum, Spinner und Kriminelle zu entlarven!Das ist nur ein Nebeneffekt.Es geht darum, dem normalen kleinen Mann zu vermitteln, dass er bei allem was er tut, unter Kontrolle ist.

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