Forum: Netzwelt
Kommentare im Netz: Immer her mit der Nazikeule

Ein aktueller Trend im Netz sieht so aus: Man möchte rechtsradikale Positionen vertreten, aber dafür bitteschön nicht als rechtsradikal bezeichnet werden. Das geht so nicht.

Seite 1 von 36
sabrina74 11.11.2015, 12:38
1. Danke!

Nur so wirds gehen (zumindest ein Stück weit, bei vielen ist wahrscheinlich leider Hopfen und Malz verloren).

Beitrag melden
kevinschmied704 11.11.2015, 12:39
2. ja das nehm ich mal

als gut gemeinten Hinweis an, wie man da gänzlich ohne lange Diskussionen durch kommt. einfach direkt die grenze ziehen und bescheid geben, das man bestimmte Meinungen akzeptiert, aber der gegenüber auch klar kommen muss, als rechts gesinnter angesehen zu werden. nicht dumm! darauf hätte ich auch selber kommen können. danke!

Beitrag melden
Bondurant 11.11.2015, 12:40
3. Für die Einfältigkeit

mancher Autoren muss man regelrecht dankbar sein:

Wichtig ist dabei, dass "Nazi" im öffentlichen Diskurs nicht mehr in wikipediahafter Definition als "Kurzwort für Nationalsozialist" verstanden wird. Der Begriff Nazi hat sich zum Sammelbegriff entwickelt, er bezeichnet eine Personengruppe, die zu rechtsorientierter Menschenfeindlichkeit neigt.

So geht das also: Nazi ist nicht länger (nur), wer der nationalsozialistischen Ideologie zugerechnet werden kann. Nein, das ist schon, wer "zu rechtsorientierter Menschenfeindlichkeit neigt". Das ist cool. Was das ist, entscheiden vermutlich die "Internet-people".

Beitrag melden
csm101 11.11.2015, 12:42
4. Nazikeulen überall

Ja, Sie haben Recht, Herr Lobo. Nur leider werden selbst für Positionen, die Politiker aus CDU, CSU und der SPD vertreten die Nazikeulen ausgepackt. Insoweit nutzt sich der Begriff sehr schnell ab.

Beitrag melden
plietsch 11.11.2015, 12:43
5.

Im Netz kommt das Gerede von einer "Nazi-Keule" eh nur noch von jenen, die Meinungs- mit Narrenfreiheit verwechseln und nur austeilen wollen statt auch mal einzustecken. Volksverhetzung ist für sie kein Problem, aber wenn jemand sie nüchtern kritisiert, sehen sie sich sofort angegriffen und schreien nach dem Rechtsstaat. Ist so seriös wie jene, die Lügen erfinden, um gegen eine ominöse "Lügenpresse" zu keilen.

Beitrag melden
matokla 11.11.2015, 12:45
6.

"Die "Nazikeule" kann ein geeignetes Instrument sein, um den noch rettbaren Rechten zu zeigen, wo Meinung aufhört und Nazitum beginnt."

Die "Nazikeule" ist ein geeignetes Instrument, um, wenn wie jetzt inflationär eingesetzt, jegliche Diskussion im Keim zu ersticken und den Diskussionsgegner zu verunglimpfen, bzw zu kriminalisieren.
Was sollen all diese totalitären Pläne, Herr Lobo?

Beitrag melden
dasbeau 11.11.2015, 12:45
7. 99% Zustimmung

Allerdings krankt auch dieser Weg an der falschen Grundeinstellung "meine Meinung ist die richtige, das müssen die anderen doch kapieren": "Der erste und wichtigste Schritt in das Gespräch, das die Besonnenen zu Recht fordern - ist also, deutlich zu machen, wo die Grenze verläuft zwischen legitimer Meinung und Nazi."
Ich sehe das ja ganz genauso, aber nach der Meinung derjenigen, die Sie noch "retten" wollen, verläuft genau diese Grenze eben woanders, als Sie es für richtig halten. Und in diesem Land herrscht - zum Glück - Meinungsfreiheit. Und nun?

Beitrag melden
Suusi 11.11.2015, 12:48
8. Sascha Lobo,

gehen Sie nach Auschwitz, Dachau und an andere Orte, an denen Nazis und ihre Mitläufer gewütet haben. DAS WAREN TATEN DER NAZIS. Ihr Vergleich mit heutigen Rechten Gruppierungen oder besorgten Bürgern mit Nazis ist eine Verhöhnung aller Nazi-Opfer, eine Beleidigung von Millionen Unschuldiger. Pfui.

Beitrag melden
firstlight 11.11.2015, 12:50
9. Definition?

Und wenn Herr Lobo jetzt noch definieren würde,
was für ihn eine gemässigte, eine rechte und
eine rechtsradikale Position ist und wo da die Grenzen liegen, dann und nur dann könnte man
anfangen, ernsthaft zu diskutieren.

Beitrag melden
Seite 1 von 36
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!