Forum: Netzwelt
Kommentare im Netz: Immer her mit der Nazikeule

Ein aktueller Trend im Netz sieht so aus: Man möchte rechtsradikale Positionen vertreten, aber dafür bitteschön nicht als rechtsradikal bezeichnet werden. Das geht so nicht.

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langenscheidt 11.11.2015, 13:10
30. Daneben, Herr Lobo

Menschen, die vor Menschen, Ausländer, Flüchtlingen Angst haben sind nicht rechtsradikal oder rechtsextrem. Nein, dies sind unzufriedene Kleingeister, deren Lebenserfüllung wahrscheinlich nie erreicht wird, weil sie sich selbst nicht reflektieren können. Sie wissen weder was von sich selbst geschweige von anderen. Ihre Hilflosigkeit mit sich selbst kann bearbeitet werden - wenn sie um Hilfe bitten. Bitten sie nicht um Hilfe dürfen wir sie nicht demütigen. Sie dürfen ihre unzureichende Selbstwahrnehmung weiter öffentlich auf Demos zur Schau tragen.
Das Dumme für diese Leute ist, dass sie von hochintelligenten Personen mit rechtsextremer Lebensphilosophie verwurstet werden.

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horstnorbert 11.11.2015, 13:12
31.

Zitat von Suusi
gehen Sie nach Auschwitz, Dachau und an andere Orte, an denen Nazis und ihre Mitläufer gewütet haben. DAS WAREN TATEN DER NAZIS. Ihr Vergleich mit heutigen Rechten Gruppierungen oder besorgten Bürgern mit Nazis ist eine Verhöhnung aller Nazi-Opfer, eine Beleidigung von Millionen Unschuldiger. Pfui.
Ähemm, und fing es an mit den Nazis?

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annoo 11.11.2015, 13:14
32.

Zitat von Suusi
Sascha Lobo, gehen Sie nach Auschwitz, Dachau und an andere Orte, an denen Nazis und ihre Mitläufer gewütet haben. DAS WAREN TATEN DER NAZIS. Ihr Vergleich mit heutigen Rechten Gruppierungen oder besorgten Bürgern mit Nazis ist eine Verhöhnung aller Nazi-Opfer, eine Beleidigung von Millionen Unschuldiger. Pfui.
Im Grunde haben Sie Recht. Solche Vergleiche verunglimpfen echte Opfer des Nationalsozialismus. Aber auch Ausschwitz und Dachau haben mal mit fremdenfeindlicher Stimmung begonnen und wurde nur möglich, weil Menschenhass nicht - wie es sich für eine zivilisierte Gesellschaft gehört - geächtet wurde, sondern zuerst salonfähig, dann zu einem ganzen Konzept wurde. Und das passiert im Moment auch.Da sollte man ganz genau hinschauen und selbst als "besorgter Bürger" (deren Nöte kann ich durchaus verstehen) genau hinschauen, mit wem man auf die Straße marschiert und sich im Zweifelsfall distanziert. Insofern ist ein Pfui auch oder eher da angebracht.

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stenkelfelder 11.11.2015, 13:15
33. Mit den Latenz-Nazis reden

Das Schwierige beim Politisieren in sozialen Medien ist, dass man ja fast nur noch auf "besorgte Bürger/Nazis" und "linksgrün versiffte Gutmenschen" trifft und statt vernünftigen Diskussionen fast nur noch blindwütige Schlagabtausche mit allen möglichen greifbaren Keulen zustande kommt. Ich fand AfD, Pegida und Konsorten letztes Jahr als Werkzeug des Protests gegenüber der enttäuschenden GroKo-Regierung und Fr. Bundeskanzlerin (irgendeiner muss denen ja mal in den Hintern treten) durchaus interessant. Mittlerweile sehe ich diese Gruppierungen aber nur noch ausschließlich als Sammelbecken für Rechtsradikale und schätze sie als große Gefahr ein. Ich denke, dass viele der Mitläufer oder "Latenz-Nazis" hauptsächlich eine vielleicht sogar ein Stückweit nachvollziehbare Protesthaltung haben und leider gar nicht mehr sehen, dass die "Lösungen", die hier angeboten werden, in die völlig falsche Richtung gehen und dass sie instrumentalisiert werden. Ich kann verstehen, dass jemand Ängste und Sorgen hat, vor allem, wenn er vielleicht nicht multikulturell bewandert ist und keinen Kontakt zu Menschen aus anderen Ländern hat, wenn plötzlich viele Menschen auf einmal in seine Nachbarschaft ziehen. Und die Antworten, die Afd, Pegida usw. auf diese Sorgen geben, sind einfach. Einfacher als die Auforderung, die Dinge hinzunehmen wie sie sind mit einem lapidaren "Wir schaffen das.". Mir fehlt hier ein klares Zeichen unserer Regierung, eine klare Ansage, kurzum, das was unser just verstorbener Ex-Bundeskanzler Schmidt hatte: Führungsqualitäten. Sonst läuft die Herde den "Führern" mit den erstbesten Parolen hinterher.

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fürkül 11.11.2015, 13:29
34. Lobo

Lobo will den Begriff "Nazi" gummiartig definiert wissen.
Als irgendwas, was irgendwie "rechts" und "menschenfeinlich" ist.
Und den Besitzer damit in die Ecke von Menschen stellen, die im "alten Sinne" als Nazis gelten.
So macht man aus einem Biertrinker einen Schnapstrinker. Oder aus einem Gelegenheitsdieb einen Mörder.
Eben so:
Schnaps ist alles, was irgenwie Alkohol hat.
Also ist ein Biertrinker ein Schnapstrinker.
Mörder ist alles, was irgendwie kriminell ist..also ist ein Dieb ein Mörder.

Das ist infame, linke, hinterfotzige Verlogenheit. Bar jeden Anstandes.

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boca87 11.11.2015, 13:30
35. Vorschnelle Kategorisierung

Ich finde, solche Kategorisierungen machen es schwer eine sinnvolle Diskussion zu führen. Ich sehe es auch nicht ein mit einem überzeugten Nazi zu diskutieren. Aber jemanden, wegen einer evtl. unglücklichen Aussage, "ins Rechte Eck zu stellen" und ihm so die Kompetenz einer sachlichen Diskussion abzusprechen halte ich auch für den falschen Weg.

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Crom 11.11.2015, 13:31
36.

Durch die Nazikeule wurde in meinen Augen eine Bewegung wie **GIDA oder auch die AfD doch nur noch weiter radikalisiert. Die "Gemäßigten" haben sich doch dort längst verabschiedet und die Hetzer haben das Ruder übernommen. Wäre man anfangs differenzierter an die Sache herangegangen, so wäre das unter Umständen nicht passiert.

Der Effekt ist, dass die als "Nazis" betitelten (vornehmlich Mitläufer) sich dann eher sagen, ach wenn das Nazi bedeutet, sind Nazis doch gar nicht so schlimm. Die Nazikeule hilft also vornehmlich den Nazis.

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eternalchii 11.11.2015, 13:33
37.

Zitat von Suusi
gehen Sie nach Auschwitz, Dachau und an andere Orte, an denen Nazis und ihre Mitläufer gewütet haben. DAS WAREN TATEN DER NAZIS. Ihr Vergleich mit heutigen Rechten Gruppierungen oder besorgten Bürgern mit Nazis ist eine Verhöhnung aller Nazi-Opfer, eine Beleidigung von Millionen Unschuldiger. Pfui.
Und Sie glauben ersthaft, dass die heutigen Naziterroristen, sollte sie an die Macht kommen, sich irgendwie besser verhalten werden? Obwohl die NSU mordend und plündernd durch die BRD zog und Nazis und Nachwuchsnazis Flüchtlingsheime anzünden, auch gerne, wenn dort Menschen leben? Sie glauben ersthaft, dass die damaligen Nazis nicht von Massen von rechten Mitläufern gestützt wurden?

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Wicked 11.11.2015, 13:33
38. Herr Lobo, Ziel verfehlt!

Ein Forist vor mir hat es schon angedeutet. Die Gefahr kommt nicht von dem pöbelnden oder auch nur Bedenken äußernden Personen.
Es sind die, die nichts sagen.
Die schweigende Mehrheit, die auch hier im Forum gar eine befürwortende Meinung zu Ihrem Artikel formuliert haben, um nach außen den Schein eines Menschenfreundes zu wahren. Das ist die eigentliche Gefahr.

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mattijoon 11.11.2015, 13:34
39. Wir brauchen eine Keule gegen Hysterie

"Größte Herausforderung seit WK2", "Flüchlingskatastrophe", etc diese Rhetorik verschleiert doch die wahren Kosten: ca. 22 Milliarden. Viel billiger als die Bankenrettung, und das Geld bekommen wir sogar zurück, wenn die Leute erstmal anfangen, zu arbeiten und Steuern zu zahlen!

Aber gegen die Bänker ist damals niemand auf die Straße gegangen, Banken wurden nicht angezündet, Bänker nicht mit Baseballschlägern verprügelt.
Hier geht es nicht um Geld, "Machbarkeit", Überbelastung, hier geht es ausschliesslich um Xenophobie und Fremdenfeindlichkeit.

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