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Kopfhörer im Test: Die geh'n ins Ohr
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Brauchen Sie unterwegs edlen Hifi-Sound oder sollen die Bässe kräftig drücken? Ein Test von In-Ohr-Kopfhörern unterschiedlicher Preisklassen ergibt: Das Ergebnis: Exzellenter Sound ist teuer, guter Klang bezahlbar und auch ohne Kabel können Kopfhörer gut klingen.

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ollowain13 14.05.2012, 18:14
50.

Zitat von lamblies
FLAC: Free Lossless Audio Codec, also verlustfrei komprimiert.
Ja, theoretisch schon - nur sind in der Praxis immer noch Unterschiede zu hören. Nicht so deutlich wie bei MP3-320-kBit/s, aber hörbar. Mehr als ein Notbehelf für unterwegs ist damit nicht drin. Es gibt aber auch genug Leute, denen das klanglich vollkommen ausreicht. Nur könnten die sich eigentlich das Geld für einen supertollen Kopfhörer sparen, denn die eigentliche Einschränkung des Klangs sind bereits durch das Format und den Player selbst vorgegeben. Da reißt es auch kein 150-€-Kopfhörer wieder raus. Aber wer den für´s Ego braucht oder sich damit besser fühlt - nur zu.

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ollowain13 14.05.2012, 18:55
51.

Zitat von claudilein
Das ist aber Wissensstand Anfang 2000er Jahre, die Encoder sind mittlerweile deutlich besser geworden. - MP3 mit LAME mit -V2 ist für fast jeden transparent (also nicht von der CD zu unterscheiden). Ja, bei Klassik fehlt formatbedingt wahrscheinlich einiges und auch bei Elektro kann es wegen bestimmter Frequenzverläufen zu hörbaren Artefakten kommen, aber Sie wären eine extreme Ausnahme, wenn Sie bei einem Doppelblindtest Unterschiede erkennen könnten.
Ich denke nicht, dass ich ein überdurchschnittliches Gehör habe. Ich bin zwar selbst Musiker, aber das bietet beim Hören keinen grundsätzlichen Vorteil, außer dass man einzelnen Stimmen/Instrumenten leichter folgen kann. Andererseits höre ich täglich im Schnitt 4 Stunden Musik. Vielleicht kennt man dann seine CDs einfach so gut, dass einem selbst kleinste Unterschiede störend auffallen. Wie auch immer, komprimieren Sie zu Testzwecken meinetwegen "Lie" von Dream Theater (Progmetal) oder "Call off the search" von Katie Melua (Jazz-Pop) egal mit welcher Bit-Rate. Selbst mit dem bordeigenen Sennheisser-Stöpsel fallen mir deutliche Unterschiede auf, die einfach störend sind. Klassik über MP3 geht gar nicht und bei Jazz ist es nicht viel besser. Die ganze Dynamik geht flöten, alles bewegt sich in einem mittelwertigen Einheitsbrei - selbst mit dem Sony-Player, der nach meiner Erfahrung alle anderen deutlich in den Schatten stellt. Zur Komprimierung verwende ich ExactAudioCopy mit dem Lame-Encoder. Daran sollte es also nicht liegen.

Zitat von claudilein
... Es gibt eine Reihe von kostenlosen Programmen, mit denen man Doppelblindtests auch zuhause durchführen kann, versuchen Sie es einfach mal!
Ich denke, das werde ich interessehalber tatsächlich machen. Sollte ich nicht mit mindestens 90%iger Quote richtig liegen, gelobe ich hiermit feierlich, kein böses Wort mehr gegen MP3 & Co zu sagen - aber es würde mich wirklich wundern...

Zitat von claudilein
Und nun noch zu FLAC: Was Sie da schrieben ist schlicht und einfach völlig falsch. Das was bei dem Digital-Analog-Wandler bei Benutzung von FLAC ankommt unterscheidet sich in keinem Bit was von der CD ankommt, denn FLAC ist völlig verlustfrei...
Das habe ich vor ca 3 Jahren getestet. Das Ergebnis war eindeutig: Der Klang ist in der Tat besser als mit MP3, kommt aber nach meinem subjektiven Empfinden nicht an die CD hin. Artefakte waren zwar nicht zu hören, aber die Dynamik ist einfach nicht so, wie sie sein sollte. Was ich nicht ausschließen kann, ist, dass das Format tatsächlich nichts dafür kann, aber der Player zu stark in den Klangcharakter eingreift, so dass hierdurch die leider immer noch hörbare Dämpfung der Dynamik insbesondere bei Klassik zustande käme. Für mich als Hörer ist aber nur das Gesamtergebnis relevant. Wenn ich FLAC nur über den Player nutzen kann und damit das Gesamtpaket immer noch klangliche Defizite aufweist, obwohl ich lange nach einem möglichst guten Player gesucht und ausgiebig getestet habe, dann bleibt als Ergebnis für mich stehen, dass ich über CD immer noch den besseren Klang erhalte. Ich würde mich ja freuen, wenn Sie recht hätten, weil es mich ärgert, dass ich gerade im Urlaub, wenn ich mal so richtig Zeit zum Musik hören hätte, nur wenige CDs mitnehmen kann und ansonsten leider auf die komprimierten Formate angewiesen bin.

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myopinion49 15.05.2012, 07:44
52.

Zitat von ollowain13
Wie auch immer, komprimieren Sie zu Testzwecken meinetwegen "Lie" von Dream Theater (Progmetal) oder "Call off the search" von Katie Melua (Jazz-Pop) egal mit welcher Bit-Rate. Selbst mit dem bordeigenen Sennheisser-Stöpsel fallen mir deutliche Unterschiede auf, die einfach störend sind. Alles bewegt sich in einem mittelwertigen Einheitsbrei - selbst mit dem Sony-Player, der nach meiner Erfahrung alle anderen deutlich in den Schatten stellt. Zur Komprimierung verwende ich ExactAudioCopy mit dem Lame-Encoder. Daran sollte es also nicht liegen.
Ich merke davon wirklich rein garnichts. Auch nicht bei genannter Musik (bin selber großer Dream Theater Fan). Wichtig ist natürlich die Formate auch über den selben Player zu testen. Also z.B. die WAV. Datei einer CD am Computer mit externem DAC direkt im Blindtest (Ich nehme dazu den Player Foobar 2000 mit dem ABX PlugIn) mit der selbsterstellten MP3 oder FLAC zu vergleichen. Wenn unterschiedliche Geräte dort auch noch reinspielen ist es kein Wunder wenn sich die Musik am Player anders anhört als im CD Spieler.
Hören tue ich übrigens mit einem Beyerdynamic T1 und einem Ultimate Ears Triple Fi 10 (ein In Ear auf dem Niveau eines Shure SE535).

Zum Player: Der ist gerade bei solch hochwertigen In Ears ganz enorm wichtig! Anknüpfpunkt ist die hohe Empfindlichkeit solcher In Ears gegenüber der Ausgangsimpedanz des Players. Diese sollte möglichst niedrig (<1 Ohm sein) um bei solchen In Ears mit mehreren Treibern und passiven Frequenzweichen keine Veränderungen im Frequenzverlauf darzustellen. Darauf sollte man achten. 95% aller richtig guten In Ears nutzen keine dynamischen Treiber sondern eben diese speziellen Balanced Armature Treiber.

Sony Player schlagen sich hierbei übrigens meistens besonders schlecht. Die Ausgangsimpedanz ist schlicht zu hoch.

Interessanterweise sind die beiden besten, mir bekannten Player, das iPhone 4 und ein iBasso DX 100 (der aber auch deutlich übern dem Preis des iPhones liegt). Die neueren iPods schneiden nicht viel schlechter ab. Andere Player, wie z.B. die von Cowon kämpfen regelmäßig mit einem Tiefbassabfall an solchen In Ears.

Wen die Thematik interessiert, hier kann man sich dazu sehr gut einlesen:
http://www.hifi-forum.de/index.php?a...ack=&sort=&z=1


Zitat von ollowain13
Ich denke, das werde ich interessehalber tatsächlich machen. Sollte ich nicht mit mindestens 90%iger Quote richtig liegen, gelobe ich hiermit feierlich, kein böses Wort mehr gegen MP3 & Co zu sagen - aber es würde mich wirklich wundern...
Würde ich auch dringend zu raten. Das Frauenhofer Institut kommt zu dem Schluss, dass Mp3 Lame V2 für 99,9% aller Menschen absolut transparent ist. Es gibt durchaus Menschen welche Unterschiede zuverlässig wahrnehmen. Dies ist im Regelfall aber wohl auf einen bestimmten Hörschaden im Bereich >12kHz zurückzuführen.


Zitat von ollowain13
Was ich nicht ausschließen kann, ist, dass das Format tatsächlich nichts dafür kann, aber der Player zu stark in den Klangcharakter eingreift, so dass hierdurch die leider immer noch hörbare Dämpfung der Dynamik insbesondere bei Klassik zustande käme.
Wie gesagt, unbedingt mit den gleichen Geräten testen! FLAC ist bis auf die letzte 0 völlig identisch mit der Ausgangdatei, wenn unterschiede zu hören sind müssen diese entweder auf den DAC oder den KHV zurückzuführen sein.

Versuch macht klug!

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831nl4u51 15.05.2012, 12:19
53. Nö,

Zitat von j.vantast
Mal morgens zur Schulzeit in Hamburg unterwegs gewesen? Da wird per In-Ear irre laut vom MP3 gehört, dann dazu noch die neuesten Clips von Youtube über die quäkigen Handylautsprecher aufgedreht (natürlich so laut, damit man es trotz In-Ear noch hören kann) und sich dabei so laut angeschrien, damit In-Ear und Handy übertönt werden. Die Ohren der Kandidaten sind mir sowas von egal. Aber dabei Zeitung lesen? No way.
ich fahre in Köln. Und Sie bestätigen, was ich mir schon dachte. Und das sind die Spacken ohne Ohrhörer, die per Lautsprecher YouTube-Terror betreiben. Rest hörste nämlich nicht.

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claudilein 15.05.2012, 13:40
54.

Zitat von ollowain13
Das habe ich vor ca 3 Jahren getestet. Das Ergebnis war eindeutig: Der Klang ist in der Tat besser als mit MP3, kommt aber nach meinem subjektiven Empfinden nicht an die CD hin. Artefakte waren zwar nicht zu hören, aber die Dynamik ist einfach nicht so, wie sie sein sollte. Was ich nicht ausschließen kann, ist, dass das Format tatsächlich nichts dafür kann, aber der Player zu stark in den Klangcharakter eingreift, so dass hierdurch die leider immer noch hörbare Dämpfung der Dynamik insbesondere bei Klassik zustande käme.
Ah, jetzt verstehe ich, warum Sie Unterschiede bei FLAC wahrnehmen. Es ist natürlich entscheidend, dass der gleiche Digital-Analog-Wandler wie bei der CD zum Einsatz kommt. Wenn Sie natürlich FLAC aus einen mittelmäßigen MP3-Player mit einer CD aus einem guten Standgerät vergleichen, wird FLAC natürlich schlechter abschließen.

Wenn Sie aber eine CD als FLAC rippen und dann wieder die Dateien zu einer CD brennen, können Sie per Definition keinen Unterschied wahrnehmen – abgesehen vom Übergang zwischen den Titeln, wenn Sie nicht entsprechend aufgepasst haben.

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