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Krankenhaus in Not: Computervirus legt bayerische Klinik lahm
DPA

Seit Tagen sind im Klinikum Fürstenfeldbruck Hunderte Computer unbenutzbar. Ein Computervirus, der eigentlich andere Ziele sucht, hatte die Systeme befallen.

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MichaelundNilma 16.11.2018, 16:21
1. Erstaunlich

Das Computerviren Computer lahm legen ist nicht neu oder erstaunlich. Erstaunlich ist es aber, wenn ein Krankenhaus für diesen „GAU“ nicht gerüstet ist. Man sollte aus Sicherheitsgründen in Betracht ziehen, Krankenhausrechner, welche für den Betrieb eines Krankenhauses existenziell sind, generell nicht mit dem Internet zu verbinden, noch USB-Sticks oder CD´s usw. auslesen zu lassen. Sicherheitshalber sollte man ein einsatzfähiges Reservesystem in Bereitschaft halten. Generell wäre überlegenswert, ein Betriebssystem wie Linux zu favorisieren, um eine „Ansteckungsgefahr“ und Kosten drastisch zu minimieren. Das ein Krankenhaus telefonisch nicht erreichbar ist, ist natürlich nicht zu verantworten. Das gehört schließlich zur Krisenvorsorge.

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Plasmabruzzler 16.11.2018, 16:43
2.

Wie kann denn so etwas passieren, wenn es in medizinischen Einrichtungen die Regel ist, Patienten-/Internet und das medizinische Netz physisch zu trennen? PDMS hat im Internet nichts zu suchen und man kann sich ja vorstellen, was passiert, wenn man von außen auf Herz-Lungen-Maschinen zugreifen kann. Auch USB-Anschlüsse müssen im Kliniknetz deaktiviert sein und an Arbeitsplatzrechnern nur Internet via RDP oder ähnlichem möglich sein.

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sven2016 16.11.2018, 17:14
3. So wie ich den Artikel lese,

waren die Computer/Router betroffen, die Internetverbindung hatten.

Von medizinischen Geräten hat niemand etwas geschrieben.

Internet down = Telefon down ist leider heute üblich.

Fern-Diagnosen und -therapiehinweise durch Kommentatoren halte ich für verfehlt.

Hoffentlich läuft der Betrieb bald wieder ungestört. Alles Gute.

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Peter Pots 16.11.2018, 17:26
4. Ahnungslose Seiteneinsteiger

Wenn es um Internet und Computer geht, wird die Szene meinem Eindruck nach von einer Art "Heilpraktiker" beherrscht. Ahnungslose Schwätzer, die sich als ungebildete Seiteneinsteiger in einem Kosmos von Schlagworten und Pseudo-Regeln bewegen und nur sinnentleerten Unsinn reden -so lang der Tag ist. Und da ihre Auftraggeber von Computern und dem Internet noch weniger Ahnung haben als die "Experten", können sich diese ohne jegliche kompetente Kontrolle ungehindert austoben. Wenn alles gut geht, dann merkt niemand wie dünn das Eis ist auf dem sich das Unternehmen bewegt. Im Fall einer Katastrophe bricht dann allerdings das Lügengebäude krachend zusammen und der jeweilige Felix Krull des Informationszeitalters wird enttarnt. Vielleicht - vielleicht aber auch nicht. Gerade auf diesem Gebiet kann man sich leicht herausreden. Das ist so, als wollte ein Patient und sein ahnungsloser Anwalt einem inkompetenten Diabetologen einen Behandlungsfehler nachweisen.

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Zoloft 16.11.2018, 17:45
5. Nun ja

Zitat von MichaelundNilma
Das Computerviren Computer lahm legen ist nicht neu oder erstaunlich. Erstaunlich ist es aber, wenn ein Krankenhaus für diesen „GAU“ nicht gerüstet ist. Man sollte aus Sicherheitsgründen in Betracht ziehen, Krankenhausrechner, welche für den Betrieb eines Krankenhauses existenziell sind, generell nicht mit dem Internet zu verbinden, noch USB-Sticks oder CD´s usw. auslesen zu lassen. Sicherheitshalber sollte man ein einsatzfähiges Reservesystem in Bereitschaft halten. Generell wäre überlegenswert, ein Betriebssystem wie Linux zu favorisieren, um eine „Ansteckungsgefahr“ und Kosten drastisch zu minimieren. Das ein Krankenhaus telefonisch nicht erreichbar ist, ist natürlich nicht zu verantworten. Das gehört schließlich zur Krisenvorsorge.
Linux. Klar. Die Anbieter der Krankenhausinformationssysteme setzen Windows voraus. Auch die Software fast aller Endgeräte setzt darauf. Das KH nach außen abzuschotten ist Standard. Einem Arzt aber generell den Zugriff auf moderne Info- Technik zu verweigern, wäre (Patienten) gefährdend.
Zweite Infrastruktur: Ist vorgeschrieben bei KH einer gewissen Größe, ebenso ein Ausfallsszenario. Leider werden die Kosten i keiner Weise gegenfinanziert. Weder von den Ländern noch von den Krankenkassen. Letztlich passiert das aus den DRG basierenden "Gewinnen", die für Strukturmaßnahmen eigentlich nicht herangezogen werden sollten.

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hakim 16.11.2018, 17:53
6. Symbolbilder

....finde ich immer wieder lustig. Hier ein Mediziner vor einem Narkosegerät.....das hoffentlich nicht an Internet angeschlossen ist :)
Wobei...ich denke in 10 Jahren sitzt in jedem KH ein Anästhesist, der die KI überwacht, die in 20 Sälen gleichzeitig die Narkosen macht.

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dhi 16.11.2018, 18:26
7. IT-Security hat halt keinen ROI ...

... und die meisten Krankenhäuser fallen nicht unter das IT-Sicherheitsgesetz. Dann hätte zumindest ein "Stand der Technik" implementiert werden müssen. Bezahlt aber keine Krankenkasse für und ist auch in keiner Fallpauschale vorhanden. Schließlich kann ein Arzt auch mit dem Kugelschreiber leben retten.
Mit IT ist's aber für Patienten und Ärzte angenehmer ;)

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holy10 16.11.2018, 18:56
8. logik 4.0

Ein Virus der Bankdaten ausspähen soll, legt hunderte Rechner lahm. Da sind entweder sehr unfähige Hacker am werk(was ich nicht glaube) oder weder die Ermittler noch die "IT-spezialisten" haben einen schimmer was da passiert ist(was ich sofort glaube).

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a.weishaupt 16.11.2018, 19:13
9.

Zitat von Zoloft
Linux. Klar. Die Anbieter der Krankenhausinformationssysteme setzen Windows voraus.
Aber nicht unbedingt auf Blech, oder? In einer VM mit regelmäßigen Snapshots + Backups kann Windows zumindest weniger Schaden anrichten. Meine Erfahrung ist sowieso, dass nicht ernsthaft versucht wird, selbst 08/15-Desktops von Windows wegzubewegen, bei denen das ohne weiteres möglich wäre.

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