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"Krautreporter"-Ersteindruck: Ist unabhängiger Journalismus besser? Oder nur länger?

Die Seite ist schmucklos, aber eines der meistbeachteten journalistischen Experimente im Lande: Das Community-finanzierte Online-Magazin "Krautreporter" ist online. Wir haben uns die ersten Texte angesehen.

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lady_amanda 24.10.2014, 14:00
1. War und Bin

Bereit hierfür zu zahlen.
Ist ab sofort meine Frühstückslektüre.
Da habe ich Zeit für ein paar Artikel.

Kurze INFOS hole ich mir dennoch gern auf SPON.

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humpalumpa 24.10.2014, 14:02
2.

Ich denke schon,dass zumindest die Leser, die Wert auf die Qualität und Richtigkeit der Nachrichten legen, sehrwohl dafür bereit sind, zu zahlen. Denn Journalismus sollte unabhängig und neutral sein. Da eben die meisten Medien durch bestimmte Firmen oder Parteien, wie es manchmal scheint, finanziert werden, ist die fehlende Objektivität in mittlerweile sehr vielen Artikeln aller Online-und Print-Medien deutlich sichtbar. Gilt auch immer mehr für SPON, leider. Journalisten haben nicht die Aufgabe, den Lesern eine Meinung einzutrichtern, die sie haben sollten, sondern sollten mit ihren Artikeln informieren und es den Leuten ermöglichen, sich selbst eine Meinung zu bilden.

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jamesbrand 24.10.2014, 14:09
3. also

ich glaube das wir eine Lobbyisten und Bonzen Demokratie sind. Auch glaube ich das 10 Lobbyisten mehr Einfluss haben als 30 Millionen Bürger.

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berufskonsument 24.10.2014, 14:20
4.

Klingt irgendwie danach, dass das eher ein Medium für's Ego der beteiligten Journalisten ist. Klar, Journalisten freuen sich, wenn sie endlich mal so richtig das machen dürfen, was sie gerne wollen, aber ob der Leser das auch goutiert?

Nicht zuletzt leiden viele Journalisten auch daran, dass ihre langen Texte oft eher langatmig denn detailliert sind.

Ich persönlich bin froh, "Krautreporter" nicht abonniert zu haben: Auf ein weiteres Medium, in dem mir jemand ausführlich seine Meinung darlegt, kann ich zumindest verzichten. Von der unterschwelligen Implikation, teuer bezahlte Meinungsartikel hätten mehr Gewicht, weil sie von Journalisten verfasst wurden, habe ich jedenfalls genug.

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Herbert1968 24.10.2014, 14:24
5. Bezahlen?

Solange es nur um 5 Euro pro Monat geht, bitte, gerne!

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sf225 24.10.2014, 14:26
6.

Ich habe bei Kraut-Reporter gerade einen Artikel zur neuen Abschreckungsideologie der NATO gelesen. Dort wird der Eindruck erweckt, die NATO müsse sich wieder stärker schützen, da Russland seine Grenzen immer weiter Richtung NATO-Gebiete ausbreitet und jetzt sogar schon direkt vor Lettland steht. Wozu braucht es "unabhängigen Journalismus", wenn er dann auch nur denselben Unsinn verbreitet wie der kommerzielle?

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hubertus001 24.10.2014, 14:27
7. Ich will bezahlen!

Ich will bezahlen, gerne auch für SPON, wenn ich als Gegenleistung wieder ordentlichen Journalismus bekomme und nicht diese halbgaren Häppchen.

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Loosa 24.10.2014, 14:27
8.

Zitat von jamesbrand
ich glaube das wir eine Lobbyisten und Bonzen Demokratie sind. Auch glaube ich das 10 Lobbyisten mehr Einfluss haben als 30 Millionen Bürger.
Den oben erwähnten Text von Herrn Niggemeier haben sie dann augenscheinlich nicht gelesen, oder? Dieses Thema wird dort nämlich auch gut abgehandelt. ;-)

Ich bin heute durch einen Artikel der SZ bei Krautreporter gelandet und fand die Buchkritik, zwar wirklich lang, aber sehr amüsant und interessant. Besonders weil dort eben auch eine ganze Reihe an "Fakten" des Buches aufgezeigt und durch Analyse der Quellenangaben zerlegt wurden.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt wie es mit Krautreporter weitergeht und kann nur Erfolg wünschen.

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orthos 24.10.2014, 14:43
9. Ich will für mein Geld

1) Ich will für mein Geld keine Copy&Paste-Artikel, die 1 zu 1 von der DPA oder Ähnlichen übernommen wurden.
2) Ich will für mein Geld neutrale, politisch ungefärbte Berichte.
3) Ich will für mein Geld Fakten und keine Vermutungen und Spekulationen.

4) Ich will für mein Geld Nachrichten und keine Sensationshascherei.

Das findet man leider in den Massenmedien nicht (mehr).
Und deshalb würde ich auch nicht für SPON und seine Konkurenz bezahlen...

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