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Krise der SPD: Versucht es doch mal mit Sympathie
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Auf ihre miesen Wahlergebnisse und Umfragewerte reagiert die SPD mit maximal langweiligen Verweisen auf ihre Sachpolitik. In emotionalen Zeiten wie diesen sollte sie eher Sympathiepunkte in sozialen Medien sammeln.

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SethSteiner 31.10.2018, 16:04
1. Distanzierung

Über Distanzierung hat die SPD die besten Chancen. Hartz IV, die Agenda 2010 war schlecht. Eine Distanzierung, Verurteilung und Entschuldigung dieser Zeit, so wie klare Pläne für ein Bedingungsloses Grundeinkommen und Arbeitsmarktreformen würden Wunder wirken beim Wähler. Man lässt sich dauernd von Rechts hertreiben und tut zu wenig um zu vermitteln, dass man aus den eigenen Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.

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urbanism 31.10.2018, 16:11
2. 150% Zustimmung Herr Lobo!

150% Zustimmung Herr Lobo!!!
Hatte dass nicht auch das Gutachten der SPD zum Vorschein gebracht, was die Parteigenossen in Auftrag gegeben haben aber dann demonstrativ mit Nichtachtung gestraft haben. Die Wahrheit will halt keine hören.
Vielleicht sollte die SPD dringend Frau Barley zum Chef machen statt sie nach Brüssel zu schicken, ich denke das könnte klappen
Das wird im übrigen auch die CDU merken nachdem Frau Merkel sich immer mehr zurück ziehen wird. Denn wenn sie auch teilweise strittig ist, so bekommt sie von allen CDU ler m.E. noch die meisten Sympathien von den Wählern. Wer weiß wo die CDU ohne Merkel wäre, vielleicht da wo die SPD jetzt ist.

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mundusvultdecipi 31.10.2018, 16:16
3. Das BGE muss es nicht...

Zitat von SethSteiner
Über Distanzierung hat die SPD die besten Chancen. Hartz IV, die Agenda 2010 war schlecht. Eine Distanzierung, Verurteilung und Entschuldigung dieser Zeit, so wie klare Pläne für ein Bedingungsloses Grundeinkommen und Arbeitsmarktreformen würden Wunder wirken beim Wähler. Man lässt sich dauernd von Rechts hertreiben und tut zu wenig um zu vermitteln, dass man aus den eigenen Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.
..unbedingt sein.Aber eine deutliche Erhöhung der Grundsicherung im Alter auf 1.000,- EURO wäre wichtig.Die Altersarmut wird in 10 Jahren der grösste Sprengstoff in diesem Land sein.Nich Europa und nicht die Digitalisierung!

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phg2 31.10.2018, 16:16
4.

Ich finde den Stegner durchaus sympathisch.
Sascha Lobo stellt hier dem Wähler doch ein arges Armutszeugnis aus.
Ich glaube da eher an das was Hermann Höcherl mal sagte - machen wir uns nix vor, es wird mit der Brieftasche gewählt.

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lodidodi888 31.10.2018, 16:22
5.

Warum so kompliziert? Der Niedergang der SPD begann mit dem Schwenk nach rechts, Hartz 4, Afghanistan Krieg, Steigerung der Waffenexporte usw und setzte sich mit jedem weiteren Seeheimer fort. Wenn die Partei als unterscheidbare Alternative zur Union wahrgenommen werden will (will sie das?) hilft nur eine Abkehr von diesem Kurs und eine Auswechslung allen Personals das mit dieser Zeit in Verbindung zu bringen ist. Corbyn und Sanders machen es vor. Wird in Deutschland aber nicht passieren, ich prognostiziere den Gang der französischen Sozialdemokratie.

Schade dass der Autor die weitere Personalisierung der Politik nach amerikanischem Vorbild vorantreibt und falsche PR als Wurzel des Problems sieht anstatt mal über Inhalte zu reden.

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izach 31.10.2018, 16:24
6. Die SPD hat keine Sympathieträger.

Oder wer sollte das sein? Die Nahles oder der Stegner oder gar unser Hugo Boss Model auf Reisen. NEIN!!! Sympathisch ist höchstens die Justizministerin aber das ist offensichtlich viel zu wenig. Die Groko Jahre haben der SPD nicht nur die Sympathie sondern auch die Kompetenz weg- gemerkelt.

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BettyB. 31.10.2018, 16:25
7. Klar doch

Spätpubertäres Nahlesen ist wahrlich nicht der Aufbruch. Aber das Rumgenöhle an der Agnda 2010 auch nicht, denn die Schwarzen hätten unter Merkel viel antisozialer reagiert und werden es unter dm Profi.Reichenschützer Merz erst recht tun. Kluge, ruhig vorgetragene Sozialpolitik aber durch die Kontrolleure der vereinten kapitaltreuen Medienschaffer durchzusetzen, das dürfte trotzdem schwer werden. Scholzsche Ruhe könnte ein geeignetes Mittel sein, denn wenn er dann mal lächelt, ahnt er zumeist, dass Zuschauer etwas begriffen haben könnten. Dazu eine Koalition mit dem Prof. phil. Habeck - und die Welt könnte hoffnungsfroher betrachtet werden.

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kasimirspiegel 31.10.2018, 16:31
8. Sie würden ja gern..

...aber was dann rauskommt, ist immer " klein-klein", weil CDU und CSU nicht mitmachen. Also noch größer
denken und fordern, damit dann etwas Vernünftiges dabei herauskommt. Übrigens machen wir doch eine
Dreier-Gruppe daraus, auch Manuela Schwesig kommt positiv rüber. Nahles ist ja nicht schlecht, nur ihr "Humor" stößt viele ab.

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VolkerK 31.10.2018, 16:48
9. Nicht nur die Sympathie...

Es ist nicht nur die mangelnde Sympathie, mit der die SPD sich seit der Nachschröderzeit in den Graben fährt. Die ist meiner Meinung nach sogar nur ein nachrangiger Bewegungsvektor.
Ich sehe da als Hauptursache eine Gelähmhtheit - bewusst im Passiv formuliert, da ich bei der SPD kaum was aktives wahrnehme.
Exemplarisch sehe ich da den sog. "Wahlkampf 2017", der "Schulzzug".
Schulz lag als passender Kandidat schon 2016 auf der Hand. Er zeigte Kante gegen rechte Abgeordnete im Europaparlament, zeigte Anstand, zeigte Emotionen.
"Ja!", dachte ich, "Das ist Euer Kandidat!"
Als erstes verstrich Zeit, dann sprang Frank Stauss ab, der alleine 16 SPD-Kampagnen (die Zahl ist aus Wikipedia, kann abweichen) gedeichselt hatte, u.a. für Hannelore Kraft, Malu Dreyer und Klaus Wowereit.
Ok, genau genommen sprang er nicht ab: Er teilte lediglich mit, dass jetzt der Zeitpunkt verstrichen sei, bis zu dem man eine erfolgversprechende Kampagne anfangen müsse und er daher nicht mehr zur Verfügung stünde.
Danach verstrich wieder Zeit und dann wurde Schulz Kandidat. Und wurde im Wahlkampf immer dann, wenn er emotional wurde, entweder ausgebremst oder schlecht gecoacht und relativiert.
Schließlich musste der Schulz-Zug nicht nur auf halber Strecke stehen bleiben, weil die Kohlen nicht reichten, er fuhr auch noch auf dem völlig falschen Gleis.
Die SPD ist so in sich selbst verfangen und verstrickt, so in Details verzettelt dass sie sich vielleicht besser neu gründet.
Ohne Exvorsitzende, die sich ungefragt als Erzengel aufspielen.
Mit jungen, agilen Menschen an der Spitze, die einfach deshalb sympathisch wirken, weil sie Emotionen zulassen und nicht kleinkrämerische Sachpolitik machen.
Die das Große Ganze sehen und nicht auf einer Streichung von 12 der gefühlt 700 ALG-II-Sanktionsgründen aus dem SGB herumreiten, als hätten sie den Heiligen Gral gefunden.
Dann wird es vielleicht wieder was.

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