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Kritik vom Verbraucherschutzministerium: Facebooks Datenrichtlinie muss konkreter wer
Facebook

Zu lang, zu unkonkret, zu wenig beeinflussbar: In einem Brief zerpflückt Verbraucherschutz-Staatssekretär Ulrich Kelber Facebooks neue Datenrichtlinie.

envoye 30.12.2014, 17:26
1. es gibt nur 2 Möglichkeiten...

akzeptieren und sich preisgeben oder alle Inhalte löschen und sich von Facebook verabschieden.

Ich selbst bin mir noch nicht schlüssig, wie ich mich entscheide. Einerseits stinkt mir die Allmacht von FB, andererseits halte ich so Kontakt zu Familie (im Ausland) und Interessengruppen, die für mich wichtig sind.
Allerdings versuche ich so wenig wie möglich von mir preiszugeben, außer Dinge, die man ruhig wissen darf; und ich habe keine App auf meinem Smartphone installiert, denn dort hat die Schnüffelei von FB ein nicht akzeptables Ausmaß angenommen.

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donadoni 30.12.2014, 17:30
2. Ich war ca. ein Jahr bei Facebook...

...und bin dann wieder ausgestiegen, wobei das "endgültige" Abmelden gar nicht so einfach war. Es war nur sehr versteckt überhaupt zu erkennen, wie man sich abmelden kann.

Man sollte auf dieser Plattform mit Bekannten von früher und heute in Kontakt treten können, was mir teilweise gelang. Man hat sich über alte Zeiten ausgetauscht. Aber irgendwann ist das Thema erschöpft. Und dann?

Der Vorteil war, mit Nennung des Namens jemand anzuschreiben, dessen E-Mail-Adresse man nicht kennen musste, wenn er denn antwortete. Ein weiterer Vorteil war und ist es, zumindest zu sehen, ob der andere überhaupt die Nachricht geöffnet hat, was man bei E-Mails nicht erkennen kann.

Man fragt sich aber: Wo liegt für Mr. Zuckerberg das Geschäft? Aus Menschenfreundlichkeit betreibt vor allem ein US-Amerikaner keine Plattform. Es kann nur der Verkauf von Daten sein, um dann anderen Firmen die Möglichkeit zu bieten, ihrerseits den Mitgliedern Geschäfte einzureden.

Ich bin jedenfalls froh, aus dieser dubiosen Sache (hoffentlich) wieder schadlos draußen zu sein. Nicht alles, was neu ist, muss gut sein. Ich bin in Sachen Facebook dann gerne altmodisch.

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fridagold 30.12.2014, 17:41
3. Genau wie bei Google und Co.

Zitat von donadoni
Man fragt sich aber: Wo liegt für Mr. Zuckerberg das Geschäft? Aus Menschenfreundlichkeit betreibt vor allem ein US-Amerikaner keine Plattform. Es kann nur der Verkauf von Daten sein, um dann anderen Firmen die Möglichkeit zu bieten, ihrerseits den Mitgliedern Geschäfte einzureden
Wie bei fast allen Internetdiensten liegt das Geschäft in der Werbung. Facebook lässt sich Anzeigenschaltung und Hervorhebung von Nachrichten gut bezahlen.
Was soll Datenverkauf bringen? Wer sollte die Daten kaufen? Die Daten werden direkt genutzt, um Werbung zielgruppengerecht zu schalten. Dafür müssen sie nicht verkauft werden.

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El pato clavado 30.12.2014, 17:41
4. Warum überhaupt erst mitmachen ?

Das war doch immer nur eine Datensammelmaschine,
aber alles, wasaus USA herüberschwappt, ist ja so
lifestyle geil

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götzvonberlichingen_2 30.12.2014, 17:44
5. Schön

Schön das man sich des Themas Datenschutz annimmt. Ist man ja bei dieser Regierung nicht unbedingt gewohnt. Allerdings ist die Teilnahme bei Facebook freiwilliger Natur. Wer nicht will, muss nicht.
Aber es ist so schön bei Facebook und Google. Da kann man so schön den Datenschützer geben. Tut der eigenen Regierung nicht weh und man kann so tun als ob das Thema ernst genommen würde.
Was dabei rauskommt? Nichts vermutlich. Aber das kennt man ja. Denn wenn es um den Datenschutz seiner Bürger geht, ist von unserer Bundesregierung wenig bis keine Hilfe zu erwarten.

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gucky2009 30.12.2014, 17:55
6. Facebooks Datenrichtlinie

Sin diese beiden Worte nicht ein Widerspruch in sich?

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donadoni 30.12.2014, 18:12
7. Das sind wir uns also einig...

Zitat von fridagold
Wie bei fast allen Internetdiensten liegt das Geschäft in der Werbung. Facebook lässt sich Anzeigenschaltung und Hervorhebung von Nachrichten gut bezahlen. Was soll Datenverkauf bringen? Wer sollte die Daten kaufen? Die Daten werden direkt genutzt, um Werbung zielgruppengerecht zu schalten. Dafür müssen sie nicht verkauft werden.
....dass es diesen Diensten nicht um das geht, was sie vorgeben, zu sein, im Falle Facebook um angeblich "soziale Kontakte", sondern um verkappte Benutzung der Teilnehmer zum eigenen Profit.

Wer wirklich soziale Kontakte pflegen will, der hat zumindest vom anderen eine E-Mail-Adresse oder eine Telefon-Nummer und braucht kein Facebook.

Alles andere ist Selbstlüge. Alte Bekannte von früher aus Schule, Ausbildung, Studium etc. interessieren sich nur in seltenen Fällen für das Gestern, sondern kümmern sich sinnvollerweise um das Heute. Sie sind dann auch nicht mehr an Kontakten interessiert oder können sich, selbst wenn sie es wollen, gar nicht mehr erinnern. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.

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Steve Holmes 31.12.2014, 17:05
8.

Zitat von donadoni
Wer wirklich soziale Kontakte pflegen will, der hat zumindest vom anderen eine E-Mail-Adresse oder eine Telefon-Nummer und braucht kein Facebook.
Ich habe einige Menschen von früher auf Facebook wieder getroffen von denen ich keine E-Mail-Adresse oder eine Telefon-Nummer mehr hatte und wir fanden das sehr schön.

Aber zum Glück ist es ja freiwillig und niemand wird gezwungen da mitzumachen.

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