Forum: Netzwelt
Künstliche Intelligenz: So schlau wie eine Frau?
Corbis

Maschinen werden klüger, da sind sich die Experten einig. Werden sie bald schlauer sein als wir Menschen? Oder doch erst einmal nur niedliche elektronische Haustiere? Ein Forscher, ein Philosoph, Unternehmer und Erfinder geben Antworten.

Seite 1 von 11
Ringmodulation 19.01.2016, 16:19
1. Die Experten sind sich NICHT einig!

Roger Penrose hat seinen Standpunkt 1989 in seinem Buch "The Emperor's New Mind" dargelegt und als Reaktion auf Kritik aus Kreisen der Strong-IA-Anhänger nur insofern modifiziert, als er jetzt nicht mehr davon spricht, wir _wüssten_, dass gewisse Axiome widerspruchsfrei sind, sondern nur noch, dass wir _glauben_, dass sie es sind. Ansonsten haben seine Argumente dem jahrelangen Shitstorm die künstlichen Intelligentsia standgehalten. Letzterer Ausdruck stammt übrigens von Joseph Weizenbaum, einem weiteren (aber inzwischen verstorbenen) Experten, der dem Zeitgeist vom "intelligenten" Algorithmus nicht einfach so folgte. Verdienter Veteran in Sachen Enttarnung der vermeintlich intelligenten Computer ist John Randolph Lucas. Die im Artikel behauptete Einigkeit der Experten ist Propaganda der KI-Enthusiasten. Niemand sollte darauf hereinfallen! Verantwortlich für die Folgen des Computereinsatzes bleibt immer der Mensch, der den Computer einsetzt. Es verklagt ja auch niemand den bissigen Hund, der freilaufend Jogger verletzt. Und das, obwohl der Hund -- im Gegensatz zum Computer -- Bewusstsein besitzt.

Beitrag melden
AlecSandra 19.01.2016, 16:20
2. Wieso lautet die Überschrift

....und nicht "intelligent wie ein Mensch"? Soll das Klicks generieren? Im Artikel ist weder von "Schläue" die Rede noch davon, dass Intelligenz, Klugheit oder auch Schläue irgendwie geswchlechterspezifisch oder -verschieden wären.

Beitrag melden
syracusa 19.01.2016, 16:22
3. falscher Ansatz

KI-Enthusiasten wie Jürgen Schmidhuber gehen von einem absurd falschen Modell der Intelligenz aus. Sie ignorieren, dass die menschliche Intelligenz in einem evolutionären Prozess heraus gebildet hat, der es dem Menschen möglich machte, sich besser an seine Umwelt anzupassen.

Ja, ich denke schon, dass, wenngleich auch nicht in besonders naher Zukunft, eine KI beispielsweise endlich eine vereinheitlichte Feldtheorie finden kann, nach der die Physik nun schon seit bald 100 Jahren sucht. Aber es gibt etwas, was die KI dann noch lange nicht kann: die Frage nach einer vereinheitlichten Feldtheorie zu stellen, und das als eine sinnvolle Aufgabe zu verstehen, in deren Lösung man lohnenswert Aufwand investieren kann.

Eine KI zu konstruieren, die der Vorstellung Schmidhubers entspricht, setzt unendlich mehr voraus als die Schaffung eines extrem leistungsfähigen Computers. Diese Aufgabe entspräche der der Schaffung eines komplett neuen Lebewesens, das nicht die Ziele des Menschen, sondern seine eigenen Interessen verfolgt. Von solchen Möglichkeiten sind wir noch unendlich weit entfernt.

Beitrag melden
flexier 19.01.2016, 16:26
4. Damit wollte der Autor...

Zitat von AlecSandra
....und nicht "intelligent wie ein Mensch"? Soll das Klicks generieren? Im Artikel ist weder von "Schläue" die Rede noch davon, dass Intelligenz, Klugheit oder auch Schläue irgendwie geswchlechterspezifisch oder -verschieden wären.
...seine (Reim-) Intelligenz zur Schau stellen...Schlau wie Frau.

Beitrag melden
spon-facebook-552706950 19.01.2016, 16:28
5. LOL... Ich werde keine KI mehr erleben...

Da wir noch nicht mal in der Lage sind unser eigens Gehrin umfänglich in der Gänze zu verstehen, also wie Bewustein ensteht und wann, aber bereits in der Lage sein sollen in der nahen Zukunft eine echte KI zu bastelen.... Ja das ich nicht lache... Ich habe nicht mal einen Ansatz geshen der das hinbekommen sollen, Biologische Gehirne arbeiten nicht binäre software, da sind noch Welten dazwischen...

Beitrag melden
blue1elephant 19.01.2016, 16:35
6. ich lese nirgendwo, dass sich die Experten einig sind

Zitat von Ringmodulation
Roger Penrose hat seinen Standpunkt 1989 in seinem Buch "The Emperor's New Mind" dargelegt und als Reaktion auf Kritik aus Kreisen der Strong-IA-Anhänger nur insofern modifiziert, als er jetzt nicht mehr davon spricht, wir _wüssten_, dass .....
@ #1
Also ich lese in dem Artikel dass sich die Experte nicht einig sind. Wo wird behauptet dass sie sich einig sind?

Beitrag melden
Barxxo 19.01.2016, 16:45
7. Glaube und Hoffnung

Die Diskussion um künstliche Intelligenz verfolge ich nun schon seit den 80ern. Seit damals scheint es immer nur eine Sache von ein paar Jahren zu sein, bis es echte künstliche Intelligenz gibt.
Trotzdem sind wir praktisch heute von der Erschaffung eines elektronischen Gehirns auf menschlichem Niveau noch genau so weit entfernt, wie 1980.
Vielen KI- Begeisterten ist einfach die Komplexität des menschlichen Gehirns nicht bewusst.
Man benötigt die Rechenleistung eines heutigen Smartphones um das Verhalten eines einzigen menschlichen Neurons zu simulieren, und von denen haben wir ca. 16 Milliarden, die wiederum sind untereinander über ca. 1Billiarde Synapsen verbunden.

Beitrag melden
flexier 19.01.2016, 16:56
8. Hmmmm....

"Sie ignorieren, dass die menschliche Intelligenz in einem evolutionären Prozess heraus gebildet hat, der es dem Menschen möglich machte, sich besser an seine Umwelt anzupassen."

Ich bin zwar durchaus ein Anhänger der Evolutions Theorie, aber die Aussage geht mir dahingehend zu weit als das sie Intelligenz und Bewusstsein gleichsetzt (obwohl Sie letzteres nicht erwähnt haben) und weil diese Theorie keine Aussage über die Herkunft von Intelligenz und Bewusstsein macht. Und es gibt auch (ausser religiöser oder philosphischer) keine wirklich wissenschaftlich empirisch nachweisbaren Erklärungsmodelle.

Eines kann allerdings mit Sicherheit gesagt werden: Um sich an die Umwelt besser anzupassen, ist weder Intelligenz noch Bewusstsein erforderlich. Und im Umkehrschluss kann man zumindest bezweifeln ob die menschliche Intelligenz langfristig und somit Evolutionstisch betrachtet zu seinem Vorteil ist.

Beitrag melden
carlogix 19.01.2016, 17:00
9. Vertrauen

KI oder wie auch immer die Algorithmen heißen. Es kommt darauf an, was wir mit den Maschinen machen. Allerdings kann man pessimistisch sein, wenn man schon heute sieht wie computergläubig wir sind. Da braucht einer/eine nur eine Super Graphik vorlegen oder behaupten, dass die Software eine Lösung gefunden hat, schon glauben wir es und handeln danach. Da fragt sich wer ist von wem abhängig. Mehr Kontrolle und bessere Kontrolle unserer eigenen Gedanken sind angesagt.

Beitrag melden
Seite 1 von 11
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!