Forum: Netzwelt
Laptops ohne Intranetzugang: Rechnungshof rügt Digitalisierungsprojekt der Bundeswehr
sepp spiegl / imago images

Mehr als 170 Millionen Euro gibt die Bundeswehr für Zehntausende Laptops aus - damit die Soldaten mobil Arbeiten können. Allerdings bleiben die Rechner noch lange offline - der Rechnungshof übt harsche Kritik.

Seite 1 von 7
stelzerdd 06.11.2019, 08:26
1. Sicherheit

Klar, es ist unbedingt notwendig, daß jeder Soldat jederzeit auch von zu Hause aus Zugang zu allen möglichen vertraulichen Informationen der Bundeswehr hat.
Das werden alle nur denkbaren Bösewichte sehr gern hören.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Andreas Be. 06.11.2019, 08:33
2. Was erwartet man auch

von einem Laden, der nicht mal in der Lage ist seine Soldaten mit neuem Schuhwerk auszustatten. Wie sollen die auf einmal ein IT-Konzept erstellen geschweige denn umsetzen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wasistlosnix 06.11.2019, 08:46
3. Wo ist das Problem?

20% können sich dann remote anmelden und arbeiten. Also außerhalb von Kasernen etc.
Warum muss man heute noch eine mobile Arbeitsmöglichkeit erklären um die Kosten dafür zu genehmigen? Das ist einfach Standard aber wahrscheinlich muss man bei der Bundeswehr auch begründen warum ein Soldat einen Kampfanzug und Stiefel benötigt wenn er gerade nicht im Einsatz am Hindukusch ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wasistlosnix 06.11.2019, 08:49
4. @1

Wo ist der Unterschied ob sich ein Soldat vertrauliche Unterlagen mit nach Hause nimmt oder elektronisch abruft.
Ich denke mal nicht das die diversen Geheimdienste unserer Freunde hier noch keinen Zugang haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
williuempfi 06.11.2019, 09:06
5. waren da nicht externe Berater beteiligt ?

wie konnte das passieren, zur Sicherheit hate doch Fr. von der Leyen alles an externe Berater gegeben. Hat da gegebenfalls ein hochbezahlter Berater etwas übersehen (aus eigener beruflicher Erfahrung, meist haben die Damen und Herren einen sehr eingeschränkten Blick und klammern alles aus was nicht in ihr Weltbild passt).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
option@l 06.11.2019, 09:11
6. Neuland

Man muß immer wieder staunen, was normale Unternehmen täglich für Meisterleistungen vollbringen, um ihre IT am Laufen zu halten, während die Verantwortlichen UvdL und nun AKK offenbar noch nicht mal verstanden haben, was sie da eigentlich bestellen. Wie wär‘s mit USB-Sticks, die mit „Vertraulich“, „Geheim“ und „Streng Geheim“ beschriftet sind? Hat doch bei den Aktendeckeln 200 Jahre lang gut funktioniert...oh man.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Grzegorz 06.11.2019, 09:22
7. Das waren ja Schnäppchen

Wenn man für 173 Millionen Euro 61000 Laptops kauft, dann haben die pro Stück lediglich 2840 Euro gekostet. Und das bei der Abnahmemenge. Wo hat sich die Bundeswehr denn da wieder über das Ohr hauen lassen. Da hat dann Apple bestimmt das Geschäft seines Lebens gemacht. Privat würde kaum einer so viel Geld für relativ kurzlebige Hardware ausgeben. Die Hälfte hätte sicher auch gereicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chico11mbit 06.11.2019, 09:35
8. Aws

Die gemietete Amazon-Cloud hat nur 12.000 gleichzeitige Loginslots. Man ging davon aus, dass diese Zahl bei dem kauputten Fuhrpark sowieso nicht gleichzeitig in den Krieg ziehen können. Desweiteren ist ein Upgrade zu teuer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stelzerdd 06.11.2019, 09:35
9. Nachdenken!

Zitat von wasistlosnix
Wo ist der Unterschied ob sich ein Soldat vertrauliche Unterlagen mit nach Hause nimmt oder elektronisch abruft. Ich denke mal nicht das die diversen Geheimdienste unserer Freunde hier noch keinen Zugang haben.
"Wo ist der Unterschied ob sich ein Soldat vertrauliche Unterlagen mit nach Hause nimmt oder elektronisch abruft."

Das kann man durch einfaches Nachdenken herausfinden. Es ist der Zugang. Eine Person mit einer dokumentierten Zugangsberechtigung kann man nicht einfach durch eine andere ersetzen, welche die wirklich berechtigte Person simuliert. Bei vernetzten Systemen ist der Zugang von überall her möglich, das Simulieren einer Identität ist, wie jeden Tag bewiesen wird, einfacher. Und sei es durch menschliche Schlampigkeit.
Und der Frager weiß das ja auch: "Ich denke mal nicht das die diversen Geheimdienste unserer Freunde hier noch keinen Zugang haben." Ich fürge hinzu: Nur die unserer Freunde?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7