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Leck bei Biometrie-Firma : Mehr als eine Million Fingerabdrücke online zugänglich
Sven Simon / imago images

Sicherheitsforscher haben ein riesiges Datenleck bei einem Anbieter für biometrische Zutrittskontrollen entdeckt. Mindestens eine deutsche Firma ist betroffen.

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steingärtner 14.08.2019, 13:40
1. Kennt man schon von anderen Hacks

Die Nutzer bekommen vom Dienstleister eine Mail, mit der Aufforderung ihre biometrischen Passwörter zu ändern. Problem gelöst.

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grumpy53 14.08.2019, 13:46
2. ja nee, is klar

Bargeld abschaffen, alles nur noch digital, Alexa wird abgehört, whatsapp gehackt, aber wir alle lieben den digitalen Wahnsinn, weil wir ja nix zu verlieren und zu verbergen haben. Ich kann nur staunen. Am liebsten möchte man fernab von jeder Drohne, jedem Rechner, jedem Satellit, jeder Überwachung einfach nur mal leben und sein.

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tuvalu2004 14.08.2019, 13:54
3. Wer hätte das gedacht

Ach ja, alle die gewarnt haben biometrische Daten zu verwenden. Aber das waren ja nur Kids, Technologieleugner oder Spinner - war der Duktus der Befürworter nicht so ähnlich? Und meint die Politik, denen gerade eine Maschinenpistole der Polizei abhanden gekommen ist, nicht auch, das alle Daten die der Staat und seine Behörden so sammeln -- total sicher seien? Die Londoner Metropolitan Police war zumindest völlig überzeugt davon. Erwarte die Abwiegelungen, Relativierungen und die Bekräftigung in die Sicherheit deutscher Daten minütlich.

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hman2 14.08.2019, 13:56
4. Super. Und was machen die betroffenen Personen?

Passwort wechseln geht ja nicht. Also Finger auswechseln? Viel Spaß...

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Leonia Bavariensis 14.08.2019, 14:21
5. Die Warnung war schon vorher da

Es hat nur eine Weile gedauert, bis der Schadensfall tatsächlich offensichtlich wurde.

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Frank Klipp 14.08.2019, 14:25
6. Biometrische Daten...

... genießen im Europäischen Datenschutzrecht besonderen Schutz. Sie dürfen nur verarbeitet werden, wenn die Erlaubnistatbestände des Artikel 9 vorliegen. Der Tatbestand ‚Zutritt zu einem Hochsicherheitsbereich‘ scheint mir nicht dabei zu sein. Der Einsatz von Fingerprint-, Iris- oder Handflächenscannern wird deshalb auch von Betreibern solcher Bereiche nicht mehr als erste Wahl angesehen.

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Bibs1980 14.08.2019, 14:53
7. Speichert alles in der Cloud haben sie gesagt

...da ist es sicher, haben sie gesagt.

Wieso landen Biometrie-Daten überhaupt beim Hersteller einer Zugangskontrollsoftware? Das ist für mich dermassen verantwortungslos - sowohl vom Hersteller als auch von den einsetzenden Firmen.

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kumi-ori 14.08.2019, 14:59
8.

Das „ Leck“ zieht sich durch alle Wirtschaftsbereiche. Seit Ferdinand Lopez, Man of the Year xy, herausgefunden hat, dass Qualitätskontrolle uncool ist, verzichten die Hersteller gerne darauf, sich mit den Folgen ihres Handelns auseinanderzusetzen. Hauptsache, erstmal verkauft. Ob es sich nun um kriminelle Regelverletzungen bei den Herstellern von Brustimplantaten und Dieselfahrzeugen handelt, um Glyphosat oder eben um automatisierte Daten-Erfassungssysteme, in der Wirtschaft gibt es kein Unrechtsbewusstsein. Gefängnisse werden grundsätzlich nur noch für die arbeitende Bevölkerung gebaut.

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Kamillo 14.08.2019, 15:10
9.

Zitat von steingärtner
Die Nutzer bekommen vom Dienstleister eine Mail, mit der Aufforderung ihre biometrischen Passwörter zu ändern. Problem gelöst.
Du meinst die sollen mal neue Fingerabdrücke in die Haut schnitzen? Mal eben neue Pupillen einpflanzen? Sich eine neue Nase transplantieren lassen? Jojo, dat!

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