Forum: Netzwelt
Leistungsschutzrecht: Die Eigentorheit der Verlage

Schon am kommenden Freitag könnte das Leistungsschutzrecht für Presseverlage den Bundestag passieren. Das wäre ein Fehler. Das Gesetz schützt die Presse nicht, wird dafür aber seine zahlreichen Kritiker gegen die Verlage aufbringen.

Seite 6 von 20
schienbeinschoner 26.02.2013, 15:21
50.

Zitat von hitori
Zeigen Sie mir doch mal bitte ein einziges konkretes Beispiel wo Google etwas "republiziert". Bitte!
Geben Sie mal den Namen einer beliebigen Stadt ein, prompt bekommen Sie die aktuellen Wetterdaten, Bevölkerungszahlen etc. serviert. Auf Google. Das sind nur ein paar Infos, diese erübrigen aber den Weg zu den Quellen der Informationen. Google liest diese Infos aus und stellt sie auf seiner Seite bereit, erhöht damit sein Serviceangebot.

Eine etwas größerer Umfang an "Republikation" stellt die neue Bildersuche dar: (Verteidige Dein Bild: Protestseite gegen neue Google Bildersuche) Hier plant Google bilder zu publizieren, ohne die User auf die Quellseiten zu leiten (Derzeit Status Quo).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wavuu 26.02.2013, 15:24
51.

Zitat von schienbeinschoner
Nun, wenn aber der Taxifahrer sie nicht mehr aus seinem taxi ausstiegen lässt, und ihnen das eben im Restaurant gestohlene (Geborgte?) Essen auf dem Rücksitz seines Taxis serviert, dann wäre es zumindest gebote, darüber nachzudenken, wie man das Restaurant am Leben hält.
Jetzt mussten Sie den Vergleich aber schon arg verbiegen und trotzdem entbehrt er jeder Logik. Hoffentlich hat sich der Vergleich dabei nix getan (oder hinkt er deswegen?)...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
disklord 26.02.2013, 15:25
52. Inhalt?

Zitat von FrankH
Hm, ohne Inhalte keine Werbung oder? Wer liest den Google Werbung auf leeren Seiten?
Ich frag mich ja, wer überhaupt die Werbung beachtet. Passiert aber wohl, denn sonst würde die ja keiner schalten. Aber zwischen Überschriften und kurzen Ausschnitten, die nichteinmal an eine Zusammenfassung herankommen, und dem eigentlichen Artikel sollte man schon noch einen Unterschied machen. Bei Amazon kann man auch Bücher anlesen, bevor man sie kauft. Den ganzen Inhalt muß man dann bezahlen (oder die Originalseite besuchen, die dann selber Werbung schaltet).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prisma-4d 26.02.2013, 15:26
53. ... aus Lebenserfahrung..

Zitat von schienbeinschoner
Woher nehmen Sie den Glauben das eine öffentlich-rechtliche Suchmaschine mehr Einfluss auf die Suchergebnisse nehmen würde als eine private?....
Ein privatwirtschaftliches Unternehmen hat andere (nicht bessere oder schlechtere) Interessen als der "Staat". Nicht alles wovor mich der Staat (...die öffentlich Rechtlichen) schützen willen ist schlecht für mich (als Erwachsener). Eben ein Bestandteil des Lebens.

Und ganz ehrlich... wenn ein Unternehmen ein für mich nachvollziebares Ziel (Gewinn) verfolgt, dann kann ich den Service und seine Quallität besser einschätzen (muss nicht besser sein)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
disklord 26.02.2013, 15:28
54.

Zitat von ArnoNuem
Ohne Inhalt wäre Google nix - null - nada! Indem Google sich anderer Leute Inhalt bemächtigt, verdient Google Geld. Wer auf dem Marktplatz einen Stand aufstellt, soll auch Standgebühren bezahlen. Igr Argument hört sich für mich so an: der Karteffelhändler auf dem Markt verdient sein Geld eigentlich nicht mit seinen Kartoffeln, sondern mit der Werbetafel, die er für Schimmelkäse von Ikea, Rossmann-Waschpulver oder Hengstenberg-Sauerkraut vor seinem Stand aufgestellt an.
Doch google ist eine ganze Menge ohne 'Inhalt'. Was glauben sie wie blöd einen der Infostand am Anfang des Marktes anschaut, wenn man bei ihm nicht nach dem Weg fragt, sondern Kartoffeln kaufen will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
disklord 26.02.2013, 15:29
55.

Zitat von sappelkopp
...muss man aber nicht. Wenn ich als Nutzer einer Suchmaschine nicht mehr die relevanten Presseerzeugnisse in den Ergebnissen finde, dann überlege ich mir schon, ob ich noch die richtige Suchmaschine nutze. Was nutzt mir eine Suchmaschine, die Zensur übt?
Die anderen Suchmaschonen trifft das Gesetz also nicht, oder wie soll man das nun verstehen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ArnoNuem 26.02.2013, 15:30
56. Immer diese doofen Unterstellungen

Zitat von disklord
Eigentlich müßte man meinen, daß sie das Netz noch nie benutzt haben. Wenn ihnen allerdings die Schnipsel die google auf der Suchseite einblendet als Artikel genügen, dann wird da vielleicht ein Schuh raus. Die meisten Leute andererseits besuchen google, um Informationen zu finden und google zeigt ihnen, wo diese zu finden sind. Dies ist eine Leistung, die im realen.....
Ich finde es mühseelig mit Leuten zu diskutieren, die sofort mit Unterstellungen - "Sie haben das Netzt wohl noch nie benutzt" - bei der Hand sind. Für mich geht das ganz gut zusammen: das Netz benutzen und trotzdem seinen kritischen Geist behalten.
Google ist mehr als nur ein Wegweiser auf dem Marktplatz. Deshalb stimmt ihr Vergleich nicht. Google hat einen ziemlich großen Stand und nach Marktlogik muss Google dafür sehr viel Standtmiete abdrücken.
Offensichtlich gibt es einen kaum zu überwindenden Graben zwischen Menschen, die beinahe außschließlich digital denken und solchen, die ihr analoges Gedächnis nicht im Nirvana des Internet versenkt haben. Soviel Bösartigkeit muß jetzt sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ujoteff 26.02.2013, 15:33
57. DPA gehört den Verlegern

Zitat von yshitake
Google ... macht einen Deal mit Reuters und dpa.
Das werden die Zeitungsverleger zu verhindern wissen. Erstens sind sie Gesellschafter der dpa, zweitens gehören sie zu den besten Kunden von Reuters.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
disklord 26.02.2013, 15:35
58. Analogien

Zitat von ArnoNuem
Ihr Vergleich stellt die Tatsachen verquer dar. Ohne Inhalte nützt die Suchmascine nichts. Ohne Stadt könnte ich auch keine Stadtpläne verkaufen
Ist ja süß. Wann bekomm ich denn die Vergütung, weil auf dem Stadtplan mein Wohnhaus zu finden ist?

Mir ist noch kein Stadtplan bekannt, wo ich nicht den Dienst bezahle, der die Karte erstellt hat. Und wenn ich den Stadtplan umsonst bekomme ist er meist mit Werbung gesponsort. Kommt bekannt vor, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schienbeinschoner 26.02.2013, 15:36
59.

Zitat von prisma-4d
Ein privatwirtschaftliches Unternehmen hat andere (nicht bessere oder schlechtere) Interessen als der "Staat". Nicht alles wovor mich der Staat (...die öffentlich Rechtlichen) schützen willen ist schlecht für mich (als Erwachsener). Eben ein Bestandteil des Lebens. Und ganz ehrlich... wenn ein Unternehmen ein für mich nachvollziebares Ziel (Gewinn) verfolgt, dann kann ich den Service und seine Quallität besser einschätzen (muss nicht besser sein)
Hallo Prisma,
ich will da gar keine Wertung zwischen privat und öffentlich treffen. Das Problem am einem privaten Monopolisten aber ist die mangelnde Transparenz: Wenn Realität nur gut genug suggeriert wird, entsteht weder Verdacht noch Argwohn. Dabei neigen wir User, aber zu übersehen dass wir keinerlei Einblick haben wer die Interessen desjenigen, der unserer Realität bestimmt, steuert.
Die globale Reichweite und damit Macht der wenigen Netz-Unternehmen kann sich als sehr problematisch herausstellen.
Ich wundere mich nur dass hier Google so einhellig als eine Art unschuldiger Service-Dienst angesehen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 20