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Liberaldemokratische Hilflosigkeit: Früher oder später tötet der Faschismus
Patrick Pleul/dpa

Medien scheitern im Umgang mit dem Faschismus, meint Sascha Lobo - genau wie die Politik und weitere Teile der Gesellschaft. Im Podcast spricht er mit Grünen-Politikerin Aminata Touré über das Phänomen.

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Dr. Penibel 08.09.2019, 12:51
1. Sachliche Auseinandersetzung vermisst

Sehr geehrter Herr Lobo,
Auch wenn Sie es noch so oft wiederholen wird die Gleichsetzung der AFD mit dem Faschismus nicht richtiger. Was in der derzeitigen Lage schmerzlich vermisst wird ist doch vielmehr eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Programm der AFD und zumindest einmal die Kenntnisnahme von real existierenden Problemen, die derzeit nach Meinung vieler Wähler anscheinend nur von der AFD offen thematisiert werden.

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jonath2010 08.09.2019, 13:02
2. Hören Sie auf damit, Herr Lobo

"Der machtvolle Gewöhnungseffekt tritt ein, die Normalisierung. Den habe ich doch schon so oft im Fernsehen gesehen, da hat er freundlich harmlose Sachen gesagt, und der Moderator ist ihm gar nicht an die Kehle gesprungen, also kann er kein Nazi sein", beschreibt Lobo den angeblich viel zu zahmen Umgang in TV-Talksendungen mit den eingeladenen "Faschisten". Ja, wie jetzt? "An die Kehle springen?" Geht es denn noch militanter, Herr Lobo? Offenbar haben Sie ein echtes und tiefgreifendes Problem mit Vertretern der AfD und ihren Wählern. Hören Sie endlich auf mit Ihren Gewaltfantasien gegen eine Partei, die in freier, geheimer und demokratischer Wahl von 6 Millionen Wählern in den Bundestag gewählt worden ist – und mit 91 Abgeordneten die größte Oppositionspartei im Bundestag darstellt.

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lathea 08.09.2019, 13:13
3. Basis einer funktionierenden....

.....Demokratie ist ein mündiger und politisch gebildeter Bürger. Momentan ist das einfach noch nicht genug gegeben, aber wir werden immer besser und sollten uns noch mehr um politische Bildung der Bevölkerung bemühen.

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olicrom 08.09.2019, 13:28
4. Die wollen und werden es auch nicht verstehen

Die AfD kann in ihrem Programm Kreide verkaufen wie sie will. Sie kann von noch so vielen Wählern in demokratischen Wahlen gewählt worden sein, wie sie will.

All das hatten wir schon: und es endete im grössten Gemetzel der Geschichte. Es bedeutet daher Null. Gar nichts. Schon gar keine demokratische Legitimation. Die AfD ist der Staatsfeind Nummer 1 der Demokratie. Solange sie Neonazis in ihren Reihen duldet und ihnen Einfluss zugesteht.

Jeder AfD - Wähler macht sich mit Neonazis gemein. Ob er will oder nicht, ist völlig wurscht. Er tut es. Und dass das mittlerweile schon Millionen sind, macht ein radikal demokratische Haltung notwendig. Schluss mit Kuscheln und bürgerlichem Quatsch.
Springen wir ihnen an die Kehle, mit allen Mitteln der Demokratie und des Rechtsstaates. Mit Meinung und Kritik. Schließen wir sie aus aus der Gemeinschaft der Demokraten. Die Vortäuscher, Mitläufer und Beschwichtiger. Sehr richtig, Sascha Lobo.

Aber auf keinen Fall lassen wir sie mit ihren Lügen durchkommen.

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jowi.krause 08.09.2019, 14:32
5. Falsch ist hier nur eins:

Nicht Faschismus tötet, sondern Faschisten.
Und zwar die Täter ebenso wie ihre Unterstützer. Mittäter heißt das juristisch.
Und ja, das ist schon gesagt worden. aber nicht oft genug. Die Maske der Bürgerlichkeit kann gar nicht oft genug herunter gerissen werden.
Damit niemand hinterher behauptet, er hätte nichts gemerkt. Wie beim letzten Mal.
Fast alle Tiere lernen aus Erfahrung. Und der Mensch?

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shrufu 08.09.2019, 15:00
6.

Ich finde die Frage "wo kommst du ursprünglich her?" zeigt genau auf wo das Problem liegt. Ich sehe nur einen Grund warum man sowas fragen sollte und zwar wenn man sich für andere Kulturen interessiert und man eigentlich das Gespräch dahin manövrieren will wie es in diesen Land ist. Alles andere wäre entweder das man wissen warum jemand eine andere Hautfarbe hat, was gelinde gesagt ziemlich einfältig wäre, man meint irgendwas daraus (auch unbewusst) ableiten zu können oder man redet einfach nur etwas des Gesprächs Willen. Da all diese Impulse meistens intern laufen und man von außen schwer abschätzen kann wie andere das meinen ist die Frage nun Mal komisch da sie ein Feld aufmacht was nur in sehr wenige Richtungen positiv verlaufen kann. Genügend Leute aus der zweiten und dritten Generation haben auch nicht allzu viel von anderen Kulturen zu berichten da pocs dann "langweilige" deutsche wie jeder andere auch sind.
btw endlich bringt Mal jemand auf natürliche weise englische Begriffe mit in die Sprache.. ich bin teilweise unter ursprünglich deutschen aufgewachsen die ihr ganzes Leben im Ausland verbracht haben.. wenn wir deutsch reden ist genau diese Art zu reden vollkommen natürlich und in nur einer Sprache zu bleiben ziemlich formal. Zum Glück nehmen das jüngere Generationen über die allgegenwärtigkeit von Englisch es genauso wahr und reden einfach so wie es kommt. Dieses ewige rumreiten auf bösen Anglizismen und das sie abgeschafft gehören ist für mich nicht viel mehr als das verzweifelte bestehen darauf das die Welt sich nicht mehr drehen soll und jeder so sein soll wie man selbst Mal war.. auch da für mich einzig valides Argument das ein paar schöne Sprecharten verschüttet gehen. Aber so manches zu ersetzen oder erweitern spricht mMn nichts gegen.. Holländer, Belgier und Schweizer haben seit sehr langer Zeit auch keine Probleme damit. Zum Glück ist der Widerstand auch kaum mehr vorhanden. Auch das türkische finde ich immer noch ziemlich beschränkt. Die deutsche Sprache ist in vielen Punkten schon sehr variabel im Vergleich, andere Sprachen können manches ausgleichen wie zb die vieldeutigkeit des englischen.

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zeisig 08.09.2019, 15:41
7. Gebetsmühlenartig.

Herr Lobo wird nicht müde, die AfD als faschistisch zu bezeichnen. Ich finde dies vermessen, angesichts der vielen anständigen konservativen Bürger, die die AfD wählen. Es reicht, Herr Lobo!

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dasfred 08.09.2019, 16:35
8. Zu Nr.7 zeisig

Wenn anständige Konservative Menschen AfD wählen, sind sie nicht mehr anständig. Was konservativ bedeutet bleibt auch noch offen. Wer weiß, was Hoecke, Weidel, von Storch und Gauland neben allen den anderen Knallcharten dieser Partei bisherigen so alles vom Stapel gelassen haben, ohne ein wirklich nachvollziehbares Parteiprogramm, kann diese Partei nicht ernsthaft in Erwägung ziehen. Wählen, weil man keinen Ahnung hat, ist bei uns erlaubt, aber es ist nicht zielführend.

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kika2012 08.09.2019, 16:40
9. zeisig

Nein, es reicht noch lange nicht. Wer die AFD wählt, ist weder konservativ und schon gar nicht anständig. Faschisten brauchen wir in unserem Land nicht.

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