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"Life is Strange 2" im Test: Ein Spiel, das zu 2018 passt
Square Enix

"Life is Strange 2" erzählt die Geschichte zweier Brüder auf der Flucht - und konfrontiert den Spieler mit amerikanischem Alltagsrassismus und Polizeigewalt. Viele Momente sind unangenehm, aber das ist gut so.

Thomäs 26.09.2018, 19:09
1. Erster Teil war auch mehr als nur Teeny Kram

Also im ersten Teil ging es auch um weit mehr als nur um ein Mädchen das durch die Zeit reisen kann. Es ging um verschwundene Mädchen, missbrauch, psychischer Folter, Mord... nach und nach wurde man immer tiefer in die Abgründe gezogen. Gleichzeitig aber auch um Freundschaft und persönliche Probleme.

Ich glaube das macht die Spiele auch so interessant. Neben den großen Problemen sind die Charaktere eben auch menschlich.

Ich würde Life is Strange auch in einer anderen Liga sehen als Teltale. Diese haben in den letzten 10-15 Jahren so unglaublich viele Spiele herausgebracht. Walking Dead, Game of Thrones, Sam and Max, Back to the Future und noch so viele mehr. Zwar waren einige davon echt gut aber sie haben auch ihren eigenen Markt übersättigt :(

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minay55 27.09.2018, 06:08
2. Mindblowing

Die Spielmechaniken von Life is Strange und Life is Strange before the Storm sind keine große Herausforderung. Dabei geht es jedoch auch gar nicht. In den Geschichten steht zwar das Leben von zwei Teenagern im Mittelpunkt, dich die Geschehnisse mit denen der Spieler konfrontiert wird, haben mit Teenie Kram nichts mehr zu tun. Je weiter die Episoden Fortschreiten, desto mehr überschlagen sich die Ereignisse und sie werden immer heftiger. Der Spieler wird mit Mobbing, Selbstmord, Vergewaltigung und Mord konfrontiert. Selbst simple Alltagereignisse zeigen, wie unfair das Leben laufen kann und die Entscheidung das Leben einer einzelnen Person gegen das von vielen zu opfern oder nicht, hat mich persönlich sehr mitgenommen.
Die Themen werden von den Entwicklern nur Oberflächlich behandelt, mehr Mut den Spieler noch mehr auf diese Art der Ungerechtigkeiten hinzuweisen erhoffe ich mir von Life is Strange 2. Das Spiel wird hoffentlich noch tiefgründiger und mitreißender als die Vorgänger, auch wenn es unangenehm ist, sich damit auseinander zu setzen.

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aha47 27.09.2018, 09:44
3. Telltale

Die Verkäufe bei Telltale bieben aus, weil Telltale (a) seit Jahren quasi das gleiche Spiel verkauft mit (b) einer schlechten technischen Basis und sich (c) die angepriesenen Entscheidungsmöglichkeiten nie wirklich auf den Spielverlauf auswirkten. Wenn Entscheidungsmomente als Farce entlarvt werden, dann ist der Spieler gelangweilt.

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Dark Agenda 27.09.2018, 11:16
4. Vorurteile

Spoiler für Life is Strange 1

Das Spiel hatte diverse Probleme mit Klischees. Zwei Mädels, Punk = gut, Ex-Militär und "Prepper" = böse, religiöses Mädchen = psychisch instabil.
Trotzdem haben die interessanten Charaktere und der Plot die Story noch gerettet also insgesamt ein nettes Spiel.

Aus dem Text oben kann ich schon mal entnehmen: Polizei = Mörder, Mexikaner = gut.
Muss in einem politisch aufgeladenen Klima ein Spiel eine so simple Sichtweise präsentieren?
Den Kommentarbereich der NY Times kann ich lesen ohne 30€ dafür zu berappen.

Nun bin ich kein Trump-Fan aber für Manipulationen ob rechts oder links zahle ich nichts.
Gute Stories sind überraschend und hintergründig, sie sollen keine simple politische Botschaft transportieren, die bekomme ich jeden Tag in den ör Nachrichten vorgekaut.

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philipp_jay 27.09.2018, 14:18
5. Far Cry 5 und politisch?

Was auch immer Far Cry 5 in der Auflistung von "politischen Games" zu suchen hat. In dem Spiel waren einfach alle bekloppt. Zum Teil war mir die Sekte lieber als die übrigen NPCs. Das Spiel konnte sich nicht zwischen GTA artiger Satire und Ernsthaftigkeit entscheiden. Dazu noch spielerische Mängel. Ich war froh das am Ende alle draufgegangen sind.

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loki_loker 28.09.2018, 07:31
6.

Ist das Spiel am PC wie Teil 1 NUR mit Steam erhältlich?
Schade :-(

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FarrenOG 28.09.2018, 12:55
7. Tolles Genre

Für mich persöhnlich sind Spiele wie LiS oder TWD einfach eine tolle Erfahrung. Die zeitlich begrenzten Entscheidungen die man treffen muss, die Möglichkeit, Badass, Arschloch oder "super-duper nett" zu sein und die dadurch teilweise komplett unterschiedlichen Ausgangsszenarien....
Erst letzten Sonntag habe ich auf meiner One wieder mit TWD 2 angefangen, ohne Speicherstand von meiner 360 und die deswegen vom Spiel festgelegten Entscheidungen von Lee aus dem ersten Teil hatten mich echt geschockt. War Lee durch mein Strippenziehen ein verständnissvoller, lieber Kerl, der lieber jede Situation mir Worten klärt als mit Gewalt so erhielt Clementine den Input eines mürrischen Kerls der lieber eine ganze Familie umbringt, als dass Clementine von seiner Verfehlung erfährt. (Es lief dann darauf hinaus, dass ich mir wieder den ersten Teil runtergeladen habe um Clementine den Freund und Beschützer zu geben den das arme Mädchen verdient)
LiS 1 schreckte mich gerade wegen des erwarteten Teeniedramas vor einem Kauf ab, habe ich doch selbst mit meinen 21 Jahren dies gerade erst erfolgreich durchgestanden :), aber LiS 2 triggert mich doch wieder sehr dieser Spielereihe auch eine Chance zu geben.

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