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Linux auf Behörden-PC: München erwägt Rückkehr zu Windows
DPA

Vor zehn Jahren wendete sich die Stadt München von Microsoft ab: Unter weltweiter Beachtung beschloss der Stadtrat die Umstellung der Rathaus-Computer auf das freie Betriebssystem Linux. Nun wird die Wiedereinführung von Windows geprüft.

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pariah_aflame 06.10.2014, 17:00
70.

Zitat von fd53
1. warum bitte hat die Stadtverwaltung München im Jahr 2010 insgesamt 10 000 Windows 7 Client und 200 Server 2008 Serverlizenzen gekauft - wo man doch angeblich Linux nutzt? 2. Warum bitte soll Linux benutzt werden, wenn nach dem Start von Linux sowieso ein Microsoft-Client in einer virtuellen Maschine gestartet wird, damit man mit den Fachanwendungen arbeiten kann? 3. Stimmt es etwa nicht, das von den ursprünglich über 1400 Fachanwendungen auf Windows-Basis noch immer mehr als 600 Fachanwendungen unter Windows betrieben und genutzt werden müssen, weil diese Fachanwendungen auf dem Softwaremarkt nur für die Windows-Welt angeboten werden? 4. Stimmt es etwa nicht, dass die Masse der Userklagen auf die schlampig für den Linux-Client neu programmierten Fachanwendungen und deren inkompatible Dateiformate zurück zu führen ist 5. stimmt es etwa nicht, dass die Stadtverwaltung München zum Datenaustausch mit vielen deutschen Behörden aufwendige Dateiformatkonvertierungen durchführen muss, weil der Standard im Datenaustausch auf Microsoft-Linien basiert? 6 stimmt es etwa nicht, dass der Linux-Basis-Client insgesamt (!) schon 7 mal ausgetauscht werden musste, was jedes mal neue Probleme und Umgewöhnungen für die Nutzer und für die an Linux angepassten Fachanwendungen bedeutete.
bravo, der einzige beitrag bisher mit etwas verstand.

das problem bei limux sind doch nicht die PCs der anwender! natürlich kann jeder beamte genausogut unter einer gescheiten linux-distribution arbeiten wie unter windows.

die admins der stadt münchen haben vom ersten tag an gegen diesen umstieg rebelliert! denn es geht eben nicht um die banale verwaltung eines linux-clients, sondern um genau die dinge, die im zitierten beitrag beschrieben werden.

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mrotz 06.10.2014, 17:01
71.

Zitat von wll
"Egal in welches Referat ich komme, überall kriege ich bestätigt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darunter leiden." Könnte der gute Mann mal bitte ein paar Beispiele anführen, worunter die armen Stadtbediensteten so bitter leiden? Leider schweigt sich der Artikel hierüber komplett aus (da hätte der Verfasser ruhig einmal nachbohren können). Eine vorkonfigurierte Standardinstallation einer vernünftigen Linux-Distribution lässt sich im Normalfall problemlos bedienen und die übliche Bürosoftware (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen) sowie der SAP-Client sind für Linux verfügbar. Man muss sich halt einmal einarbeiten, wenn man nur mit Microsoft vertraut ist, aber das ist ja wohl noch zumutbar. Etwas anders könnte es mit Spezialsoftware zur Gemeindeverwaltung aussehen, aber das ist im Grunde genommen kein Problem des Betriebssystems, sondern der Softwareentwickler. Man kann eben unter beiden Betriebssystemen sowohl Murks als auch gute Programme entwickeln. So pauschal klingt das für mich eher nach mangelnder Einarbeitungsbereitschaft bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung oder ganz profan um eine Schutzbehauptung zur Rechtfertigung der Wiedereinführung von Windows. Aber da besteht natürlich kein Zusammenhang mit dem Microsoft-Umzug nach München...
Ich zitiere mal aus Wiki

"Der TÜV bestätigte nach einem umfangreichen Zertifizierungsprozess die Gebrauchstauglichkeit des LiMux-Basisclients als Benutzerschnittstelle für interaktive Computersysteme nach der ISO Norm 9241–110. "

An solchem scheiß hapert es. Würden die konsequent auf Umsetzung der Userwünsche achten und nicht irgendwelche TÜV DIN Scheiße erfüllen wollen ....

Sähe es besser aus. Die Verwaltungsabläufe sollen zudem browserorientiert implementiert werden7worden sein. Daran wird es wohl hapern. Daß da nicht alles zur verfügung steht, oder schlecht umgesetzt wurde. Es ist nicht Linux per se. Das selbe Vorgehen bei Windows hätte das selbe Ergebnis.

http://de.wikipedia.org/wiki/LiMux#Umstellung_auf_OpenOffice.org

Dann gibts natürlich auch das Problem, wenn jemand nach Münschen ein *neustes format* Microsoft Word Dokument schickt. Sowas ist dann in OpenOffice unbearbeitbar.

Daneben sollte man die mentalität der verwaltungsmenschen auch beachten. Man fragt sich bei vielen wie die überhaupt eine email schreiben können...

mfg

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korfri 06.10.2014, 17:03
72.

Zitat von erotico7
Es wäre dumm wieder auf Windows umzusteigen!
Selbst als Windows-Fan sehe ich das so. Die Lizenzpolitik von Microsoft (für Windows, Office 365 usw.) sollte jeden Bürgermeister vor Zorn erröten lassen.

Wer den Umstieg auf Linux halbwegs hinter sich hat, wird doch jetzt wohl nicht schlapp machen und das dreifache der früheren Lizenzkosten zahlen wollen.

Wenn doch, vermute ich mal Vitamin B als Grund

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DerVO 06.10.2014, 17:18
73.

Ich arbeite in der IT und da sieht man, was Menschen so den ganzen Tag am PC machen. Sie schreiben Emails. Und meistens hängen sie da Word- oder Excel-Dokumente dran.

Man sieht täglich, wie sinn- und nutzlos diese Programme eingesetzt werden. Wie schwer eine sinnvolle Weiterverarbeitung von Informationen durch diese Gedankenlosigkeit oft gemacht wird.

Aber wissen sie was? Nie würde ich empfehlen, den Leuten diese Programme einfach wegzunehmen. Die Reibungsverluste, der Umstellungs- und Schulungsbedarf, die Neuerstellung etablierter Tools und Workflows und - nicht zuletzt - der unvermeidliche Unmut; all das summiert auf einige Tausend EUR Kosten pro Arbeitsplatz und Jahr. Und wieviel genau konnte ich sparen?

Hut ab vor jedem, der die etablierten Wege in Frage stellt und vor den Schwierigkeiten nicht zurückschreckt. Aber wir als kleiner Dienstleister könnten uns das nicht leisten.

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flexier 06.10.2014, 17:22
74. Linux oder Unix als Server sehr gut, aber

als Desktop OS fuer die breite Masse nicht zu gebrauchen. Wäre es anders hätte es sich längst durchgesetzt.

Die einzige Variante die einen mittlerweile nennenswerten Marktanteil hat ist OSX. Nur auch das ist ziemlicher Müll.

Muss aus beruflichen Gründen einen Apple Macbook nutzen und könnte den Laptop gelegentlich an die Wand klatschen. Das OS raucht alle Nase lang ab. Weil einige Apple Standard-Applikation seit Jahren Memory Leaks haben. Da kommt nicht mal mehr ein White Screen of Death, das Ding faengt an langsam zu werden bis es gar nicht mehr reagiert und einfach hängt. Man muss den Power-Button bis zum abschalten drücken. Hab das mindestens zwei bis dreimal die Woche.

Die gleiche Erfahrung hab ich auch auf etlichen Linux Installationen gemacht.

Und schon mal intensiv mit Open Office auf Linux oder OSX rumgespielt? Ich schon. Nicht zum aushalten!

Da ist mir ein Windows XP oder Windows 7 allemal lieber. Windows 8 ist genau wie Vista eine nicht brauchbare Zwischenversion. Das weiss allerdings mittlerweile jeder das nur jede zweite Version von Windows wirklich gut ist.

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DerVO 06.10.2014, 17:24
75.

Zitat von Sphäre
Das hat mit 'mit Linux vertraut sein' nix zu tun. Es gibt 2 Fälle, von denen man hier reden kann. 1. Der Anwender ist nicht dumm, dann ist er faul / sturr / dämlich, weil er es nicht lernen möchte. 2. Der Anwender ist leider wirklich nicht der Hellste und somit nicht in der Lage, sich in ein anderes Werkzeug einzuarbeiten. Dann ist's schlecht, aber für den Job ist er dann wohl einfach nicht zu gebrauchen. Das gibt's, ist nicht dramatisch, aber Realität Ich nehme an, das wohl am ehesten Fall #1 zutreffen wird. Zumindest auf die Mitarbeiter, die sich über das neue System tatsächlich beschweren (Sofern es diese tatsächlich gibt, bzw. sofern es diese im, zum Vergleich zum Vorgänger-System, in gehäufter Form gibt) Und bei Fall 1 hilft wohl nur, nochmal erklären, auf Fragen eingehen und ansonsten auf die Tür verweisen, fertig.
Leider werden sie im Öffentlichen Dienst weder #1 (den Faulen) noch #2 (den Dummen) los. Schon in der freien Wirtschaft ist das ab einer bestimmten Betriebsgröße praktisch unmöglich.

Spaß beiseite. Die IT ist eine interne Dienstleistung - und die kann man nicht erbringen, wenn einem die eigene Ideologie im Weg steht.

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diefreiheitdermeinung 06.10.2014, 17:31
76. Linux ist wunderbar

für Nerds und Leute die nicht müde werden Kommandozeilen auswendig zu lernen um selbst primitive Dinge bewerkstelligt zu bekommen. Ich benutze seit 1984 DOS und dann Windows and habe bereits 4 mal den ersthaften Versuch gemacht umzusteigen. Auf SUSE, Ubuntu, Fedora. Immer wieder aufgegeben weil ganz einfach zu kompliziert für jene, die keine Zeit haben für Spielereien. Linux ist grosse Klasse dort wo das System einmal eingerichtet ist (auch auf PCs) und dann möglichst nie wieder - bis zum Totalaustausch - berührt wird. Oder als Notlösung um mal schnell von einer DVD zu booten und zu surfen. Geht wie eine EINS. Aber wehe man verändert die Peripherie, oder die Software oder Beides....

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randhesse 06.10.2014, 18:04
77. Mutige Aussage

Zitat von rallerollo
Herrscharen von deppen hier unterwegs und nur die wenigsten haben Ahnung von der Materie.. Die meisten Datenbanken die in Behörden benutzt werden sind nunmal so konzipiert das sie hauptsächlich unter Windows funtionieren. Der anwender selbst nicht mal die IT Abteilung im Hause hat einen Einfluss darauf welche Software beschafft wird.. das wird in den Ministerien beschafft. und dann fehlt das Geld für ständige Updates und wartungen usw. Es ist ja nicht so das nur eine Behörde zugang zu den Daten hat.. nein.. aus dem ganzen Bundesland oder oft sogar auch übergreifend.. da fangen dann die Probleme an wenn nicht alle mit dem gleichen Betriebssystem arbeiten.
Wenn man andere der Ahnungslosigkeit bezichtigt, sollte man selbst wenigstens einen "blassen Schimmer" haben.

Erstens kann die Stadt München sehr wohl autonom entscheiden, welche Software sie anschafft.
Hat sie ja bei LiMux auch getan.
Und zweitens sind in München niemals irgendwelche größeren Datenbanken auf Windows- Servern gelaufen.
Vor der LiMux- Umstellung basierte die Server- Landschaft der Stadt auf dem System eines großen deutschen, in München nach wie vor ansässigen, Technologiekonzerns.

Jetzt dürfen Sie raten, von welchem die Rede ist, Herr "Auskenner"!

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olaf_olafson 06.10.2014, 18:57
78. Ich habe das Gefühl Sie schreiben

Zitat von flexier
als Desktop OS fuer die breite Masse nicht zu gebrauchen. Wäre es anders hätte es sich längst durchgesetzt. Die einzige Variante die einen mittlerweile nennenswerten Marktanteil hat ist OSX. Nur auch das ist ziemlicher Müll. Muss aus beruflichen Gründen einen Apple Macbook nutzen und könnte den Laptop gelegentlich an die Wand klatschen. Das OS raucht alle Nase lang ab. Weil einige Apple Standard-Applikation seit Jahren Memory Leaks haben. Da kommt nicht mal mehr ein White Screen of Death, das Ding faengt an langsam zu werden bis es gar nicht mehr reagiert und einfach hängt. Man muss den Power-Button bis zum abschalten drücken. Hab das mindestens zwei bis dreimal die Woche. Die gleiche Erfahrung hab ich auch auf etlichen Linux Installationen gemacht. Und schon mal intensiv mit Open Office auf Linux oder OSX rumgespielt? Ich schon. Nicht zum aushalten! Da ist mir ein Windows XP oder Windows 7 allemal lieber. Windows 8 ist genau wie Vista eine nicht brauchbare Zwischenversion. Das weiss allerdings mittlerweile jeder das nur jede zweite Version von Windows wirklich gut ist.
Ich nutze seit Jahren OS X und Linux ((K)Ubuntu, Mint) und habe von derartigen Problemen nie etwas mitbekommen. Sind Sie sicher, dass Sie nicht mit irgendwelchen ominösen Tools am System rumgepfuscht haben? Das machen viele Windows-Nutzer ja sehr gerne.
Oder Sie haben einen Hardware-Fehler.

Die Speicherverwaltung ist nämlich unter OS X echt top. Besonders seit 10.9 Mavericks kommt man dank der RAM-Kompression deutlich besser mit wenig Arbeitsspeicher aus.

Man sollte wie gesagt die Finger weg lassen von sogenannten Optimierungstools, egal ob es um Arbeitsspeicherverwaltung, Defragmentierung oder sonstigen Kram handelt. Die sind nicht nur unnötig sondern können das System teilweise ziemlich vermurksen.

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umbhaki 06.10.2014, 19:05
79.

Zitat von falrach
ich habe Elster auf openSUSE 13.1 installiert. Funktioniert prima. Die online Übertragung verwende ich nicht und würde sie auch unter Win nicht verwenden.
Bei mir läuft Elster Formular auf Lubuntu. Auch absolut ohne irgend ein Problem. Das gilt auch für die Online-Übertragung.

Aus dem Ubuntuusers-Forum weiß ich, dass auch viele andere Nutzer Elster in L/K/X/Ubuntu nutzen. Probleme treten da nicht häufiger auf als mit irgend einem Windows. Elster Formular ist zwar für Windows geschrieben, aber es ist immerhin recht anspruchslose Software.

Es geht bei Meldungen über solche angeblichen Schwierigkeiten nur darum, quelloffene Systeme madig zu machen. Die Wahrheit spielt da keinerlei Rolle.

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