Forum: Netzwelt
Live-Videos als Terrorhelfer: Machtlos gegen die Gewalt in Echtzeit
DPA

Der Polizistenmörder von Frankreich ließ die Welt per Facebook-Livestream an seiner Tat teilhaben. Der Vorfall zeigt, wie hilflos Netzwerke dem Missbrauch solcher Echtzeit-Funktionen gegenüberstehen.

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otelago 15.06.2016, 13:48
10. ich hatte ein Erlebnis mit

meinem seriösen Emailprovider und Smartphone.

Ohne daß ich in irgendeiner Weise wüsste wieso und warum behauptete der Provider, daß ich vom Smartphone aus ein kostenpflichtiges Zusatzprodukt bestellt hätte. Das sein im angemeldeten Zustand mit 2 Berührungen des Schirms möglich.

Ich weiss dass die sowas einblenden.

Aber ich weiss daß ich es nie wissentlich bestellt habe.

Zum Glück konnte die Bestellung "rückgängig" gemacht werden. Die ich aber niemals durchführte!

Diese Geräte sind letzten Endes lebensgefährlich, irgendwelche anonymen Hotline - Rhetoriker entscheiden plötzlich darüber, wie ICH mich angeblich im Internet verhalten habe.

Es ist absolut inakzeptabel!

Wer weiß was man anderen Leuten da alles unterschieben kann ohne daß der Mensch sich gleichberechtigt wehren kann!

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xineohp 15.06.2016, 13:52
11. Killergames sind virtuell ...

Zitat von einervondenen
An diese Art von Öffentlichkeit werden wir uns gewöhnen müssen. Wer das sehen will, kann das auch – die anderen schalten ab. Ansonsten beginnt hier die Diskussion von neuem, ob Killergames zum töten verleiten. Letztlich besteht die Aufgabe darin, eigenverantwortliche Mediennutzung zu vermitteln.
... und das wissen die Betrachter ... auch für Filme gilt dies bzgl. ihrer Handlung. Was hier live zu sehen ist wird aber als Realität verarbeitet und hat ganz andere Konsequenzen für die Psyche des Betrachters - insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

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C-Hochwald 15.06.2016, 13:52
12. Preis der Freiheit im Netz

Alle Erfindungen können leider auch misbracht werden, egal ob das Auto, ein Messer oder eben ein soziales Forum. Keiner verbietet Autos, auch wenn alleine in Deutschland ca. 4000 Tote pro Jahr zu beklagen sind. Richtig ist, wenn sich soziale Medien in der Richtung weiter entwickeln, dass Hetzbotschaften, Hass und Gewalt schnell gefunden und gelöscht werden können, das halte ich für einen guten Weg. Auch einen Account sperren ist gut bei groben Regelverstößen. Das ist ähnlich dem Führerscheinentzug bei Fahrt unter Alkoholeinfluss. Doch auch die öffentlich-rechtlichen und freien Medien sollten sich überlegen, ob sie nach Attentaten noch zig Bilder und Lebensläufe der Attentäter veröffentlichen; sie dienen aus meiner Sicht dabei als kostenlose Plattform für die Terroristen. Und eine allzu ausgiebige Darstellung der Opfer bedient die Gelüste der sensationsgeilen Gaffer, also solche Leute, die auch gerne mal extra zu einem Unglücksort fahren, um unter massiver Behinderung der Rettungskräfte private Exklusivvideos der Verletzten und Toten zu drehen.

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xineohp 15.06.2016, 13:58
13. Ein schöner Aufsatz, allerdings ...

... steht Jugend- und Kinderschutz nicht zur Disposition. Daher müssen Smartphone- und jedweder andere Internetgebrauch von Schutzbefohlenen begleitet werden. Es gibt gute Gründe, warum zu früheren Zeiten bestimmte Inhalte erst gezeigt wurden, nachdem die Kinder im Bett waren - und selbst gab es da Beschränkungen was Inhalte anbelangte (reale Tötungen gehörten nicht auf den Schirm). Und richtig reale brutale Informationen bekamen Kinder nur im fatalen Versehensfall zu sehen - und das auch nicht am laufenden Band. Heute schicken sich das die Sechs-jährigen per Rundmail. Das kann nicht die richtige Medien- und auch nicht die richtige Erziehungsstrategie sein. Da sollte doch jeder vernunftbegabte und führsorgliche Mensch sofort einstimmen.

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From7000islands 15.06.2016, 14:02
14. das muss was kosten

Solange Facebook und Konsorten gratis sind, kann man in unserer Hyper Demokratie nichts gegen diese Erscheinungen ausrichten. Ja, die müssen noch nicht mal nennenswerte Steuern zahlen dank unserer tollen Politiker. Wenn fb eine Gebühr zum Einrichten einer Seite verlangt und für jeden "friend" eine weitere kleine Gebühr, dann werden die Leute sparsamer mit ihrem Müll, den sie in die Welt verbreiten.

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xineohp 15.06.2016, 14:03
15. Meine Kinder dürfen daher ...

Zitat von C-Hochwald
Alle Erfindungen können leider auch misbracht werden, egal ob das Auto, ein Messer oder eben ein soziales Forum. Keiner verbietet Autos, auch wenn alleine in Deutschland ca. 4000 Tote pro Jahr zu beklagen sind. Richtig ist, wenn sich soziale Medien in der Richtung weiter entwickeln, dass Hetzbotschaften, Hass und Gewalt schnell gefunden und gelöscht werden können, das halte ich für einen guten Weg. Auch einen Account sperren ist gut bei groben Regelverstößen. Das ist ähnlich dem Führerscheinentzug bei Fahrt unter Alkoholeinfluss. Doch auch die öffentlich-rechtlichen und freien Medien sollten sich überlegen, ob sie nach Attentaten noch zig Bilder und Lebensläufe der Attentäter veröffentlichen; sie dienen aus meiner Sicht dabei als kostenlose Plattform für die Terroristen. Und eine allzu ausgiebige Darstellung der Opfer bedient die Gelüste der sensationsgeilen Gaffer, also solche Leute, die auch gerne mal extra zu einem Unglücksort fahren, um unter massiver Behinderung der Rettungskräfte private Exklusivvideos der Verletzten und Toten zu drehen.
... noch nicht mit dem Auto fahren ... aber eben auch nicht unbegleitet ins Internet - viel zu gefährlich. Daher Smartphone de facto obsolet - aus Schutzgründen.

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otelago 15.06.2016, 14:10
16. rein technisch

sind viele Vorgänge im "Internet" von einer Mehrheit der Menschen unverstanden.

Die technische Grundlage für all die Entwicklungen mit gesellschaftlicher, sozialer und wirtschaftlicher Auswirkung sind die einfach bedienbaren Smartphones mit Fotoapparat und globalem Netzwerkzugang.

Platformen wie Facebook usw. sind nur die mit Fleißarbeit daraus resultierenden Anwendungen. Sie sind völlig austauschbar und technisch weit weniger exklusiv als die Netzwerk- und Endgerätetechnik.

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otelago 15.06.2016, 14:16
17. Smartphones und deren Anwendungen

sind in der Bedienung viel zu unsicher und wackelig und fummelig, als daß man damit potentiell sehr unangenehme oder gefährliche Aktionen ausführen sollte.

Ungewollt oder unreflektiert geraten angeblich oder tatsächlich wahre oder gefälschte Informationen in fremde Hände, oder sie werden auf irgendeine Weise manipuliert oder fehlinterpretiert, ob mit oder ohne Absicht, im Zweifelsfall ist es den Betroffenen unmöglich, diese Angelegenheiten zu verstehen oder richtigzustellen oder technische Fehler oder Manipulationen überhaupt nachzuweisen.

Die Folgen können unansehbar sein und es gibt bisher überhaupt keine angemessenen Antworten darauf.

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hanseulenspygel 15.06.2016, 14:17
18. Diese Visagen

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Medien immer wieder die Visagen ("Fressen") dieser geistesgestörten Mördern zeigen und über deren Lebenslauf genauestens berichten. Das genau wollen die doch!!! Sich das Leben nehmen, wozu sie sich nicht trauen, ohne möglichst viele andere Menschen in ihren Tod mitzureißen, um dann noch, quasi "kostenlos", weltberühmt zu werden. Sozusagen werden die Medien zu Helfershelfern des Terrorismus, denn "verstehen" kann man solche Typen (ob jetzt extrem rechts oder links oder halt religiös - ist doch egal - und im Übrigen denen selbst auch!) eh' nicht. Die sind halt schwer gestört, mediengeil, krank irgendwie...

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ackermart 15.06.2016, 14:22
19. Und ich dachte - seit es smarte Phones gibt...

sind die Schlechten von Gestern. Sind dann etwa auch die ganzen Dokus von den Weltkriegen wahr, wo doch keine live gepostet war?

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