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Live-Videos als Terrorhelfer: Machtlos gegen die Gewalt in Echtzeit
DPA

Der Polizistenmörder von Frankreich ließ die Welt per Facebook-Livestream an seiner Tat teilhaben. Der Vorfall zeigt, wie hilflos Netzwerke dem Missbrauch solcher Echtzeit-Funktionen gegenüberstehen.

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Zappa_forever 15.06.2016, 14:33
30. Wohl wahr...

Zitat von sickandinsane
Schafft diesen live-Müll einfach ab. Hat vorher ja auch bestens ohne funktioniert.
...das Internet ist in Sachen Förderung von Narzismus, Egozentrismus und auch Sadismus ein einzige Zumutung.
Die live-streaming-Funktion sollte nur für Konzerte und allgemein relevante politische Veranstaltungen zugelassen werden.

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dancar 15.06.2016, 14:40
31. Wo ist Zuckerberg's Reaktion ?

Was mich total aufregt ist, warum ein Herr Mark Zuckerberg seine eigene Platform nicht nutzt um gegen die unsägliche US Waffenlobby (NRA) zu demonstrieren? Hier könnte heftiger Druck auf die Waffenlobby ausgeübt werden; warum hält er sich so zurück, obwohl das Problem in den USA eindeutig am freien Zugang zu Waffen liegt? Herr Zuckerberg hat diesbezüglich eine große Verantwortung!

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tcphandshake 15.06.2016, 14:54
32.

Zitat von xineohp
... steht Jugend- und Kinderschutz nicht zur Disposition. Daher müssen Smartphone- und jedweder andere Internetgebrauch von Schutzbefohlenen begleitet werden. Es gibt gute Gründe, warum zu früheren Zeiten bestimmte Inhalte erst gezeigt wurden, nachdem die Kinder im Bett waren - und selbst gab es da Beschränkungen was Inhalte anbelangte (reale Tötungen gehörten nicht auf den Schirm). Und richtig reale brutale Informationen bekamen Kinder nur im fatalen Versehensfall zu sehen - und das auch nicht am laufenden Band. Heute schicken sich das die Sechs-jährigen per Rundmail. Das kann nicht die richtige Medien- und auch nicht die richtige Erziehungsstrategie sein. Da sollte doch jeder vernunftbegabte und führsorgliche Mensch sofort einstimmen.
Natürlich... Demnach müssen die Eltern nur 16 Stunden den Tag hinter (all) ihren Kindern stehen, falls diese zufällig zum Smartphone greifen, um die eventuell aufgerufenen Webseiten, Streams und Posts in sozialen Netzwerken zu überwachen. Oder alternativ müssen alle Betreiber von Seiten mit eventuell jugendgefährdenden Inhalte, insbesondere Pornographie, dazu angehalten werden, ihr Angebot weltweit erst nach 22 Uhr (ha~ha~ha!) zugänglich zu machen. Dabei muss natürlich auch die Umgehung von eventuellen Schutzmechanismen durch Proxies verhindert werden.

Einen realitätsferneren Post hab ich lange nicht gesehen. Eine weitere gute Idee in der Kategorie: lasst uns doch einfach mit dem Krieg überall aufhören - muss doch jedem einleuchten, dass das die beste Lösung für alle ist! Und schon sind alle Probleme gelöst. Toll, nicht?

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Thomas Schnitzer 15.06.2016, 14:59
33.

Zitat von at.engel
Ich glaube, jedem ist mehr oder weniger klar, dass es auf sozialen Netzwerken fast unmöglich ist in Echtzeit zu reagieren. Das Problem ist vielmehr, dass sie alle auf dem amerikanischen Werte-Codex basieren: Sex ist komplett tabu, Nacktheit in jeder vorstellbaren Form auch. Da fällt sogar ein Courbet noch unter das Keuschheitsgebot. Gewalt dagegen überhaupt kein Problem. Rechtextremistische Ansichten sind auch eher kein Problem. Verherrlichung von Waffengewalt sowieso nicht. Rassismus...? Freie Meinungsäußerung! Mord an Schwarzen...? De facto Selbstverteidigung! Und Religionen, einschließlich fundamentalischter Ansichten jeder Sorte, sind "heilig". Da hat unsereiner, so als "aufgeklärter" Europäer, etwas Mühe damit.
Ich als aufgeklärter Europäer habe eher weniger ein Problem damit, dass Amerikaner andere Wertevorstellungen haben.

Ich habe eher ein Problem damit, dass ein Netzwerk wie das Internet den Menschen einen einheitlichen Raum zur Kommunikation gibt, ohne eine einheitliche Gesetzgebung und Strafverfolgung darin zu haben, die dazu passt. Vulgo, die deutsche Polizei kann z.B. bei Beleidigungen nichts machen, weil sie die IP des Täters in den in Kalifornien gespeicherten Logfiles nicht ermittteln kann, was umgekehrt auch für die amerikanische Polizei gilt, wenn der Täter hier sitzt.

Desweiteren habe ich ein noch größeres Problem damit, dass dieser Kommunikationsraum, der ganz im Sinne der Demokratie erstmal allen gleichberechtigt zur Verfügung steht, letztendlich auch aufgrund der fragmentierten Strafverfolgung von ausgesprochenen Antidemokraten (Rechtsextreme, Islamisten, etc.) genutzt werden kann, um sich gegen die Demokratie zu verbünden.

Daraus ziehe ich den Schluss, dass es zwei mögliche Auswege gibt. Der eine ist eine weltweite, ungehinderte Strafverfolgung, um sämtliche Täter im Nachhinein zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen, der zweite das direkte Abfangen von illegalen Zwecken dienender Kommunikation (Verabredung von Straftaten, Beleidigungen, etc). auf dem Weg zum Speicherort im Internet, und das direkte Bestrafen des Täters, noch bevor seine Äußerung veröffentlicht wird. Vergleichbar damit, dass eine Zeitungsredaktion den Einsender eines schriftlichen Leserbriefs, in dem der Holocaust geleugnet wird, auch anzeigen würde, ohne den Brief zu drucken.

Der erste Weg wäre optimal, ist aber unrealistisch. Ich plädiere daher für den zweiten Weg.

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otelago 15.06.2016, 15:00
34. die Dauer-online Smartphones

bald noch mit Datenbrille usw.

Führen ja dazu, daß die Benutzer pausenlos in einer Art "Alarmisten Wolke" schweben.

Einfach nur die Welt wahrnehmen rundherum wie sie niunmal ist? Zu unangenehm, zu langweilig?

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