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Lobo antwortet Fleischhauer: Die Goldmedaille in Privilegien-Blindheit
imago/ Christian Mang

Nachdem viele Journalisten kürzlich "Nazis raus" twitterten, schrieb Jan Fleischhauer eine SPIEGEL-Kolumne mit der Überschrift "Nazis rein". Dahinter steckt viel mehr als nur ein kindischer Wunsch nach Provokation.

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drui 23.01.2019, 18:34
1. Umerziehung

Ich empfehle dringendst die Umerziehung Fleischhauers!! Als Mitläufer geht er längst nicht mehr durch.

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histo4535 23.01.2019, 18:44
2. Die passende Antwort

Danke! Diese Kolumne ist eine absolut richtige Antwort auf Herr Fleischhauer.

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spon_4_me 23.01.2019, 18:52
3. Ihre Kolumne,

Herr Lobo, überrascht mich. Sie überrascht mich zum ersten in Ihrer Rückwärtsgewandtheit. In einer Zeit, da viele Fachleute und sogar einige Publizisten die gute alte Rechts-Links-Kategorisierung als untauglich hinter sich gelaasen haben und sich Kriterien bedienen, die die Wirklichkeit zumindest datenseitig (falls man auf Daten Wert legt) besser abbilden, benutzen Sie wieder und weiter den Setzbaukasten Ihrer journalistischen Sozialisierung. Das mag Ihr Publikum zuverlässig bedienen und Ihnen den Beifall derjenigen sichern, die schablonenhaftes Denken für standfeste Haltung nehmen; Fortschritt in der Debatte bringt es nach meinem Dafürhalten nicht. Zum zweiten überrascht mich aber Ihre intellektuelle - ich will nicht sagen: Unredlichkeit - aber doch sagenhafte Verkürzung eines komolexen gesellschaftlichen Phänomens. Sie nehmen Begriffe wie rechts, rechtsextrem, Nazi, nationalistisch und pappen sie Leuten und Ereignissen auf, wie es Ihnen passt. Im Vordergrund steht nicht die Frage nach der historischen oder aktuellen Bedeutung dieser Attribute (warum sollte man als Kolumnist auch auf textliche Differenzierung Wert legen...); im Hintergrund steht nicht der Wunsch nach Analyse, Verstehen und damit Verändern, sondern nach Etikettierung, eigenen Tugendsignalen und letzlich Zelebrieren des Status Quo. Fleischhauer hat wenigstens die langläufige Meinung gegen den Strich gebürstet. Was bezwecken Sie mit diesem Kommentar? Es kann nichts praktisch Wirksames sein: echte Rechte lesen Sie nicht, Leute wie mich bringt die tumbe Konzeptlosigkeit der einst neue Wege bereitenden Progressiven eher zum Weinen. Argumente für das alltägliche verbale Ringen mit Andersdenkenden liefern Sie nur dem, der zu Ihren Worten auch noch Karate oder hurtig rennen kann. Was also? Sind diese Kommentare eine Art Aufnahmeritual in den Club der anständigen, um relevante Positionen ringenden Mutbürger?

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cat69 23.01.2019, 18:56
4. Lobo ist ein Kindskopf

Die sozialen Medien sind wie für ihn erfunden. Sachlich liefert er selten etwas. Für mich ist es überflüssig und selten von dem Unterhaltungswert den Fleischhauer oder Broder bieten. Er ließt sich wohl gerne selbst.

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Steini 23.01.2019, 18:59
5.

Fakt ist aber auch das viele der Zuwanderer ein Gedankengut mitbringen, das man es schon fast mit Nazis rein umschreiben kann.
Fakt ist aber auch, das Deutschland rasant nach rechts rückt.
Nach Rechts im ganz ursprünglichem Sinne, Wirtschaftsliberaler, Religiöser und Konsevartiver.
Rassismus ist da auch vielfältig wahr zu nehmen, aber viel weniger wichtig als den Geist der Aufklärung zu bewahren

Die Linken sollte sich nicht aufspalten oder gar vor den Karren spannen lassen
Sie scheinen gar nicht zu bemerken, wie sie benutzt und geschrumpft werden.

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ach-nur-so 23.01.2019, 18:59
6.

Ich bin froh, dass das alles, #NazisRaus auf Twitter und Fleischhauers "Nazis rein", komplett an mir vorbeigegangen ist. "Kindergartig" ist genau das richtige Wort dafür. Eine "Diskussion" wie es scheint, ein Anbrüllen aus sich selbst heraus, für sich selbst, um sich selbst und für nichts und niemanden zum Mehrwert. Nicht, dass ich nicht auch Spaß an Wörtern und Wendungen hätte. Im Gegenteil, ich liebe sie. So wundere ich mich z.B. seit Jahren, dass aus "KEIN SEX MIT NAZIS" irgendwann "FCK NZS" wurde. Das steht ja - rein wörtlich besehen - im Widerspruch. Aber sei's halt drum. Nazis raus aus meinem Haus! So macht es Sinn. Da möchte ich doch drum bitten. Womit ich mich als jemand oute, der gegen Nazis ist. Sehr mutig von mir. Wer will nochmal? Wer hat noch nicht? #Gratismut

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Fuxx81 23.01.2019, 19:01
7. Sandkasten

Zitat von
Ach, ums Diskutieren ging es gar nicht, stimmt ja.
So kommt es mir beim Lesen dieser Kolumne auch vor. Fleischhauer hat also irgendwas geschrieben, dass ich als Nicht-Abonnent nicht lesen kann und Lobo fühlt sich davon getriggert. Vielleicht klären die Herren Kolumnisten das mal auf einem privaten Kommunikationsweg unter sich...

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tatanano 23.01.2019, 19:05
8. Bitte seien Sie konstruktiver, Herr Lobo!

Offensichtlich bringt Herr Fleischhauer sie auch ab und an auf die Palme, Herr Lobo. Ich bin der Ansicht, Sie beide sind etwas auf dem Holzweg...

Eine Bewegung scheint heute einfach ein Hashtag quasi als Schlachtruf zu benötigen. Der muss das Thema zugespitzt und knapp umreißen. Da bietet sich Nazis Raus an, anstatt: Ich wünsche mir eine liberale, offene Gesellschaft und in der ist für Nazis, deren Ideologie oder gar deren Terror kein Platz.

Da bleibt aber ein offener Punkt, den Herr Fleischhauer trifft: Nazi raus skandieren schafft keine Nazi freue Gesellschaft, geschweige denn eine offene, liberale und demokratische. Herr Fleischhauer bedient sich der gleichen, simplifizierenden Mittel und springt damit auch zu kurz und landet mitten im Getöse.

Herr Lobo, sie beschweren sich einerseits über den Lärm der Debatte und gleichzeitig machen Sie aber auch ordentlich Radau, denn Sie beschweren sich über den Kollegen und die Nazi Raus skandierenden, aber einen Vorschlag für den gesellschaftlichen Umgang mit Nazis bleiben Sie uns schuldig.

Okay, da müsste man nun Aussteiger, Streetworker einbeziehen um ein erfolgreiches Konzept zu entwickeln und deren Töne währen leiser.

Auch bräuchte man ein einladendes Gesellschaftsmodell entwickeln, dass auch den einen oder anderen Nazi überzeugt. Daran zu arbeiten, das wäre etwas, was aus der Kakophonie eine schöne Symphonie machen könnte.

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skilliard 23.01.2019, 19:09
9.

Herr Lobo, vielleicht haben Sie es ja tatsächlich noch nicht bemerkt, aber die Mechanismen, die Sie bei der Rechten oder Trump-Anhängern verorten werden auch 1:1 im linken politischen Spektrum genau so angewendet. Schauen Sie sich doch mal die Debatten an um den Hambacher Forst, "gendergerechte" Sprache, Abgasskandal. Auch da finden Sie Manipulation, Faktenauslegung nach politischer Sympathie, Lächerlichmachen Andersdenkender. Aber da dient es ja der guten Sache und ist deshalb etwas ganz anderes als wenn der politische Gegner dasselbe tut.

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