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Lokales Roaming für 5G: Zank in der Regierung über Mobilfunk-Zukunft
DPA

Der neue Mobilfunkstandard soll überall verfügbar sein - Funklöcher soll es keine mehr geben: Doch die Bundesregierung wird sich in Sachen 5G nicht einig. Der Streit gefährdet die Versteigerung der Lizenzen.

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wire-less 13.02.2019, 12:06
10. 5G Hype

Zitat von ropowinz
Stellen wir uns vor, dass kleinere und mittlere Firmen nicht neben der Autobahn - da soll ja 5 G für autonomes Fahren verfügbar sein - stehen, sondern wie die meisten Unternehmen Deutschlands über die Fläche verteilt sind. Für die Beschränktheit des Herrn Altmeier spricht die Forderung, dass 5 g nur schwerpunktmässig eingeführt werden soll. Das schliesst etwa 70% der deutschen Wirtschaft von 5 G aus. So wird das nix mit der Wirtschaftskompetenz der CDU. So fällt 5 G uns dermassen auf die Füsse. ropowinz
5 kommt nach 4. 4 nach 3 ....

5G ist kein "Gamechanger" sondern eine Weiterentwicklung. Die momentan versteigerten Frequenzen sind zwar viel aber "sch....". Darum hat sie bisher auch niemand für 4G genutzt was durchaus möglich gewesen wäre.

Und warum bitte schön brauch ich für *autonomes* Fahren Mobilfunk. Darauf kann ich mich doch als selbstfahrendes Auto nicht verlassen oder fahre ich rechts ran während der nächste Mobilfunkmast grad' mal updated oder ein Stromproblem hat.

Ist doch alles dummes Zeug was die Politiker da nachplappern.

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schwaebischehausfrau 13.02.2019, 12:14
11. Man kann nicht beides haben...

zuerst die staatlichen Telefonfirmen privatisieren weil man mehr Marktwirtschaft und Wettbewerb möchte und sein Steuersäckel auffüllen mit gigantischen Summen durch Versteigerung von Mobilfunk-Lizenzen und dann aber Vorgaben machen, die es für privatwirtschaftliche Anbieter nahezu unmöglich machen, einen neuen Technologie-Standard so "auszurollen", dass auch noch eine für privatwirtschaftliche Firmen akzeptable Rendite erzielt werden kann. Am besten unsere Regierung kauft den Mobilfunkanbietern ihr Geschäft zu den entsprechenden Marktwerten ab und vestaatlicht sie und dann kann er auch gerne wieder Planwirtschaft betreiben wie vorher. Beides gleichzeitig geht nicht und daher sind die eingereichten Klagen von Vodafone, O2 und Telekom auch mehr als nachvollziehbar.

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marialeidenberg 13.02.2019, 12:25
12. Das Problem hat zwei Aspekte:

Zitat von hummer2311
Jeder Anbieter muss , wenn er denn mit bieten möchte , sicherstellen das er das gesamte Bundesgebiet abdecken kann , wie er das schlussendlich gewährleistet, sein Problem ! Er bekommt 2 Jahre Zeit und sollte die Abdeckung dann nicht funktionieren , wird die Lizenz wieder entzogen ! Warum muss so eine Lizenz eigentlich versteigert werden ? Jeder der dabei sein will zahlt eine festgelegte Gebühr und gut ist ... den Rest regelt der Markt !
1. will der Staat Geld einnehmen und

2. will der Anbieter ein quasi-Monopol. Er begründet dies mit den Investitionskosten, die er bei freiem Spiel der Kräfte nicht wieder hereinholenn könne. Zudem ringt er dem Staat noch die Zustimmung zu einer äußerst lückenhaften Versorgung ab. ('Nicht an jeder Milchkanne')

Beide Beweggründe machen mich nicht fröhlich.

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herwescher 13.02.2019, 12:26
13. Wenn die Angebotskonditionen sich nicht rechnen ...

... macht eine Versteigerung keinen Sinn ...

Sinn kann das nur machen, wenn die Käufer das Angebot auch annehmen wollen.

Aber eine Versteigerung läuft ja so:

1. Angebotspreis wird aufgerufen. Wenn mehr als ein Käufer das akzeptiert, wird solange geboten, bis kein anderer mehr mitbietet.

2. Wenn jedoch der Aufrufungspreis keine Bieter findet, was unter den gewünschten Bedingungen sehr gut möglich ist, muss der Preis bzw. die Konditionen so lange gesenkt werden, bis jemand einsteigt.

Also:

"50 Mrd und 100% Netzabdeckung? Keiner?
20 Mrd und 100% Abdeckung? Keiner?
20 Mrd und 90% Abdeckung? Keiner?
...
5 Mrd und 50% Abdeckung? Angebot von O2 ist da. Bietet jemand mehr?"

So läuft Marktwirtschaft. Die Regierung sitzt auf einem viel zu hohen Ross ...

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horst_müller 13.02.2019, 12:29
14.

Einfach auf die Versteigerung verzichten und die Anbieter gesetzlich dazu verpflichten, das gesparte Geld in den Ausbau der Infrastruktur zu stecken. Endlich mal wieder klotzen statt kleckern, das wär mal was.

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CancunMM 13.02.2019, 12:30
15.

Zitat von Berliner Type
es macht für Netzbetreiber einfach keinen Sinn überall einen Masten hinzustellen, das rechnet sich wirtschaftlich einfach nicht. Dieses ganze deutsche System ist total gaga und zielt eigentlich nur auf die Metropolen ab. Viel sinnvoller ist es ähnlich wie beim Stromnetz Betreiber für die Infrastruktur zu finden welche dann sowohl die cities als auch das flache Land abdecken. die Telefongesellschaften bezahlen dann Gebühren für die Nutzung der Infrastruktur. wenn der Gesetzgeber dann noch diese Gebühr regelt dass sie auf dem flachen Land nicht höher sein darf wie in der City kann ich als Gesetzgeber Steuern das auch meine Fläche mit 5g wunderbar versorgt ist. warum soll ich sonst als Telekom, Vodafone ein Masten in einer ländlichen Gegend setzten damit meine Konkurrenz für eine relativ geringe Gebühr mir selbst Konkurrenz machen kann.
Es rechnet sich nicht ? Warum ? Ist dann die Dividende für die Aktionäre zu gering oder das Gehalt des Chefs ?
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/telekommunikationsunternehmen-deutsche-telekom-steigert-gewinn-kraeftig-bilanz-in-der-blitzanalyse/20990548.html?ticket=ST-924880-w4fTjd11ctBEaoQ5FUjw-ap2
https://www.vodafone.de/medien/unternehmen/quartalszahlen-vodafone-waechst-bei-kunden-umsatz-und-gewinn/

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klaus. 13.02.2019, 12:33
17. traurig...

in der Schweiz wurden die Lizenzen bereits versteigert. Bund und Konzerne sind zufrieden. Kein Hick Hack und die ersten Antennen stehen noch dieses Jahr zur Verfügung...

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ruku 13.02.2019, 12:39
18. unverständlich

Selbst in entlegensten Regionen von bspw. Nepal funktioniert das Telekommunikationsnetz problemlos. Nur die innovative Bundesrepublik krebst im Funkloch umher.
So viel zur technischen Kompetenz des Industrielandes BRD.

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auf_ein_wort 13.02.2019, 12:39
19.

was nützt schon die Meinung von Sachverständigern, es müssen doch wieder Steuermillionen für Beraterfirmen rausgeschmissen werden, damit irgendeine „deutsche“ Lösung gefunden wird, die in den Folgejahren von eben diesen Beraterfirmen wieder „korrigiert“ werden kann - weil irgendwelche Überalterten Politiker, die die Tragweite ihrer Entscheidung nicht interessiert, die Stimmhoheit für diese Vorgaben besitzen ... traurig

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