Forum: Netzwelt
Luftaufnahmen mit Drohne: Draufsicht reicht nicht
Tim Anders/ fokussiert.com

Luftbilder kann heute jeder machen, Drohnen-Fotografie ist zur eigenen Gattung geworden. Die ungewohnte Perspektive fasziniert - über den künstlerischen Anspruch lässt sich allerdings streiten.

Seite 1 von 2
Mehrleser 22.04.2017, 09:30
1.

Zutreffender Beitrag, vielen Dank. Bei aller Freude über die neuen Möglichkeit, begonnen mit der Digitalfotografie uund Bildbearbeitung bis hin zur aktuellen Drohneninflation bedauere ich ein wenig, daß diese Bilderflut aus ehemals Spektakulärem heutzutage Belangloses gemacht hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
smartphone 22.04.2017, 10:06
2. alles kalter Kaffee

Solche Aufnahmen realisierte ich schon vor über 10 aus ebensolchen zB Quadrocoptern - also letztlich heute nur eine Möglichkeit für "Hinz und Kunz". (Interessanterweise war daas Interesse eher nicht gegeben. Ein typisches Problem bzgl Innovation hierzulande btw.) Zumeist ohne - leider - Rücksicht auf zB LuftVO etc. Das Problem wird im übrigen durch die lausige Qualitätskontrolle der ach so tollen Billig-Kaufdrohnen multipliziert . Ach ja vor 10 Jahren gab es heutige Videobildkontrolle nicht . da mußte man echtes KnowHow besitzen und nicht wie heute den größten Schneid sich über jegliche Regeln/Gesetze hinwegzusetzen. Das will so mnacher Kunstfotoluftbildner nicht hören ,aber - sorry - mit solchen Artikeln fördern Sie genau die Luftchaoten wie in HH, die mal schnell mit dem MAVIK bei Nacht(!) den Sonnenuntergang am Fernsehturm ablichten wollen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zauberlehrling 22.04.2017, 10:37
3. Neulich gab es im TV eine besondere Doku-Reihe

Ausschließlich Landschaftsaufnahmen, die mit Drohnen hergestellt wurden. Zweifelsfrei professionelle Videos. Meistens raffiniert komponierte Flugaufnahmen mit viel Bewegung der Kamera.

Obwohl einzelne Aufnahmen bestimmt spektakulär und aufregend waren, zeigte sich wieder einmal, dass uralte Regeln für solche Serien nach wie vor gelten: Allein die Mischung macht's.

Ständig ähnliche Blickwinkel von steil oben wirken bereits nach wenigen Minuten langweilig, selbst wenn die Motive äußerst attraktiv sind. Man sehnt sich geradezu nach Abwechslung, nach sorgfältig angefertigten Großaufnahmen am Boden, nach Makros von Details aus der Froschperspektive.

Videos und Fotos, die mit Drohnen und anderen Fluggeräten angefertigt werden, sind definitiv eine Bereicherung. Aber zuviel davon kann auf die Dauer nur verlieren. Der Reiz lässt rasch nach.

Es ist genau so, wenn man wochenlang nur im Fünfsternehotel speist. Bereits nach wenigen Tagen kann man die erlesenen Gerichte nicht mehr sehen und sehnt man sich nach einer "primitiven" und soliden Bockwurst mit Pommes.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steigerwald 22.04.2017, 11:02
4. #Nr. 2

So, so, Sie haben schon vor über 10 ... Drohnen geflogen. 10 was? Die Drohne, die Sie meinen, heißt MaviC und zudem finde ich es sehr schwierig, bei Nacht einen Sonnenuntergang zu filmen. Zudem ist die neue Drohnenverordnung jetzt gültig, die einen klaren rechtlichen Rahmen vorgibt. Bitte gehen Sie davon aus, auch wenn es jetzt zwar mehr Konkurrenz für Sie am Himmel gibt, dieser aber weiterhin ausreichend Motive für Fotografen aber auch für Hinz und Kunz bietet. Die Exclusivität, die Sie vermissen, ist leider dahin.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
smartphone 22.04.2017, 13:10
5. #Nr4

Sorry, konnte nicht mehr korrigiert werden - es sollte natürlich heißen vor 10 JAHREN . Sie haben Recht, daß Teil heißt Mavic - und ist btw alles andere als sicher zu bezeichnen. Das kommt wohl von der überschnellen Massenfertigung . Was den Nachtsonnenuntergang betrifft - ich zitiere hier nur aus der Presse, was der Pilot gesagt haben soll Was die Drohnenverordnung betrifft klaro, nur - und das ist ja der Punkt werden genau diese Phantom"hobby"flieger nicht abgehalten. Die Verordungen früher ( ja die gabs ) waren sinnvoller, aber in Teilen auch nicht immer zweckmäßig - Die sog Konkurrenz : das Hauptproblem bzgl jeglicher Konkurrenz ist , wenn sie bar jeglichen BWL Sachverstand "professionell" meint zu agieren.... Man sieht ja , daß manch Eintagsfliege offenkundig länger lebt . Nur diese Arbeitsdenke führt nie weit. Was die Exclusivität betrifft es . Nun ein zB Handyfoto hat mit einem richtigen Foto aus vernünftigem Arbeitsgerät auch nur den Namen gemein. Allerdings auch hier stellt die Verflachung der Schwarmintelligenz das wirkliche Niveau unmerklich tief...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mindyourhead 22.04.2017, 13:22
6. Schöne Aufnahmen

Sehr schöne Aufnahmen, bloß leider in Deutschland kaum noch legal zu erstellen. Nicht nur, dass man mit diesem Hobby immer im Fokus von aggressiv auftretenden Menschen war, nein, dank Dobrind wurde diese Hobby nun kaputtreguliert. Meinen Copter habe ich zum Glück noch vor der Regulierung verkauft bekommen. Bleibt mir nurnoch im Netz Fotos von Mutigeren (wahrscheinlich Gesetzesbrechern) zu bewundern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
2cv 22.04.2017, 13:50
7. erster Grundsatz der Fotografie...

...das Bild ensteht im Auge des Betrachters... oder wie man früher spöttisch sagte: es wird noch lange dauern, bis Kameras eine "Motivklingel" haben werden... Ob die Kamera nun fliegt oder kriecht: das allein reicht nicht. Fotograf war lange Zeit ein Ausbildungsberuf, und das hat weniger mit Technik und Chemie zu tun, sondern mit Verständnis für Aussage und Perspektive. Auch mit (m)einer Mavic will filmen und fotografieren - story telling - erst erlernt werden. Noch schwieriger wird gelungenes Filmen. Man schaue sich mal auf Youtube nach "Christian Maté Grab" um, und betrachte sein Video "It's not about your gear!" ("Es kommt nicht auf die Kameraausrüstung an"), um seine Sicht einer Bildkomposition zu verstehen. Was allerdings nicht OK ist, ist bei SpOn auf mittlerweile illegale Bilder (Autobahnkreuz) als "Vorbilder" zu referenzieren und evtl. Nachahmer anzustacheln - das Überfliegen von Autobahnen ist nicht zulässig. Bitte die neuen Verordnungen respektieren... Danke.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
writeln 22.04.2017, 13:52
8. Was häufig übersehen wird:

Neben der Drohnenverordnung gibt es noch einen weiteren rechtlich relevanten Aspekt, der gerade von privaten Luftfotografen oft übersehen wird. Architektonisch herausragende Bauwerke unterliegen i.d.R. dem Urheberrecht. Die Veröffentlichung solcher Aufnahmen muss daher vom Rechteinhaber genehmigt werden. Drohnen gelten hier als technische Hilfsmittel, die Aufnahmen unterliegen somit (in Deutschland) nicht der Panoramafreiheit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uhligfd 22.04.2017, 19:24
9. Was mich an dem Bild so ärgert:

Das Bild ist einfach schlecht komponiert: Links wird das an sich schöne runde Flussufer mitten abgeschnitten; oben links sieht man den Rand einer Flussbrücke, aber nicht die Brücke selbst und weiter rechts oben ein grosses blaues aber wieder leider abgeschnittenes Gebäude. Die Idee, nachts mit den Strassenlampenboegen ein schönes Bild zu erstellen, mag ich, nur ist das hier voll daneben gegangen.
Das Kragenbild des Verkehrskreisels dagegen ist toll, nur mag ich die Fischaugen Verzerrungen nicht so sehr. Höher fliegen und mit Superweitwinkel wäre sicher noch besser geworden ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2