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Luxus-Smartphone: Das iPhone X ist noch nicht teuer genug
AFP

Apple bringt sein neues Luxus-iPhone auf den Markt - für mehr als 1000 Euro. Dabei fehlt dem Gerät ein entscheidendes Feature: Fairness.

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Philipp Reinhard 03.11.2017, 18:05
1. Der Markt entscheidet, nicht die Herstellungskosten.

Bei der Höhe des Preises spielen die Herstellungskosten keine Rolle. Entscheidend ist der Markt (die Preise der Konkurrenz-Modelle) bzw. die Kaufbereitschaft der Kunden. Ein fair produziertes iPhone müsste also nicht teurer sein.

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rainerwäscher 03.11.2017, 18:07
2. Iponepreis + Steuern = fair

Es ist doch eine bekannte Tatsache, dass wir hier unseren Reichtum zu einem guten Teil der Ausbeutung der Ärmsten verdanken. Das betrifft alle möglichen Produkte. Aus diesem Grunde sind wir auch moralisch verpflichtet, denen zu helfen, die bei uns Schutz suchen. Das kostet den Staat Milliarden und der Smartphonekäufer trägt mit seinen Steuern dazu bei. Ist doch fair.

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mischamark 03.11.2017, 18:09
3. Wünschenswert, und am

ehestens bei einem Produkt mit einer hohen Gewinnmarge zu verwirklichen, aber wie soll das gehen? Der Zug ist doch längst abgefahren. Nehmen wir an, ein Hersteller wollte ein solches Gerät in Europa herstellen lassen. Dann könnte man es höchstens dort zusammenbauen lassen, da die aufwendigeren Komponenten von ganz wenigen Herstellern kommen, die sowieso in Fernost angesiedelt sind, - wir also die Kapazitäten und Möglichkeiten gar nicht hätten, gewisse Komponenten in der ersten Welt herstellen zu lassen. Das würde sich am stärksten im unteren Preissegment auswirken, mit der Folge, dass sich Otto Normalverbraucher heute selbstverständliche Produkte nicht mehr leisten könnte. Sehe ich da was falsch?

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Phi-Kappa 03.11.2017, 18:11
4. Fairness-Maximierung

Sehr schön auf den Punkt gebracht. Und wie Sie schon anmerken: Was spricht wirklich dagegen, wenn sich die großen Gadget-Hersteller zu einer Initiative zusammenschlössen, mit dem Ziel, nein nicht der Gewinn-, sondern der Fairness-Maximierung?

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Paddel2 03.11.2017, 18:13
5. Wunschdenken

Ich kann dem Autor nur zustimmen. Trotzdem wird es Wunschdenken bleiben. Apple hat zwar die Macht, seine Fertigungsfabriken in China zu verändern, nicht aber die Rohstoffgewinnung. Was juckt es Mienenbetreibern wenn sich ein Smartphone-Hersteller verabschiedet, wenn die Ökobewegung immer mehr Elektroautos fordert, deren Akkus jeden von Smartphones deutlich übertreffen?! Smartphones sind zudem global nachgefragte Produkte und Deutschland kann da wenig ausrichten. So muss sich jeder selbst fragen, ob das Raushalten aus technologischen Märkten ein vertretbarer Preis für ein reineres Gewissen ist.

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Schweizer 03.11.2017, 18:26
6. Fair klingt so schön ...

Aber die Bedingungen in anderen Ländern sind ja auch die Verantwortung der Menschen und Regierungen dort.
So weit ich weiss, schraubt normalerweise kein Land die Anforderungen herunter, um Ausbeutung zu ermöglichen.
Die gegenseitige Ausbeutung dort und die der Natur findet oft genug auch ohne uns statt. Die Gesetze gegen Ausbeutung müssen dort überhaupt erst eingeführt werden. Und zwar so, dass die Menschen statt eines zu geringen Einkommens ein besseres statt gar keines mehr haben...

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hinterhaus 03.11.2017, 18:27
7. Danke...

...für diesen Beitrag. ein ganz wichtiger Hinweis für uns alle. Wir brauchen noch viel mehr Artikel wie diesen, die uns vor Augen führen, was unser Konsum anrichtet. Und vielleicht sogar erwähnen, dass die UN mit ihren Nachhaltigen Entwicklungszielen ebenfalls anregt, unseren Lebensstil zu überdenken.
Einziges Haar in der Suppe: das Metall aus dem Kongo - ist das nicht Koltan?
Ansonsten: weiter so, bitte.

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andreasm.bn 03.11.2017, 18:34
8. schöner Artikel,...

und leider Gottes wahr! Drauf gesch.... ob ein iPhone X jetzt 1300,- oder 1500,- kostet, es wird trotzdem gekauft. Die Frage ist, ob die 200,- € Unterschied dann auch wirklich bei den Arbeitern ankommen, da bin ich mir leider nicht sicher.

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GoaSkin 03.11.2017, 18:37
9. wir sollten in der Dritten Welt einfach nicht mehr produzieren

Es ist für Entwicklungsländer kein Fortschritt, wenn die reichen Industrieländer dort Fabriken aufbauen und ihnen ihre Rohstoffe abkaufen. Die Länder, die wir heute als Dritte Welt bezeichnen konnten zum Großteil sehr gut leben, bevor der weisse Mann kam. Es ist ein Kulturschock bedingt durch die westliche Arroganz, die für alle existierenden Probleme in Dritten Welt sorgen. Den Menschen export-orientierte Arbeitsplätze zu schaffen, damit sie sich von ihrem Lohn westlichen Schrott kaufen können, ist weiss Gott kein Schritt in die richtige Richtung.

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