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Medien und die US-Wahl: Das Ende unserer Gewissheiten
DPA

Die Wahl von Donald Trump zeigt, wie Meinungsforscher und Medien an den Mechanismen moderner Meinungsbildung scheitern. Für liberal denkende Menschen erwächst daraus eine neue Aufgabe.

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amater 09.11.2016, 12:09
1. Ihr lieben Amerikaner!

Ihr habt es geschafft! Ich bin stolz auf Euch! Das war ein entscheidender Schlag gegen die homogenen und voreingenommenen Medien, die von intelektuellen Illusionisten geprägt werden, gegen die unsägliche Frau Merkel, sowie gegen die Klimalüge, unter deren Schutz tausende Profiteure aus aller Welt den Klimafonds verbraten. Es war auch der erste Schritt in Richtung einer Aussöhnung mit Russland und daher in Richtung nachhaltigen Weltfriedens.

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csm101 09.11.2016, 12:12
2. Verhindern?

ist ganz einfach: geht einfach mal auf die Straße und unterhaltet euch mit den Menschen. Findet heraus, was sie wollen und ob die Meinungen, die geäußert werden, die Mehrheit sind. Und dann setzt es um. 82 Prozent der Befragten einer Spiegel-Umfrage haben gesagt, sie sind nicht mit der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin einverstanden und ein Kurswechsel müsste vollzogen werden. Und was ist geschehen? Ja, genau...

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schoenwetterschreiberling 09.11.2016, 12:17
3.

Sascha Lobo hyperventiliert, und ich kriege mich nicht mehr ein vor Vergnügen! Auf die Pirouetten, die Spitzenpolitiker und Medien jetzt hinlegen werden, freue ich mich seit einem halben Jahr. Und da mein Account aus Gründen, die wohl nur der Liebe Gott kennt, gesperrt worden ist, geht der Kommentar sowieso nicht durch. In diesem Sinne ein fröhliches Hellau!

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dazumeinensenf 09.11.2016, 12:19
4. Willkommen ...

in einer postfaktischen Zeit!

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sapereaude! 09.11.2016, 12:21
5. Wir sind die Guten!

Zitat von
Wir, das sind in diesem Fall die demokratischen, irgendwie liberal gesinnten, aufklärerischen Sphären zwischen Medien, Politik, Öffentlichkeit. Wir, die tendenziell Progressiven samt dazugehöriger Multiplikatoren und unserer Methoden.
Lieber Herr Lobo, wie arrogant und egozentrisch kann man denn sein? In philosophischen, ethischen, moralischen, politischen Fragen gibt es keine absoluten Wahrheiten. Es gibt kein "eindeutig richtig" und kein "eindeutig falsch" - höchstens in ganz seltenen Fällen. Akzeptieren Sie doch, dass es Menschen gibt, die beispielsweise unter Gerechtigkeit etwas anderes verstehen als Sie oder ich. Auch die Vorstelleungen von einer "guten" Gesellschaft oder davon, wie die Welt sein sollte, divergieren bei vielen Menschen. Das muss Ihnen ja nicht gefallen, aber ein bisschen Respekt den Wünschen und Träumen anderer Menschen gegenüber sollten Sie schon aufbringen.

Fragen Sie sich mal kritisch, ob Sie nicht genau dem gleichen Denkmuster folgen, dem auch religiöse Fanatiker folgen. Die sind auch davon überzeugt, dass ihre Sicht der Dinge die einzig richtige ist. Ebenso politische Fanatiker.

Sie sind nicht Luke Skywalker und Donald Trump ist nicht Darth Vader. Und ich wage zu prognostizieren, dass auch nach dem Amtsantritt Donald Trumps die Welt nicht untergehen wird.

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Jacky Thrilla 09.11.2016, 12:24
6. Wie man Frauke Petry verhindern kann?

In dem die Medien aufhören, die Bürger zu bevormunden. Trumps Wahl ist m.M.n. ein Ausdruck dafür, dass die Bürger in den USA es satt haben, wie das Konglomerat aus Politik, Wirtschaft und Medien versucht hat, Clinton auf den Thron zu heben.

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carn 09.11.2016, 12:24
7. Da hier jemand auf Fehlersuche ist, will ich versuchen,

Hinweise zu geben, wo möglicherweise Fehler liegen könnten:
"Wo lagen wir schlicht und ergreifend falsch?"
Z.b. da:
"Wir, die publizistisch und aktivistisch gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus gekämpft haben, hier in Europa."
Sie haben erstmal nicht gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus gekämpft, sondern gegen das, was Sie für Rechtspopulismus und Rechtsextremismus halten; das hat zwar sicher Überschneidungen mit Rechtspopulismus und Rechtsextremimus; nur waren und werden Sie wohl auch in Zukunft nicht in der Lage sein zu erkennen, falls Sie irrtümlich was als Rechtspopulismus oder Rechtsextremismus identifizieren.

Und das schadet deshalb Ihrer Überzeugungskraft, da Leute, die Ihre Irrtümer in dem Punkt erkennen, Sie schlicht für dumm halten, wenn Sie die nicht irgendwann selbst erkennen; woraufhin diese Ihre Warnunungen vor Rechtspopulisten/Rechtsextremisten weniger Ernst nehmen, woraufhin es diesen leichter fällt, Ihre Gesinnung auf den Markt zu tragen.

Um es an einem Beispiel festzumachen, folgende zwei Behauptung:
Wenn der Prozentsatz der Bevölkerung, der im religiösen Sinne glaubt, dass der Koran wahres und unverfälschtes Wort aus dem Mund des Allerhöchsten ist, das nur anhand der in den Hadithen aufgezeicheneten Handlungen des entsprechenden Propheten auszulegen ist, von 5% auf 30% steigt, dann erhöht sich dadurch kausal die Wahrscheinlichkeit von islamistisch-fundamentalistisch motivierten Terroranschlägen.

Wenn der Prozentsatz der Bevölkerung, der im religiösen Sinne glaubt, dass die Bibel wahres und unverfälschtes Wort aus dem Mund des Allerhöchsten ist, das nur anhand der Tradition und kirchlichen Lehren anhand des Gewissens des einzelnen auszulegen ist, von 5% auf 30% steigt, dann erhöht sich dadurch kausal die Wahrscheinlichkeit von christlich-fundamentalistisch motivierten Terroranschlägen NICHT.
Was Sie und viele andere hier vermutlich erkennen zu vermeinen, ist Rassismus, Islamophobie, Xenophobie, "Hass", Rechtsextremismus, etc.
Nur damit können Sie leicht irren, denn beides sind schlicht Behauptungen, die eben ggf. stimmen oder auch nicht; ist eine der Behauptungen wissenschaftlich empirisch widerlegbar oder "belegbar"? Nein. Folglich weiß man nicht, ob die Behauptungen stimmen oder nicht; und es ist völlig unsinnig jemanden, der meint, dass sie stimmen, Rassismus, etc. zu unterstellen, denn vielleicht hat derjenige schlicht aufgrund seines Wissens und seiner Erfahrungen eben gefolgert, dass sie stimmen; die Vermutung, dass eine möglicherweise wahre oder auch falsche Behauptung, wahr oder falsch ist, ist für sich aber niemals Rassismus, etc., sondern schlicht dass was jeder macht, wenn man Behauptungen sieht, man bildet sich eine Meinung ob wahr oder falsch oder weiß nicht, etc.

Klar, auch ein Rassist kann die Behauptungen für wahr halten, hält sie vielleicht aufgrund seines Rassismuses eher für wahr; aber da passiert eben genau ein Trugschluss, nur weil Rassisten eher von der Wahrheit einer Behauptung überzeugt sind, ist nicht zwingend jeder, der von der Behauptung überzeugt ist, Rassist.
Ich hoffe, dass war hilfreich.

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sapereaude! 09.11.2016, 12:26
8. Gemeinplätze

Zitat von
Implizit wird deutlich: Vorhersagen der Zukunft aus Daten der Vergangenheit und Gegenwart können immer nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zutreffen. Der Realität entsprechen sie nicht. Erst Recht nicht, wenn es um die Unwägbarkeiten menschlichen Verhaltens geht.
Und für diese banale Erkenntnis mussten wir den ganzen Rummel des us-amerikanschen Wahlkampfes über uns ergehen lassen? Und warum wird das nur implizit deutlich? Das steht in jedem Fonds-Prospekt im Kleingedruckten. Herr Lobo, Sie sind doch ein zielmlich kluger Mensch. Haben Sie sonst keine Erkenntnisse aus der Wahl gewinnen können?

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feistus_raclettus 09.11.2016, 12:34
9. zu kompliziert...

Gestern bei Marcus Lanz wollte Sandra Navidi die wahren Zusammehänge für den Niedergang Ohio's darlegen.
Sebastian Pufpaff brachte es auf den Punkt: Das ist zu komplziert, damit erreichen sie die Leute nicht.
Traurig aber wahr - in einer immer komplizierteren Welt wollen die Menschen trotzdem einfache Lösungen.
Eine Mauer gegen Arbeitslosigkeit - her damit - und schwupps haben wir Donald im Weißen Haus.

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