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Medienkritik: Das Smartphone ist an allem schuld, Ausrufezeichen!
DPA

Die deutsche Smartphone-Kritik ist vergiftet. "Was macht das mit unseren Kindern" kann nicht ernsthaft die Frage sein. Und "früher war alles besser" nicht die Antwort.

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Leser161 25.10.2018, 07:59
110. Zu kurz

Zu erklären das das Smartphone genau wie Beatmusik und Killerspiele nicht der Untergang der Jugend und der Welt sind ist leider so so notwendig wie ermüdend.

Der Sprung dazu das das Smartphone eigentlich eine Chiffre der Probleme unserer Zeit ist finde ich hingegen gut und neu.
Perfekt hätte ich es gefunden, wenn Herr Lobo dann noch die Probleme unserer Zeit angesprochen hätte. So springt er kurz und erklärt lediglich das allgemeine Smartphonekritik nicht zielführend ist, was die meisten von uns schon vorher gewusst haben.

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benmartin70 25.10.2018, 08:02
111.

Zitat von spiegelonline-leser
wahrscheinlich kann heutzutage jeder popelige Kleincomputer den Turingtest bestehen. Nicht weil die Technik besser wird, sondern weil der Benutzer immer blöder wird. Eine Maschine, die Antworten wie "ey Alter, ich fick deine Mutter" und Gleichwertiges ...
Na da Sie wohl die Jugend von gestern sind, was haben Sie denn aus der Welt gemacht?

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benmartin70 25.10.2018, 08:28
112.

Zitat von mwroer
TL;DR ? Lesen Sie mal die WhatsApp Nachrichten Ihres Nachwuchses ganz bewusst. Das sollte Ihnen die Augen öffnen wie sprachliche Ausdrucksfähigkeit trotz ständigen Schreibens verloren gehen kann.
Alles Ordnung, sollten nicht alle davon sein?
Kann es sein dass auch hier gilt: nicht immer jeder und alle?

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ac farmer 25.10.2018, 08:43
113. Smartphones sind Mist

... und zwar besonders in der Welt der Erwachsenen. Im letzten Urlaub habe ich mehrer Personen beobachtet, die beim Frühstück hektisch aufgestanden sind und "schnell" ein offensichtlich geschäftlichen Anruf angenommen haben. Niemand kann mehr abschalten. Es ist einfach der Wahnsinn. Da ich selber nur ohne Smartphone aus dem Haus gehe, kann ich das sehr gut beobachten. Mit Smartphone würde mir das wahscheinlich nicht auffallen...
Dass Burnout & Co immer mehr zunehmen wundert mich nicht. Ich pfeiff' auf die Technik. Im Job bin ich voll durchdigitalisiert, aber unterwegs muss auch mal Schluss sein. Echt!

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urqhart 25.10.2018, 09:00
114. An die eigene Nae fassen

Ich habe nicht ganz verstanden, was uns der Text sagen soll. Es gibt selbstgerechte und doofe Kritik am Smartphone? Stimmt. Und natürlich steht die Kritik am Smartphone nur stellvertretend für die Kritik am Umgang damit und an den Anwendungen. Logisch ist es ziemlich albern, wenn wir auf Facebook posten, wie glücklich unserer Kindheit ohne Facebook war. Und selbstredend ist der Nachteil von Smartphones nicht, dass wir uns keine Telefonnummern mehr merken. Aber dafür drei Absätze? Auch wenn Rock´n´Roll früher ebenso kritisiert wurde (wie in den Kommentaren so oft angemerkt), bedeutet das nicht, dass automatisch jede Kritik überzogen ist Und selbstverständlich nerven Zeitgenossen ohne Ende, die uns erklären müssen, dass sie auch ohne Smartphone und Facebook (früher war es ohne Fernseher) prima auskommen. Dann muss das ja auch für alle anderen gelten.
Nur weil es selbstgerechte und doofe Kritik gibt, heißt es ja nicht, dass es nicht auch sehr berechtigte Kritik gibt. Das erwähnt Sascha Lobo zwar auch, das kommt mir aber viel zu kurz. Wir müssen uns auch an die eigene Nase fassen. Man darf durchaus sehr kritisch anmerken, wenn die motorischen Fähigkeiten von Kindern stark nachgelassen haben. Und daran haben Smartphones ebenso ihren Anteil wie Computerspiele oder übermäßiger Fernsehkonsum. Und jeder darf gerne mal eine Strichliste führen, wie oft er in der letzten Stunde mal ganz kurz E-Mails, Nachrichten oder Facebook gecheckt hat. Ein erschreckender Zeitfresser. Und da sind wir bei meiner Nase. Ich glaube schon, dass der Umgang mit Smartphones ein Problem darstellt. Man muss dann nur redlich argumentieren.

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stefan7777 25.10.2018, 09:01
115. Wenn das typische Konservative Angst hat verwegert er sich

Sorry wenn ich es so sagen muß, es ist in gewisser Form immer die selbe Leier. Erst verdammen für falsch, schädlich oder nicht machbar erklären und am Ende dann ist es doch Alltag - der typische konservative Angst-Typus eben.
Jede Form des über den Tellerrand blickend ist dem Konservativen ein Grauen. Jede Veränderung wird mit allen Mitteln und simplifizierten Argumenten bekämpft oder zu Teufelszeug erklärt und dann am Ende doch akzeptiert - wenn er sich daran gewöhnt hat.
Ich behaupte das ist eine Form der Faulheit, der Ignoranz. Es würde ja mühe machen die Perspektive auszuziehen und den Widerspruch von Gut und Böse nicht mehr als Schwarz weiß zu sehen sondern als ein Grau. Und ja, grau vermittelt eben keine einfache Orientierung die dem ängstlichen Konservativen so über wichtig ist.

Es ist eine Systematik der Geschichte. Die liberalen Linken erkennen ein Problem und entwickeln die Lösungen die wir brauchen, werden geschasst und abgewählt. Politisch umgesetzt werden diese Erkenntnisse dann am Ende aber von typisch Konservativen Kräften. Sei es Energiewende, Atomausstieg in der Vergangenheit oder E-Mobilität, Öl- und Kohleaustieg bzw. die Nachhaltigkeit all unserer Prozesse in der Zukunft.
Das Smartphone ist an allem schuld - ein typischer Ausdruck für diese Verweigerungshaltung gegenüber dem Unabwendbaren. Und das nur, weil die Konservativen mal wieder länger brauchen als alle anderen zu verstehen.

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rjsedv 25.10.2018, 09:03
116. Zugegeben gute Argumente ...

... und ich finde mich in der Kritik der Kritiker teils wieder. Zum Teil regt mich das zum Nachdenken an, aber meine grundsätzliche Einstellung zu SmartPhones & Co für Kinder bleibt ablehnend. Kinder sollen draußen oder face2face spielen und in der Schule hat das Zeug nichts verloren. Bei Jugendlichen sollte man Medienkompetenz in der Schule vermitteln und ansonsten die Dinger bis zum Ende des Unterrichts einsammeln. Nur weil Leute wie Sie (und ich auch) von der digitalen Revolution leben, muss man die nicht als das Wichtigstes der Welt sehen. Denn um ihre Argumentation aufzugreifen, wo Tauchen als Vergleich gezogen wird - genau richtig. Warum ist es nicht erlaubt eine Tauchausrüstung in der Schule zu verwenden? Weil sie für das Leben genauso wichtig oder unwichtig ist wie digitale Medien - eine winzige Fassette in einem Puzzle des Lebens, die auf die wirkliche Bedeutung einsortiert gehört.

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Bondurant 25.10.2018, 09:15
117. Der "Leistungsdruck"

Zitat von cave68
es ist nicht nur schlecht für die jungen Frauen...für die Männer ebenso.
ist zwar auch für Männer da, aber was macht es mit den jungen Mädchen, wenn die vor der ersten eigenen sexuellen Begegnung schon dutzend- oder hundertfach mitansehen durften, wie man "es" ganz professionell hemmungslos "richtig" macht? Ich fürchte, die glauben, sie müssten auch das "volle Programm" abliefern, selbst wenn sie es gar nicht wollen. Die Armen. das meine ich ebenfalls völlig unironisch.

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benmartin70 25.10.2018, 09:17
118.

Zitat von urqhart
Wir müssen uns auch an die eigene Nase fassen. Man darf durchaus sehr kritisch anmerken, wenn die motorischen Fähigkeiten von Kindern stark nachgelassen haben. Und daran haben Smartphones ebenso ihren Anteil wie Computerspiele oder übermäßiger ......
Und die motorischen Fähigkeiten der früheren Bücherwürmer waren besser? Den Couch Potatoes die nur TV geschaut haben? Der frühen Computernerds der 80ziger?
Ob das checken von E-Mails und sonstigen Nachrichten ein Zeitfresser hängt wohl sehr vom Nutzer ab. Wenn derjenige sagt dass er generell zu wenig Zeit für anderes hat dann mag das wohl stimmen. Bei anderen? Eher nicht.

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dernameistprogramm 25.10.2018, 09:20
119. Ja, dem ist voll zuzustimmen.

Zitat von AnonymerNutzer123
3. Clarksches Gesetz: „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“ Die älteren Generationen erkennen schlicht nicht mehr das Potenzial der neuen Technologien und da sie diese Technologien selbst noch nicht in Gänze begreifen ist es....
Viele erkennen einfach nicht das Potenzial der Nutzung neuer Technologien insbesondere von Smartphones. Zahlreiche, überwiegend explorativ ausgerichtete Studien verdeutlichen immer mehr, was bspw. Jugendliche mit Smartphones bspw. im Rahmen jugendlichen Engagements so alles Produktives anstellen. Gut, auf unsere Jugend zu setzen!

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