Forum: Netzwelt
Mein Datenschatten als Grafik: So durchschaubar sind wir

Diese Infografik hat es in sich: Der Politiker Malte Spitz hat bei Firmen und Behörden nach seinen Daten gefragt. Das Ergebnis ist erschreckend.

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Maro2 28.10.2014, 20:02
60. Alter Kaffee, alte Hüte

Nix neues zu lesen in diesem Artikel. Vor allem wenn man sich mal vor Augen hält das schon IMMER Daten gesammelt wurden. Nur geschieht dies heute digital, früher musste man es in Listen, Akten etc. suchen. Warum um alles in der Welt wundert, ärgert und echauffiert man sich heute auf einmal darüber. Lediglich die Verarbeitung der Daten ist heutzutage eine andere. Warum sollte der Fortschritt also gerade hier halt machen???
Und wenn man sich am sammeln der Dten stört so muss man halt darauf verzichten, also kein Amazon, kein Internet (surfen) etc.
So what?

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buntschwarz 28.10.2014, 20:02
61.

Zitat von spon_2918388
verstehe die ganze Aufregung überhaupt nicht! Niemand ist gezwungen, seine Reisen über das Internet zu buchen, jeder kann im Offline-Buchhandel Bücher kaufen, für das Internet ohne Spuren gibt's Thor, wo steht geschrieben, dass man sich mit Klarnamen anmelden muss, niemand zwingt uns, das mobiltelefon zu benutzen und so weiter und so fort. Immer das jammern über die Datensammelei, wenn man zu bequem ist, Ausweichrouten gegen die Sammelwut zu benutzen... Den Irrsinn der Geheimdienste und Behörden könnten ja gerade die Politiker eindämmen... Nie war die Gelegenheit so günstig mit 80% der Stimmen die entsprechenden Gesetze zu ändern...
Reisen: Ob sie oder der Angestellte die Reise bucht bleibt sich im besten falle egal, wenn er erstmal ihren Ausweis kopiert landet noch mehr in der Datenbank.

Bücher: Das Buch bezahlen sie natürlich in Bar und nur mit Geld das sie nicht direkt von der Bank haben sondern welches sie beim einkaufen als Wecheslgeld bekommen haben. Ist das Buch nicht verfügbar bestellen sie es für Max Mustermann und lassen es von einer dritten Person abholen.

T(h)or: Wer keine Spuren hinterlässt macht sich doch erst recht verdächtig^^

Mobiltelefon: gehen sie mal durch Ihre Stadt und zählen sie öffentliche Telefonzellen...

Nun die Gesetze werden geändert... nur leider nicht so wie es sich die Masse wünscht

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t dog 28.10.2014, 20:08
62. Im kalten Krieg

hat man der UDSSR immer vorgeworfen, das deren Bürger keine Privatssphäre hätten und das dies ein wichtiger Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur sei.

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thomas.mann1 28.10.2014, 20:14
63. Ah, eine Buchwerbung...

ok, ich finde das Buch gut. Auch belastet mich etwas Neid, dass ich nicht auf diese Idee kam. Nach Leseproben muss ich Herrn Spitz aber auch fragen..."wie blöd muss man eigentlich sein oder ist das für Sie auch alles Neuland?!".

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redbayer 28.10.2014, 20:22
64. O.K. ein fleißiger Grüner der Altbekanntes sammelt

aber gegen die Totalüberwachung & Verhaltensmanipulation nichts unternimmt (Anm.: die Grünen machen nur das was Merkel will - Opposition null).
Ja, heute arbeitet jede Behörde und jedes Unternehmen mit Computern und ja, jeder Antrag, jede Bestellung, jede Frage, jede Bewegung wird aufgezeichnet und bei Bedarf gegen den Bürger und seine Rechte verwendet - das ist Alltag.

Verbrecher sind allerdings die, die diese horrende Datenlage gezielt sammeln, auswerten und zur Manipulation der Bürger nutzen. Dazu gehört insbesondere der Staat, seine Dienste und natürlich die großen Internet- und Kommunikationsdienste.

Was immer man im Web sucht, frägt, schreibt oder bestellt - Google weiß es und stellt es seinen Werbe-u. Sicherheits-Kunden zur Verfügung. Die Behörden und Dienste schauen sich gegenseitig in die Aufzeichnungen/Datenbestände und alle Mobilfunk-, GPS- und Lokalisierungssoftware Betreiber wissen über jede Bewegung von uns bescheid.

Trotzdem passiert damit relativ wenig, weil die Daten meist weder wirtschaftlich noch "sicherheitsmäßig" relevant sind. Der mittlere Bürger ist in diesem Spiel eben nur "Spielball". Der eigentliche Krieg um die Daten findet unter den Mächtigen und Reichen statt.

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fiutare 28.10.2014, 20:36
65. Bücher bei Amazon?

Sie sollten sich schämen Herr Spitz. Der Buchladen um die Ecke liefert Ihnen jedes Buch innert 24 Stunden.

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der andere 28.10.2014, 20:49
66. Aha, und nun?

Nun stellen wir uns mal vor, eine Behörde oder jemand anderes hätte Zugriff auf die Daten des werten Herren? Was dann? Was passiert dann schlimmes? Hmm... Vielleicht nix?!
Und allein die praktische Seite: der Hausarzt zb weiß anhand der Daten aus der Krankenakte (gespeicherte Daten) wie die Krankengeschichte ist und kann so viel besser Diagnosen stellen. Wollen wir das nicht gerade?!

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jasuly 28.10.2014, 21:02
67.

lbezold: "1: Alle wollen Sicherheit aber diese funktioniert nur auf Kosten der Freiheit( freie Bewegung im Internet eingeschlossen) Beides geht nicht!"
***
Bitte nicht für alle sprechen! Wenn ich zwischen (angeblicher) Sicherheit einerseits und Recht auf Privatsphäre, Bürgerrechten und Freiheit andererseits wählen muss, entscheide ich mich für Letzteres. Aber abgesehen davon bin ich der Überzeugung, dass mehr "Sicherheit" nur durch Bekämpfung der Haupttodesursachen (Krankheiten, Unfälle) erzielt werden könnte. Vor allem also durch eine bessere Verkehrsinfrastruktur, sichere Haushaltsgeräte, medizinische Forschung, Bildung (führt zu einem besseren Beruf und damit einem sicheren Leben), ein besseres Gesundheitssystem... nicht jedoch durch mehr staatliche Überwachung. Das kostet aber Geld, welches für Überwachungsmaßnahmen und Geheimdienste verschwendet wird, obwohl es unwahrscheinlicher ist, durch einen Terroranschlag ums Leben zu kommen, als von einem herabfallenden Dachziegel erschlagen zu werden. Wenn überhaupt sollte es mehr "echte" Polizisten geben, die z.B. Menschen in U-Bahnen schützen, aber auch hier wird auf maschinelle Überwachung mittels Kameras gesetzt und an menschlichem Personal gespart. Noch einmal ein Bild zum Thema Freiheit contra Sicherheit: Ich bin lieber ein freier Adler, der den Gefahren der Natur ausgesetzt ist, als ein vom Menschen geschütztes Huhn in Massentierhaltung. :-)

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jasuly 28.10.2014, 21:06
68.

der andere: "Wollen wir das nicht gerade?!" *** Wie wäre es denn, wenn jeder Einzelne selbst entscheiden könnte, wem er seine Daten gibt und wem nicht? Ob er der Weitergabe seiner Daten zustimmt oder nicht?

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Vorzeichen 28.10.2014, 21:16
69.

Zitat von tobiash
Denn Menschen wie mich (aktiver Wähler) interessiert die Datensammlung überhaupt nicht. Teilweise ist sie mir schlicht und einfach egal (NSA, BND, Amazon usw.), teilweise begrüße ich sie sogar (BKA, Lufthansa, FA). Und: diese Einstellung resuliert nicht etwa aus meiner Unwissenheit! Im Gegenteil: sie ist wohl überlegt!
Sehe ich auch so. Man muss aber dazu sagen, dass die Datensammlung nur solange unproblematisch ist, wie freiheitliche Rechte und ein demokratischer Staat existieren. Sollte es eines Tages dazu kommen, dass wieder Willkür herrscht, sind die gesammelten Daten ein Problem.

Das eigentliche Problem sind also nicht die Daten, sondern die zunehmende Kritik an unseren demokratischen Zuständen. Diese Kritik ist unbegründet, aber leider gilt es heute als chic, die rechtstaatlichen Errungenschaften als irgendwie zu politisch korrekt abzutun. Wenn das Schule macht und der Wille zu mehr Zynismus in der Gesellschaft um sich greift, dann schlägt die Stunde der Populisten - und dann werden sich die Daten gegen Missliebige wenden.

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