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Menschen aus dem Computer: Ich schau dir in die toten Augen, Kleines
ddp images/ Capital Pictures

Digital erzeugte Menschenfiguren sind kaum noch von echten Darstellern zu unterscheiden. Trotzdem erscheinen uns viele Computercharaktere irgendwie unheimlich. Wo liegt das Problem?

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Ein_denkender_Querulant 15.05.2016, 14:13
1. Gefühle für Zeichentrickfiguren

Ich hatte als Kind auch zu Wicki und Biene Maya Gefühle. Warum sollte es schwierig sein, bestimmte Situationen selbstreflektiert aus intensiv zu empfinden?

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Untertan 2.0 15.05.2016, 14:20
2. Glaub ich nicht

Zitat von
Andere Filme seien womöglich genau wegen des Effekts gescheitert. Als gängiges Beispiel dafür gilt der animierte "Final Fantasy"-Kinofilm "Die Mächte in dir" aus dem Jahr 2001
Nö, der Film ist nicht an der Technik gescheitert, sondern an der unsinnigen Handlung...

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mulli3105 15.05.2016, 15:03
3. Dann freuen wir uns

eben schon mal auf Filme mit der Monroe, Erol Flynn, Charly Chaplin, Bob Hpe und Walter Matthau usw. Bis jetzt sehen die Figuren noch recht artificial aus, aber in ein paar Jahren sieht das anders aus

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Marvel Master 15.05.2016, 15:07
4. Ich sehe kein Problem

Im Jahre 2050 helfen uns die Maschinen eine Wasserkiste aus dem Auto zu tragen, pflegen uns im Altenheim oder stehen an der Rezeption.

Im Jahre 2200 sehen die vermutlich exakt aus wie Menschen und verhalten sich auch so. Warum sollte ich mit denen ein Problem haben? Diese Maschinen in 150 bis 200 Jahren werden die Sklaven der Neuzeit sein. Und das ist gut so.

Viele Grüße

PS: Wozu man dann noch die ganzen Menschen auf diesem Planeten braucht, weiss ich allerdings auch nicht. ;-)

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aschie 15.05.2016, 16:54
5. Wozu braucht mann Menschen ?

Zitat von Marvel Master
Im Jahre 2050 helfen uns die Maschinen eine Wasserkiste aus dem Auto zu tragen, pflegen uns im Altenheim oder stehen an der Rezeption. Im Jahre 2200 sehen die vermutlich exakt aus wie Menschen und verhalten sich auch so. Warum sollte ich mit denen ein Problem haben? Diese Maschinen in 150 bis 200 Jahren werden die Sklaven der Neuzeit sein. Und das ist gut so. Viele Grüße PS: Wozu man dann noch die ganzen Menschen auf diesem Planeten braucht, weiss ich allerdings auch nicht. ;-)
und wozu braucht es denn Maschienen wenn keine Menschen mehr da sind.

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Steffen Gerlach 15.05.2016, 17:41
6. Blick in die Zukunft?

Vielleicht schafft es die Softwaretechnik in Sachen Film irgendwann, die Massen aus ihrer Rolle als passive Konsumenten zu befreien und die Branche teilweise zu demokratisieren. Es könnte auf diese Art möglich werden, einen qualitativ hochwertigen Film auch als Hobbyprojekt umzusetzen. Wenn keine echten Schauspieler, Kameramänner, Tontechniker u.ä. nötig sind, kann der Aufwand theoretisch sehr gering werden. Man könnte eine Art Baukastensystem haben und innerhalb von dessen Möglichkeiten auf einer relativ abstrakten Ebene die Handlung festlegen. Etwa so, dass der Aufwand für ein interessantes Ergebnis vergleichbar ist mit dem, ein Buch zu schreiben. Solche Projekte müssten dann auch nicht mehr Millionen Leuten gefallen und entsprechende Kompromisse eingehen, um die Kosten einzuspielen. Es könnte eine Befreiung von dem ganzen öden Käse sein, der in Großproduktionen offenbar ökonomisch notwendig ist, furchtbaren Happy Ends, superattraktiven Hauptfiguren, Retten von Personen in letzter Sekunde, Verzicht auf Logik zugunsten von mehr Rambazamba usw.

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jkleinmann 15.05.2016, 20:04
7. Thomas Müller?

Dieser Avatar sieht aber kein bisschen wie Thomas Müller aus! Die Schaffung beliebiger Menschen-ähnlicher Figuren ist ja schon recht weit, aber die Imitation reeller Personen scheint noch nicht so weit gediehen zu sein...

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felisconcolor 15.05.2016, 21:12
8. Warum

Avatare unnatürlich aussehen? Jeder Mensch hat eine Struktur von Mikrobewegungen. Die Augen wandern umher (warum mag man wohl keine Menschen die einen starr anblicken). Ein Lid zuckt oder ein Wangenmuskel. Ein einzelnes Haar bewegt sich in einem Luftzug. Das sind alle Bewegungen die man zwar nicht bewusst wahrnimmt, aber die der Gegenüber sehr wohl registriert. Es gibt da sehr gute Studien drüber. Mit interessanten Bewegungsprofilen der Augen, wo über Tracking gezeigt wird wo man beim Gegenüber hinschaut. Allein das Gesicht wird regelrecht abgescannt. Immer wieder. Das macht Lebendigkeit aus.

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Stega 16.05.2016, 16:29
9. So ein Quatsch

(a) nicht der Film ist tot, sondern die Film-Industrie kränkelt. Man muß nur mal einige Filme jenseits des industriell konditionierten Mainstreams anschauen! Der Film ist so lebendig und kraftvoll wie vor 100 Jahren.

(b) @Steffen Gerlach : es ist grundfalsch, auf irgendwelche tolle Zukunftstechnik zu warten. Um einen Film zu machen, muß man nur seinen A** hochkriegen. Jeder kann *heute* mit ein paar begeisterten Mitstreitern und *heutiger* Technik einen (auch visuell) "qualitativ hochwertigen" Film machen. Das war definitiv vor 20 Jahren anders. Das einzige Problem ist, daß man etwas zu erzählen und zu zeigen haben muß.

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