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Merkels Glaubwürdigkeit: Die Leute lieben die Macht und verabscheuen die Medien
AP

Angela Merkel hat im Bezug auf NSA und BND nicht die Wahrheit gesagt. Das steht zweifelsfrei fest. Konsequenzen hat es keine. Skandalöse Enthüllungen werden gefahrlos ignoriert. Aber wer kontrolliert dann die Mächtigen?

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perfekt!57 20.05.2015, 10:36
440. mensch vs. maschine

"mensch vs. maschine vs. "maschinerie" vs. "vermutlich halbwegs automatisch ablaufende gruppendynamische prozesse".

"Beheiren started on April 24, 1965, when around 1,500 people staged a street demonstration in downtown Tokyo to protest the Vietnam War, responding to calls from young intellectuals such as prominent writer Makoto Oda, who became the group’s leader."

http://www.japantimes.co.jp/news/2015/05/19/national/history/anti-vietnam-war-beheiren-activism-remembered-50-years/#.VVw_LUa3vIV

evtl. könnte mal jemand aus der generation @ zumindest schon einmal ene seite aufsetzen und ALLE diese versuche und gruppen global ueber alle zeiten orte und kulturkreise zu dokumentieren?

und der spiegel berichtete, hülfe, fasste zusammen, advokierte?

und die kondensiert-konzertierte forschung übers gesamtphänomen in die armeen tragen. dort gäbe es nämlich vermutlich forschung, lehre, ausbildung, tradiertes vorgehensgespräch, darüber wie solche ggfls. abzulenken, wann, was und wie solche und solches unschädlich für die eigenen, (selbst)befohlenen aufgaben zu halten sei? "ach die, die machen nichts, und wenn doch, dann wissen wir da schon was!"?

die generation ett müsste aber armeefrei sein - freies globales diffundieren grenzenlos "aller männlichen atome auf dem diffusionssubstrat erde" unbewaffnet zu wollen und zu ermöglichen, evtl. sogar irgendwann völlig paßlos? und nationalstolzfrei. und da finge es an?

"und da wo männliches testosteron in gruppen unterwegs wäre - und wo wäre das endlich einmal nicht der fall - da gälte am ende grundsätzlich und immer und überall und global-überbaumässig sowie nur militärische prinzipien. alles andere unsinn. der friede ist der sonderfall. so wie die eigentlich meist vollkommen überflüssigen und störenden journalisten, weiber oder kaufleute in den leidigen zwischenräumen."

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Nölkopp 21.05.2015, 18:23
441. Wie ...

Zitat von gauck
... Es würde reichen, das Wahlsystem so abzuändern, dass auch dem Umstand des Nichtwählens Rechnung getragen wird, ohne nicht gewählte Parteien zu stärken.
... könnte das gehen?

Im Zusammenhang von Volksbefragungen könnte man je nach Sache festlegen, daß etwas beschlossen sei, wenn eine bestimmte Mehrheit ( über die Hälfte, mehr als 2/3 usw. )

- der gültigen Stimmen
- oder der abgegebenen Stimmen
- oder der Stimmberechtigten

dafür sind. Dann nämlich macht ein differenziertes Wahlverhalten ( nicht hingehen, ungültig stimmen bzw. sich enthalten, zustimmen bzw. ablehnen ) Sinn.

Aber bei der Zusammensetzung von Parlamenten? Was nützt das alles, wenn die Parlamentarier systembedingt schlicht überfordert sind, falsche Prioritäten in ihrer Arbeit setzen und schließlich nur noch den Lobbyisten hinterlaufen und wenn die Parteien vor einer Regierungsbeteiligung sich inhaltlich nicht darauf vorbereiten. Das eine verstärkt dabei das andere. Dann sind Wahlen sinnlos und dann sollte man nicht hingehen.

Man hört / liest häufig, daß die Parteien eine falsche Rolle in der Politik einnehmen. Nein, nein. Das Problem liegt in der Arbeitsweise der Parlamente und erst daran anknüpfend in der der Parteien. Was die Medien anbelangt, ärgert es mich, daß das alles nicht aufgeschlüsselt und offengelegt sondern tunlichst unter dem Teppich gekehrt wird. Und wenn es nicht paßt, wird diffamiert.

Sie haben Recht, man würde einen Druck auf die Parlamente und Parteien ausüben; aber wie soll es gehen?

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Nölkopp 21.05.2015, 19:01
442. Was aber dann?

Zitat von ach-nur-so
... Was wir nicht ändern können, können wir nicht ändern. Aber dass wir an der Spitze der Bundesregierung eine Dame sitzten haben, die sich selbst Bundeskanzlerin aller Deutschen nennt, während sie eben diese (also uns, Sie und mich) offensichtlich nach Strich und faden ver***, das könnten wir ändern. Es ist fatalerweise die Machtlosigkeit des sog. Souveräns, die Merkel mächtig macht. Das sagt Lobo. Und damit hat er völlig recht. Über alles andere an anderer Stelle gerne mehr.
Mal angenommen, Fr. Bk. Merkel und ihre Truppe würden aus der Regierungsverantwortung fliegen. Was könnte die Nachfolgeregierung machen? Wer ist überhaupt darauf vorbereitet ja befähigt die systemgefährdende Schwierigkeit NSA & Co. zu handeln? Glaubt denn allen Ernstes irgend jemand, daß eine neue Regierung prinzipiell anders agieren würde ja überhaupt könnte?

Ich glaube das nicht.

Man greift m.E. zu kurz, wenn man das Problem z.B. auf Fr. Bk. Merkel hin personalisiert. Fr. Bk. Merkel ist überhaupt nicht mächtig. Sie ist getrieben. Sie weiß es auch. Und sie wußte es von Anfang an. Das scheint Herr Lobo nicht zu sehen. Daß Fr. Bk. Merkel opportunistisch ist und unehrlich in Bezug auf ihre Handlungsmotive, ist nicht neu.

Ich fürchte, man kann die technischen Ansätze ( Wie entkommt man der Profilierung und ggf. der driekten Überwachung mitsamt etwaiger Übergriffe? ) und politische Antworten nicht voneinander trennen.

Auch das kommt mir bei Herrn Lobo zu kurz: Man kann darf im Klarnetz nicht unterwegs sein, wenn man zugleich im Onion-Netz ( Tor ) unterwegs ist. Kaum praktikabel. Wer hält sich daran? Und wie will man von irgendeine Onion-Seite Kenntnis bekommen? Mit statistischen Mehthoden wäre es u.U. möglich, von außen die Tor-Verbindung der momentanen IP zuzuordnen. Voraussetzung dafür ist Abgleich aller Datenströme und Berücksichtigung aller zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Profildaten des Rechners und der Person, wozu die NSA prinzipiell in der Lage ist oder bald sein wird. Und da nützt Verschlüsselung nichts, rein gar nichts. Und die Profilierung schreitet dann voran.

Die Verschlüsselung kommt schlicht zu spät. Es gibt darum nur 2 Möglichkeiten: Radikaler Technologie-Verzicht oder radikaler Technologie-Wechsel. Politik muß genau da ansetzen. Diese Schlußfolgerung gehört nicht an einer anderen Stelle sondern an dieser.

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