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Merkwürdige Löschungen: Facebook muss noch viel lernen
AP/Nick Ut

Hass-Posts rutschen durch, bei Brustwarzen hingegen drückt Facebook die Löschtaste - und nun auch bei einem berühmten historischen Foto. Braucht das Netzwerk neue Regeln? Nein, das Problem ist ein anderes.

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dbar 09.09.2016, 18:13
20. Als Informationsanbieter...

... hat man auf facebock nichts zu suchen. Sucht euch eine freie web adresse und seht zu, daß ihr da gefunden werdet. Dann kann allenfalls der Staat zensieren.

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liberalerfr 09.09.2016, 18:28
21. Kurzsichtiger Chefredakteur!

Der Chefredakteur geht eindeutig zu soweit. Es kann nicht sein, dass der Inhaber einer Webseite sich von anderen vorschreiben lassen soll, was er zu veröffentlichen hat. Der Zeitungsfritze müsste das auch von selbst verstehen. Schließlich würde er sich auch verbitten, das Mark Zuckerberg von ihm verlangt, irgendwas auf seiner Webseite zu veröffentlichen. Im übrigen gibt es ganz sicherlich rechtliche Gefahren: ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob nicht auch die deutsche Justiz wegen Kinderpornographie vorgehen müsste - Kunst hin, Kunst her.

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mijobi 09.09.2016, 18:31
22. Alternative

Wer FB den Rücken kehren will, aber auf jeden Fall in einem "Sozialen" Netzwerk bleiben möchte, könnte sich z.B. das Diaspora Projekt ansehen.
Natürlich müssen dann die Kollegen/Kolleginnen überzeugt werden.

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münchen1975 09.09.2016, 18:32
23. Wieviel Prozent nackter Haut ist mit der Menschenwürde vereinbar?

Zitat von frenchie3
DAS Foto was mir das Elend des Krieges am Schlimmsten zeigte. Aber jedes mal denke ich mir daß dieses arme Ding durch seine in der ganzen Welt veröffentlichte Nacktheit auch den letzten Rest seiner Würde verloren hat.
Wieso? Das ist schließlich der Naturzustand des Menschen. Wenn Nacktheit als "würdelos" gilt, dann liegt das nicht an der Nacktheit selber, sondern am (voreingenommenen) Auge des Betrachters.

Oder wie Oscar Wilde es mal ironisch formulierte: "If we were meant to be nude, we would have been born that way."

Manche sehen halt vor lauter Kleidung den Menschen nicht mehr, der darin steckt ...

(Und gleichzeitig läuft hierzulande auch noch eine "Burkadebatte", bei der die einen erklären, Vollverschleierung verletze die Würde der Frau, während die anderen behaupten, nur durch die Verhüllung des Körpers werde diese Würde bewahrt. Eine verrückte Welt ist das!)

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Furchensumpf 09.09.2016, 19:17
24.

Zitat von uzsjgb
Die richtige Forderung wäre es gewesen, keine Zensur von einem privaten Unternehmen zu verlangen. Wer aber fortwährend darauf drängt, dass Facebook zensieren soll, der muss sich auch damit anfreunden, dass Facebook so zensiert, dass es für sie am einfachsten ist und sich betriebswirtschaftlich rechnet.
Was denn bitte für eine Zensur? Facebook ist ein privates Unternehmen und kann das Hausrecht so nutzen wie es möchte. Das hat mit Zensur nun mal gar nichts zu tun.

Das heisst nicht, dass mit das Verhalten von Facebook gefällt...

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donlotis 09.09.2016, 19:39
25. Finde ich nützlich

Ich habe meine Jugend im Ausland verbracht und mein Abitur an einer deutschen Auslandsschule gebaut. Danach haben sich die Mitschüler in alle Windrichtungen und Kontinente verteilt, zwecks Studium, Arbeit o.ä.
Zu den allerengsten Freunden bestand immer (sporadischer) Kontakt, aber die meisten waren irgendwo im Nirwana. Seit Facebook habe ich wieder regen Kontakt zu vielen von damals. Das empfinde ich als sehr schön und nützlich. Meistens ist es sogar interessant!
Zum Thema FB als Werbe- und Informationsplattform: Dazu nutze ich FB überhaupt nicht. AdBlock macht alles noch übersichtlicher.
Wer FB als Informationsquelle nutzt, muss sich mit deren Regeln abfinden, ganz einfach.
Aftenposten soll das Bild doch direkt auf ihrer eigenen Homepage hochladen und publizieren.
Btw: Das Foto ist für mich gänzlich asexuell und hat historische Bedeutung.

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Tadeuz2 09.09.2016, 20:02
26. Ignorieren

Wer braucht FB? Ich nicht. Einfach mal nicht mitmachen, was (angeblich) alle machen. Dann kann es mir auch vollkommen egal sein, was die da löschen.

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Newspeak 09.09.2016, 23:04
27. ...

Die Kritik des Aftenposten Chefredakteurs ist zutiefst verlogen, und zwar auf mehreren Ebenen. Er sagt, er könne sich dem Netzwerk nicht entziehen, weil man darüber soviele Menschen erreiche. Sorry, aber Aftenposten ist wie viele andere Unternehmen nur dort, weil man Geld wittert. Werbung. Marktanteile. Wäre es ihm ernst, könnte er sein Profil löschen. Dann fordert er lokale Regeln, nach Mentalität. Das aber fördert nur die staatliche Zensur. China will dann sicher nichts zu Tibet lesen usw. usw. Dann fordert er mehr Macht für ausgewählte Klientel, speziell Chefredakteure. Wie verlogen ist das denn? Nein, ein globales System muß völlig frei sein und völlig gleich. Einzig und allein den allgemeinen Menschenrechten verpflichtet. Alles andere kann man sich schenken. Schließlich ist Facebook eine Privatfirma. Jeder, der was anders machen will, kann das doch tun. Jeder, der nicht damit einverstanden ist, kann sich doch abmelden. Niemand wird gezwungen Mark Zuckerberg Macht zu verleihen. Aber man will halt keine Haltung zeigen bzw. man hat erst keine, jedenfalls keine, die man auch zum eigenen Nachteil vertreten würde. Reiner Opportunismus. Reine Verlogenheit.

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appendnix 10.09.2016, 10:04
28. Facebook ist kein soziales Netzwerk, sondern ein Unternehmen, das sich so nennt

Facebook hat mit Sozialem genauso viel zu tun, wie die Deutsche Bank mit den Deutschen. Ich habe meinen facebook-Account 2006 gelöscht. Wenn dem Ottonormal-User der Kerngedanke dieses "sozialen" Netzwerks noch nicht klar geworden ist, dann ist er schlicht und ergreifend selbst schuld. Facebook ist ein Unternehmen, das selbstverständlich versucht seine Gewinne zu maximieren. Deren Prämisse lautet: "Sie sind nicht Kunde, sondern das Produkt!" Wem dies nicht einsichtig ist, der muss sich halt weiterhin verarschen lassen.

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frenchie3 11.09.2016, 09:33
29. Social Network

bedeutet öffentliches Netzwerk und hat mit "sozial" im Sinne soziale Verantwortung nichts am Hut. Das ist so übersetzt wie das englische "delay" (Verspätung) was der Franzose gerne mit "délai" (Frist) übersetzt.

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