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Microsoft-Betriebssystem: Konsumenten zweifeln am Nutzen von Windows 8
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Microsofts zweitbeliebtestes Betriebssystem ist elf Jahre alt, das derzeit häufigste drei Jahre. Nun soll die Windows-8-Offensive eine neue Microsoft-Welt schaffen, doch das Interesse des Publikums ist verhalten. Systemwechsel sind einfach zu mühsam.

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tetaro 29.10.2012, 16:43
90. Zweifel

Zitat von Maxl123
Microsoft ist ein schlafender Gigant und im Business Bereich immernoch unangefochten.
Um so merkwürdiger, dass man nun mit diesen Kacheln ankommt.
Diese sind anscheinend für Touchscreens ausgelegt, und im Business- und Verwaltungsbereich geht man nicht einfach hin und rollt in ein paar Monaten ein neues Bedienungskonzept aus. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele gesetzliche Vorschriften allein durch die Bedienungmethode eines PC-Arbeitsplatzes tangiert sind.

Die Strategie von Microsoft ist nachvollziehbar: Da man den Kampf um die Tablets soweit verloren hat, möchte man nun den Desktopmarkt übder die Softwaredaumenschraube in die Tabletnische hineinprügeln, im Vertrauen darauf, dass man in diesem Markt noch tonangebend ist und die reinen Tablets damit herausdrängen kann. Dass das funktionieren wird, da habe ich aus den obigen Gründen gewisse Zweifel.

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hman2 29.10.2012, 16:44
91. Killen

Zitat von Walter Sobchak
Das betrifft "Apps" aus dem Store. Selber installierte Programme sind davon nicht betroffen.
Das stimmt so nicht. Microsoft kann schon heute, seit Windows XP, einzelne Programme aus der Ferne killen. Bislang macht Microsoft das nur mit Schadsoftware, aber technisch gesehen geht das mit jeder Software.

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Walter Sobchak 29.10.2012, 16:45
92.

Zitat von DJ Doena
Bei uns heißen diese Tölpel "Siemens AG". Ja richtig, auf den meisten Entwicklerrechnern bei Siemens I IA AS läuft immer noch XP als Betriebssystem. Eventuell wird nächstes Jahr auf Windows 7 umgestellt. Eventuell.
Was anderes habe ich von Siemens auch nicht erwartet. "Wollens was funktionierendes haben, oder musses was von Siemens sein?"
Das waren doch auch die mit der Industrieanlagen Software die klartext Passwoerter im exe enthielt, gell? Iran und Zentrifugen, wissens schon.

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Justitia 29.10.2012, 16:45
93.

Zitat von Nevermeind
Das ist falsch, denn Microsoft bietet noch bis 2014 Support fuer XP. "Toelpel" stimmt auch nicht, XP wird schlicht deshalb noch genutzt, weil es sehr zuverlaessig ist und noch auf vielen funktionierenden Rechnern laeuft. Fuer Hobbyuser und Laien mag es interessant sein, staendig umzusatteln, professionelle Anwender haben aber weder Zeit noch Lust auf staendige Neuinstallationen. "Toelpel" sind eher die, die sich von der Bananenpolitik (Produkt reift beim Kunden) missbrauchen lassen. Nur naive Gemueter kaufen und nutzen ein Betriebssystem unmittelbar nach dem Release, es sei denn, sie haben wirklich keine andere Wahl.
Absolut richtig, von Anfang bis zum Ende des Beitrags! Die "Tölpel", die nicht jeden Furz mitmachen, den Microsoft oder Apple ablässt, sind übrigens häufig User, die ihr Betriebssystem lediglich als Mittel zum Zweck sehen, nämlich eine möglichst störungsfreie Computeranlage zum Broterwerb zu besitzen. Solange diese funktioniert, Support vorhanden ist, Neuprogramme darauf installiert werden können, Treiber für Peripherie erhältlich sind und das ganze auch nicht zu langsam ist, sehe ich keinen Grund für ein Betriebssystemwechsel bei meinen beruflich genutzten Geräten. Auch beim anstehenden Neukauf eines Notebooks achte ich darauf, daß ich Win7 erhalte, das ist stabil und die größten Sicherheitslücken dürften gestopft sein. Das Update auf Win8 kann ich derzeit günstig erwerben und werde es höchstens erst dann installieren, wenn ich über Win 8 mehr weiss und vor allem genau das für Win 8 erreicht ist, was ich oben zu Win 7 angeführt habe. Zur Zeit kann ich jedenfalls für mich noch keinen Gegenwert erkennen, den ich durch einen Wechsel auf Win 8 erreichen könnte. Im Gegenteil, für mich stellt es nur ein Risiko dar, daß ich mir derzeit nicht abschätzbare Probleme einfange. Genau das kann ich nicht gebrauchen.

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Munster 29.10.2012, 16:46
94.

Zitat von brillenschlange
Wenn sich Win8 auf den PCs durchgesetzt hat (und das tut es automatisch, ob man es will oder nicht), werden sich viele darüber freuen, wenn ihr Smartphone und ihr Tablet exakt genauso funktionieren.
Warum sollte sich Windows 8 automatisch durchsetzten? Hat sich Vista durchgesetzt? So weit ich weiß, war bis zur Veröffentlichung von Windows 7 das beliebteste und weitverbreiteste Windows immer noch XP und nicht Vista. XP wurde erst wirklich von 7 abgelöst und warum sollte Windows 7 jetzt gleich durch Windows 8 ersetzt werden? Ich sehe darin keine Notwendigkeit und ich denke viele andere auch. Mein Windows 7 wird frühestens mit dem Erscheinen von Windows 9 eingemottet.

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hman2 29.10.2012, 16:47
95. Huch

Zitat von Lexington67
Sind sie sicher das sie nicht "Intranet" oder "Webbasiertes Abrechnungssystem" meinen? Ein OS ist ja nicht gerade ein "Hello World"
Ein hauseigenes Linux-Derivat zu bauen ist keineswegs "rocket science". Das sollte jede ernstzunehmende IT-Abteilung gebacken bekommen.

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hman2 29.10.2012, 16:48
96. Huch

Zitat von Lexington67
Da bedeutet das MS bis dahin Sicherheitsupdates bereitstellt, die Hersteller von Drittsoftware können aber trotzdem eine höhere OS Version als Anforderung haben, z.B. wegen DX11
...was fast nur Spiele wirklich benötigen.

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michaelXXLF 29.10.2012, 16:49
97.

Der Wechsel auf ein neues Betriebssystem kostet erstens Geld und zweitens Zeit und Nerven.
Warum also €29,- ausgeben und im zweifelsfall ohne funktionierenden Drucker oder Scanner dastehen weil der Hersteller noch keinen Treiber entwickelt hat wenn das bisherige System problemlos läuft?
Die offensichtlichen Neuerungen von W8 sind für Normalbenutzer eher abschreckend.

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Bln79 29.10.2012, 16:51
98.

Zitat von Buergerunion
Wir entwickeln in unserer Firma im Moment unser eigenes Betriebssystem, da die ständige Umstellerei zu mühsam und mit erheblichen Kosten für Schulung, Umstellung und Software verbunden ist.
Ob das allerdings der Weisheit letzter Schluss und geradezu ein Kardinalsweg ist, der von allen und jeden beschritten werden kann, lasse ich an dieser Stelle mal als Frage im Raum stehen.

Mit dem Betriebssystem ist es ja nicht getan. Was ist mit den Anwendungsprogrammen? Entwickeln Sie die auch mit? Das fängt bei der Office-Software an und hört beim Browser auf.

Wo entfallen außerdem der Schulungsaufwand und die entsprechenden Kosten? Für mein Dafürhalten dürften diese sogar gesteigert werden. So sind erst einmal die Kosten für die Entwicklung des Betriebssystems vorhanden, die Konsten für die Erstellung der Anwendungsprogramme und zu guter letzt muss auch noch jeder Mitarbeiter darauf geschult werden, weil es wohl nix mit Windows, Linux, MacOS X, etc. zu tun haben wird - und selbst wenn, die gemeine Sekretärin dürfte vermutlich eher wenig mit Linux in Kontakt gekommen sein.

Ich bin selbst Informatiker und in der Softwareentwicklung tätig. In dieser Branche wäre ein solches Vorgehen absolut undenkbar. Das wird ein Fass ohne Boden.
Das von Ihnen beschriebene Szenario funktioniert also letztlich nur in sehr engen Bereichen, die für sich halbwegs solitär stehen und nicht großartig mit Daten und Diensten von außen interagieren müssen - in diesem Fall würden sich nämlich die beteiligten Entwickler bedanken und Ihre Firma müsste quasi ein Mini-Microsoft innerhalb des Unternehmens nachbauen. Wer kann sich sowas leisten?

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ServicePackXXL 29.10.2012, 16:53
99. hoffentlich hält die harware noch ein paar jahre - windows xp reicht mir

Zitat von sysop
Microsofts zweitbeliebtestes Betriebssystem ist elf Jahre alt, das derzeit häufigste drei Jahre. Nun soll die Windows-8-Offensive eine neue Microsoft-Welt schaffen, doch das Interesse des Publikums ist verhalten. Systemwechsel sind einfach zu mühsam.
hatte mal einen windows7 check über meinen sechs jahre alten, damals "top-end" und nebst externer festplatte mit 1.138,- euro sauteuren medion pc der "extraklasse" laufen lassen - die informationen waren aber nicht überzeugend, ein wechsel wurde glaube ich auch nicht empfohlen.
außer einigen totalabstürzen wegen virenbefalls und - entgegen der werbung -, katastrophaler medion service hotline (satte 53,- euro telefonkosten für unbrauchbare informationen), hatte ich keine schwierigkeiten mit windows xp - ganz im gegenteil, ich bin im laufe der jahre fast zum pc-programm-wieder-zum-laufen-bring-experte geworden.
auch ganz alte anwendungen, etwa office 2000 professional, laufen anstandslos unter windows xp.

warum sollte ich ein funktionierendes, stabiles, firewall- und virengeschütztes system mutwillig aufs spiel setzen - habe keine lust, stundenlang irgendwelche aktuellen treiber zu suchen, die es dann doch nicht mehr gibt.

nach diversen desaströsen und zeitraubenden erfahrungen aus der vergangenheit lautet heute meine devise: never chance a functioning system!

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