Forum: Netzwelt
Missbrauch im Smart Home: Er hat das Passwort - und damit die Macht
Getty Images

Vernetzte Thermometer, Kameras, Lautsprecher: Ums Digitale kümmern sich bei Paaren oft die Männer - ein gefährliches Ungleichgewicht. Bei einer Trennung kann das zum Problem werden.

Seite 2 von 4
PolitBarometer 12.05.2019, 16:55
10.

Bin ich hier evtl. der einzige, der denkt dass da auch eine gehörige Portion Paranoia im Spiel ist. Für mich hinterlässt das den faden Beigeschmack, die ganzen Gimmicks seien alle zum Zwecke des "späteren" Missbrauchs beschafft worden, was ich für Unsinn halte. Die im Artikel genannten Beispiele beziehen sich, wer hätte es gedacht, auf die USA. Und es soll ja auch Frauen geben, die durchaus in der Lage sind, Technik zu verstehen und mit ihr umzugehen.

Die Diskussion beginnt m. E. doch oft schon viel früher, wenn es nämlich um die Anschaffung der Geräte geht. Da ist Frau meist dagegen, gerade bei den richtig teuren Gimmicks. Und selbst dann, wenn sie das gar nicht mal aus der eigenen Tasche bezahlen muss. Und wenn es dann doch mal Zustimmung gibt, dann nur aus einer wirklichen Notwendigkeit heraus und eher für die kleine und einfache Lösung. Vom Gedankengang manchmal gar nicht mal so verkehrt.

Ich halte von dem ganzen Smart-Gedöns - bei Geräten wie TVs mittlerweile unvermeidbar; aber das sind Spielereien für gelangweilte Männer, die anderen gerne zeigen möchten, was sie sich so alles leisten können. Wenn's dann technische Probleme gibt, und die gibt es genug, ist diese Sorte Männer schnell frustriert, weil sie von der eigentlichen Technik dahinter keinen blassen Schimmer haben.
Alexa und andere Schwätzer kommen mir nicht ins Haus und mein Kühlschrank ist zwar top modern und riesig, hat aber keinen internetfähigen Touch-Screen in der Tür integriert und er kann mir auch keine Lebensmittel nachbestellen. Wer braucht das überhaupt?
Meine Rolladen, die Haustüre und das Licht steuere und schalte ich nach eigenem Geschmack und überlasse dies nicht irgendeiner Hersteller-App. Staubgesaugt wird von Hand und nicht von einem staubschiebenden Roboter. Das gleiche gilt auch für den Sound. Diese pseudoakkustischen, appgesteuerten Raumklang-Brüllwürfel ala Sonos und Co. wird es bei mir nie geben, da ich solide analoge Lautsprecher bevorzuge. Und Kabel legen muss man bei ALLEN Systemen; da wird viel Unsinn in den Marketingabteilungen verzapft. WLAN-Kameras und andere Überwachungswerkzeuge gibt es bei mir keine, wozu auch?

Was ich aber einem Haus benötige ist ein schnelles, sicheres und zuverlässiges Netzwerk sowie ein bis zwei redundante NAS-Speichersysteme mit Datensicherungsoptionen und eine solide Stromversorgung mit Ausfallschutz für die wichtigsten Komponenten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
patrick6463 12.05.2019, 17:07
11. Opferhaltung und Klischees.

In allen Fällen war immer ein Mann ausgezogen und Täter. Dabei wäre die Lösung ganz einfach: wenn man schon kein Bock hat die Anleitung zu lesen dann eben einen Fachmann beauftragen. Immerhin ist man nun Hausbesitzer! Da muss man sich auch selber um die Haustechnik kümmern. Egal ob nun SmartHome oder Heizung. Wenn einem das nicht zusagt (was ich durchaus verstehen kann) dann eben ausziehen, Haus verkaufen und Mietwohnung nehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Vargk 12.05.2019, 17:11
12.

Zitat von claus7447
Sind sie nicht so wohlwollend oder einseitig, vielleicht ist er auch zur Neuen gegangen und hat noch seinen fussabdruck hinterlassen.
Wer aus freiem Willen geht, hat keinen Grund, "Fußabdrücke" zu hinterlassen, schon gar nicht, wenn man schon eine andere Person hat. Der einzige Grund, den ich mir dann für solch ein Verhalten vorstellen kann, ist, dass die in der Wohnung verbleibende Person die Herausgabe von Eigentum verweigert. Jedoch ist es das gute Recht jeder Person, ihr Eigentum zu nutzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freigeist1964 12.05.2019, 17:14
13. Die beste Lösung ist

diesen Quatsch gar nicht erst zu nutzen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Josias Polchau 12.05.2019, 17:16
14. Bus-Systeme

Bus-Systeme sollten nicht das Problem sein. Diese sind (auf dem bus) nur selten Passwort-geschützt. Und funktionieren meist sehr gut ohne Internet. Allerdings sollte generell erstmal jedes kabelgebundene Gerät von (reseteten) Router getrennt und überprüft werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainerwäscher 12.05.2019, 17:19
15.

Das ist eigentlich nichts Neues. Vor 30 Jahren hat man(n) alle Urkunden, Familienfotos und das Auto mitgenommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sralphy 12.05.2019, 17:46
16. Ganzheitliche Sicht

Zu diesem Artikel gehört eine ganzheitliche Sichtweise, keine Differenzierte auf Männer fokussierte.
Meine ehemalige Partnerin lebt nach der Trennung 600km entfernt von mir (auf Ihren eigenen Wunsch), weiß jedoch über meinen Alltag und mein Leben wesentlich mehr, als ich Preis gebe. Stalking geht auch von Frauen aus und wird, in meinem Fall, sehr professionell über die aktuelle Nachbarschaft betrieben. Man hat als Mann zum einen wesentlich weniger Freiheitsgrade und zum anderen steht man unter ständiger Beobachtung. Erleben tut man dies, wenn zwischen den Zeilen Kommentare wie "Papa hat heute keine Zeit weil er Besuch hat" kommen. Stalking ist kein reines Technik- und schon gar kein singuläres Männer-Thema.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Maulverbot 12.05.2019, 17:50
17. Sie hat auch Macht,

verlässt sie ihn steht doch der arme Mann jetzt auch wie ein Ochs vorm Berg und weis jetzt nicht wie er die Waschmaschine, Backofen, Kaffeemaschine oder Geschirrspüler programmieren muss. Für die Lebenserhaltung ist das wesentliche essentieller als ein Gartenlicht was sich automatisch einschaltet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Actionscript 12.05.2019, 18:02
18. Erkennung von unbekannten ans Netz angeschlossene Objekte.

Es gibt eine einfache Möglichkeit in den USA, viel Digitales im Haus zu verändern. Wenn man AT&T zB als Betreiber hat, so kann man per Account die WiFi Passwörter ändern, sodass zumindest der Ehemalige sich nicht in das häusliche WiFi System einloggen kann. Das geht ohne überhaupt das WiFi Gerät anzufassen über den Smart Home Manager.

Alle Objekte, die ans WiFi System angeschlossen sind, kann man in seinem AT&T Account erkennen, wenn sie aktiv sind. Das schliesst Kameras, Handys, Laptops usw ein. Falls der Ehemalige also eine Kamera oder ein Mikrofon vor dem Auszug ans WiFi System angeschlossen hat, von dem die Ehefrau nichts wusste, so kann man das über den Smart Home Manager herausbekommen. Man muss dann nur sehen, wo diese Dinge versteckt sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mimas101 12.05.2019, 18:06
19. Hmm Tja

Alle Mannsbilder / Frauenzimmer kamen extern ins heimische SmartHome rein und fummelten drinnen rum.
Was sagt einem das? Frau / Mann / Goldfisch oder was halt sonst in der Wohnung belästigt wird muß schlicht im Router den Provider ausklinken der dafür sorgt das man trotz dynamischer IP immer unter einer stationären IP sein SmartHome benutzen kann. U.U. reicht auch, je nachdem was das für ein Stationärer-IP-Provider ist, die Änderung des zentralen Geheimwortes, das den Zugang ins SmartHome erlaubt, aus.
Also nix mit Resetten & Co, das wird so nix wenn man weiterhin mit Smart beglückt werden will.

Aber auf der anderen Seite: Wer braucht schon eine IP-gesteuerte Türklinke und ein per BabbelBox gesteuertes Heizkörperventil? Überflüssiger Firlefanz einer dekadenten Gesellschaft ist das - oder alternativ: Beutelschneiderei mit völlig Überflüssigem was die Menschheit nicht braucht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 4