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MIT-Forscherin im Interview: Wie Kinder mit Künstlicher Intelligenz aufwachsen
FRANCK ROBICHON/ EPA-EFE/ REX

Sprachassistenten wie Alexa oder Siri sind vertraute Stimmen, soziale Roboter Spielzeug: Für immer mehr Kinder ist Künstliche Intelligenz (KI) heute Alltag. Die Wissenschaftlerin Stefania Druga erforscht, wie sie damit umgehen.

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rpb76 05.03.2019, 12:34
1. Ich mag

altmodisch sein, aber Firlefanz wie diese Sprachassistenten oder "KI Spielzeug" mit Internetanbindung kommt mir nicht ins Haus. Habe auch kein Interesse daran dass alle Haushaltsgeräte vernetzt sind etc. Demnächst (oder jetzt schon?) gilt man als rückständig wenn man sich dem KI Konsumterror 4.0 verweigert.
Meine Kinder hatten mal einen Tag Spaß an "ok, Google" aber das wars dann auch. Natürlich ist es wichtig dass die Kinder den sinnvollen Umgang mit Computern, Smartphone, Tablet etc. lernen und verstehen wie Programmierung und Wissenserwerb übers Internet funktioniert. Aber muss das mit Convenience Produkten passieren die man im Grunde nicht braucht und die einem aus wirtschaftlichen Interessen als besonders wichtig suggeriert werden? Und warum muss man Stein Schere Papier mit einer KI spielen wenn man es mit echten Freunden spielen könnte?
Da fällt mir spontan plötzlich noch das selbstfahrende Auto ein.. Die Summen die da in die Entwicklung fließen wären mit Sicherheit sinnvoller angelegt in der Forschung nach neuen sauberen Antriebstechniken. Aber so wird ja auch fein die Wirtschaft angekurbelt weil ohne flächendeckendes 5G oder noch schneller geht da vermutlich nichts bei den Datenmengen die da permanent hin und hergesendet werden sollen.
Ich sehe da eine gewisse Degeneration des Menschen, bald kann er nichts mehr selber weil ihm alles abgenommen wird..

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Kinski2003 05.03.2019, 14:52
2. Das ist alles noch keine KI

Alexa und Co haben noch lange nichts mit einer KI zu tun, das sind alles dumme Sprachassistenten, nicht mehr, da steckt keinerlei Intelligenz dahinter. Die können nicht einen Zentimeter von einer vorgegebenen Programmierung abweichen

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mayazi 05.03.2019, 14:59
3. Rückständig

Hallo rpb76, nein, man wirkt nicht rückständig, wenn man bestimmte Dinge verweigert. Man wirkt dann rückständig, wenn man nicht bemerkt, dass man mit größter Selbstverständlichkeit Dinge benutzt, die von älteren Generationen mal als Firlefanz abgetan wurden, die den Menschen degenerieren lassen (wie dieses seltsame Internet. Oder Elektrizität. Oder das Rad.) und mit ebenso großer Selbstverständlichkeit davon ausgeht, dass jede weitere Entwicklung Firlefanz sei, die den Menschen degenerieren lässt.

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edelgero 05.03.2019, 15:00
4. Verstehen

klar muss Kindern der Umgang mit KI beigebracht werden. Ebenso aber auch das Bewusstsein, das ein System das auf o.k.Google
oder Alexa reagiert, das nur kann wenn es permanent alles aus seiner Umgebung wahrnimmt. Ferner sollte vermittelt werden
warum das jemand macht, und was mit den gewonnen Daten angestellt wird.
Wenn das jedem Kind klar ist, kann damit auch vernünftig umgegangen werden.
Servus

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taglöhner 05.03.2019, 15:00
5.

Zitat von Kinski2003
Alexa und Co haben noch lange nichts mit einer KI zu tun, das sind alles dumme Sprachassistenten, nicht mehr, da steckt keinerlei Intelligenz dahinter. Die können nicht einen Zentimeter von einer vorgegebenen Programmierung abweichen
Nicht der Service, aber die Stimm/Spracherkennung selbst geht auf einen Lernprozess zurück. Also schon KI.

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Bernd.Brincken 05.03.2019, 15:35
6. Simulation

Wenn am Ende doch alles durch Menschen bedingt und programmiert ist - dann passt der Begriff 'Intelligenz' gerade nicht.
Offenbar sind es doch nur Simulationen, die zudem, wie bei Spielzeug ganz normal, eine Ebene der Koketterie haben - also "Ich könnte spielerisch so tun, als ob ich das ernst nehme".
Wer dann trotzdem ganz ernsthaft mit dem Begriff, und den Techniken, und den Forschungs-Budgets zu 'Künstlicher Intelligenz' hantiert, der muss sich vorhalten lassen, dass er vor allem von der Dummheit seiner Zeitgenossen lebt.

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lupenrein 05.03.2019, 15:54
7. Ki

ist immer noch Gegenstand einer intensiven Forschungstätigkeit
von Tausenden höchstqualifizierten Wissenschaftlern, die sich
mehr oder weniger erst am Anfang ihrer Arbeit begreifen.
Ende nicht absehbar.

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Leser161 05.03.2019, 16:18
8. Sehr interessant

Ein interessantes Interview. ja ich finde wir sollten die KI mehr als Werkzeug begreifen. Die grosse Gefahr sehe ich in einer mystifizierten KI, der wir bedingungslos folgen*. Leider wird dieser Ansatz von aktuellen KI-Prdoukten konterkariert in dem versucht wird diese nicht als Werkzeug erscheinen zu lassen, sondern als eine Art Zauberstab.

*Hierzu kann man sich vielleicht ein bisschen klassiche SciFi ansehen. Star Trek Classic z.B. Hier wird oft Unglück über Zivilisationen gebracht durch eigentlich wohlmeinende Computer. Worauf Kirk dann den Computer tot quatschen muss.

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fpa 05.03.2019, 16:19
9. KI ... immer mehr ein reines Marketing Label

Ihre Kritik halte ich grundsätzlich für richtig und angebracht - auch wenn Sie sich nicht zu 100% das richtige Beispiel dafür ausgesucht haben.

Seit zwei Wochen läuft hier bei uns hier in der Zeitung eine (Des-)Informationskampagne zur Künstlichen Intelligenz. Das einzig gemeinsame daran ist: Jeder versteht etwas anderes darunter. Im Grunde heißt das: Man nehme "Digitalisierung", "Robotic", "Data-Analytics", "Miniaturisierung", usw. , rühre alles um und hefte dann das Babberl "KI" da drauf.

Jemanden, der sich schon vor 20 Jahren mit den ersten Ansätzen von der Anwendung quasi "neuronaler Strukturen" in der Technik auseinandergesetzt hat, erscheint es natürlich geradezu wie eine Beleidigung, wenn der Sieg von Deep Blue über Kasparow als erster großer Sieg der KI gefeiert wird. Denn, bitte was? Deep Blue und KI? Denn im ursprünglichen Sinne (selbst/lernfähig, teil/autonom, fehlertolerant, usw. also den Triebfedern biologischer Intelligenz) ist Deep Blue zwar irre schnell, und irre groß, aber dennoch so richtig strohdumm.

Richtig ärgerlich wird es für mich, wenn heute die Hörgeräteindustrie immer wieder andeutet, da stecke ja jetzt oder in naher Zukunft KI drin. … Während die Erfahrung sagt: Immer wenn die Dinger versuchen "Gehirn zu spielen", geht es grundsätzlich schief. Für den Nutzer eine Katastrophe, sodass er geneigt ist, die Dinger (teuer wie ein Auto) in der Schublade verschwinden zu lassen. Für den Entwickler dennoch ohne jeden Zweifel eine technische Meisterleistung. Aber wie soll das gehen, nur aus dem Schall ergründen zu wollen, worauf man fokussieren möchte? Während unser Gehirn für diese Entscheidung ja darüber hinaus sieht, riecht und unsere eigenen Emotionen beobachten und einschätzen kann.

Aber mit der Annahme, jederzeit könnte jemand flüstern, den ich gern verstehen würde, treiben diese Dinger dann das Zusammenknüllen eines tempo-Taschentuchs auf die Lautstärke von Baustellenlärm. Mit dem Ergebnis: Vernichtung von Lebensqualität statt der versprochenen Erweiterung oder Rückgewinnung von Lebensqualität.

Das eigentliche Problem liegt aber wohl schon im unzureichend klarer Begriff der Intelligenz. Viele denken dabei wohl in erster Linie an IQ-Tests und Schulleistungen. Nun, mittlerweile ist jeder dumme top-down-Computer, wie z.B. unsere Smart-Phones, so leistungsfähig und kann über den Zugriff auf das Internet so viele Daten verarbeiten, dass wir gegen diese Dinger keinen Wettstreit in Sachen klassischer IQ-Tests mehr standhalten könnten.

Aber wie z.B. Bakterien zwischen "wir" und "die anderen" unterscheiden können, oder z.B. die Wandlungsfähigkeit von Influenza-Viren, alles Methoden, wie Leben über Millionen von Jahren gelebt und weitergegeben werden kann --- alles Zeichen "wahrsinniger" Intelligenz, die wir selbst heute noch nicht einmal vollständig verstehen --- all das wird in der Öffentlichkeit überhaupt nicht als Intelligenz wahrgenommen, ja nicht einmal unter der Mehrheit der hochgebildeten.

Insofern: Das (Begriffs-)Chaos ist hausgemacht. Und wir überlassen die ganze Chose mal wieder den Marketing-Leuten und Werbetreibenden. Wie immer.

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