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Mobilfunkfrequenzen: 5G-Auktion bringt Deutschland knapp 6,6 Milliarden Euro
Boris Roessler / DPA

Die Auktion von 5G-Mobilfunkfrequenzen ist abgeschlossen. Die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Drillisch bezahlen insgesamt knapp 6,6 Milliarden Euro an den Staat - deutlich mehr als erwartet.

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el_jefe 12.06.2019, 18:55
1. Gut für die Staatskasse, aber

schlecht für die Verbraucher. Noch heute bezahlen wir für die EUR 50 Milliarden, die die (damals) sechs Mobilfunkunternehmen im Jahre 2000 hinblättern mussten. Und der 5G-Ausbau wird nocheinmal mindestens soviel kosten. Kein Wunder, dass so viele für sich günstigere Auslandstarife nehmen.

Wäre Deutschland klug, würde mit dem Geld den Ausbau zu Günsten der unterversorgten Gebiete subventionieren, aber das wird leider nicht passieren.

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Otto Blitz 12.06.2019, 18:58
2. Wo wird das Geld bleiben?

6,55 Millarden, die die künftigen Kunden und Nutzer zahlen werden. Bei der letzten großen Versteigerung mussten sie das natürlich auch, zur Freude des Finanzministers. Folge: Telekom und Co. sparten beim Ausbau der Infrastruktur, wo sie nur konnten. Deutschland, nach wie vor ein großes Funk- und Datenloch. Ob das diesmal anders sein wird?

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Solid 12.06.2019, 18:58
3.

Na da können die neuen 5G-Tarife ja mal wieder so richtig sauteuer werden. Aber das macht nichts, in den nächsten zehn Jahren kann man sie eh nicht nutzen, weil es so lange dauert, den Nutzern erst mal das Geld für den Netzausbau aus der Tasche zu zocken.

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Joachim Kr. 12.06.2019, 18:58
4. Wer steckt hinter Drillisch?

Wo ingottesnamen hat Drillisch so viel Geld her?
Ansonsten: die üblichen Verdächtigen.

Das Geld müsste nun definitiv zweckgebunden werden - Die digitalen Defizite sind enorm!
Nicht dass die Einnahmen am Ende zur Verlängerung der Kohleabbau-Zeiten verwendet werden!

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darthkai 12.06.2019, 18:59
5. Korrekter Titel

"5G Auktion wird Mobilfunkkunden mindestens 6,6 Milliarden Euro kosten"

Plus Steuern, Zinsen und ein paar weiteren Schritten hin zum Infrastruktur-Entwicklungsland...

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Nordstadtbewohner 12.06.2019, 19:00
6. Fehler wiederholt sich

Hier zeigt sich, dass man seitens der Politik nichts aus dem langsamen 3G-Netzausbau gelernt hat. Die Lizenzen sind damals zu aberwitzigen Preisen verkauft worden, so dass die Mobilfunkbetreiber wenig Kapital für den Netzausbau hatten, was sich selbst heute noch in den hohen Mobilfunkpreisen widerspiegelt. Man schaue da nur mal ins europäische Ausland, was dort Datentarife kosten und dann nach Deutschland.

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ekel-alfred 12.06.2019, 19:01
7. Glückwunsch Deutschland!

So viel Geld für eine Funklizenz. Mehr ist es ja nicht, was die Firmen als Gegenleistung dafür bekommen. Damit ist noch kein Standort gebaut.
Je tiefer die Netzbetreiber in die Tasche greifen müssen, desto höher werden die 5G-Tarife sein und umso schleppender wird der Mobilfunkausbau bei 5G und LTE verlaufen. In der Schweiz haben die Mobilfunkfirmen vergleichsweise nur rund 330 Millionen Euro für die Frequenzen ausgeben müssen.

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keinblattvormmund 12.06.2019, 19:02
8. So geht also Digitalisierung?

Da faselt die Regierung seit Jahren von Digitalisierung als lebenswichtigstes Thema in Deutschland. Nun ja: In der Tat ist die Internetversorgung in Deutschland ein Armutszeugnis. Statt nun den Providern die 5G Versorgung schmackhaft zu machen, werden die Lizenzen teuer versteigert. Und dem Mobilfunkkunden wird versucht weiszumachen, dass die Provider das zahlen würden. Vielmehr werden diese das schön auf den Endkunden umlegen, was zur Folge hat, dass wir weiterhin in Deutschland ordentlich hohe Mobilfunkkosten haben werden. Alles ein wenig kontraproduktiv, aber durch diese indirekt erhobene Steuer hat wenigstens der Staat seinen Schnitt gemacht.

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giostamm11 12.06.2019, 19:03
9. 5g

bis das dann in Deutschland kommt.....in der Schweiz in 20 Städten Realität und bis Ende Jahr flächendeckend.....aber fast vergessen.... Deutschland ist ja auch in der Liga Italiens

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