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Mobilfunkfrequenzen: 5G-Auktion bringt Deutschland knapp 6,6 Milliarden Euro
Boris Roessler / DPA

Die Auktion von 5G-Mobilfunkfrequenzen ist abgeschlossen. Die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Drillisch bezahlen insgesamt knapp 6,6 Milliarden Euro an den Staat - deutlich mehr als erwartet.

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Gegen Zensur bei Spon 14.06.2019, 09:37
180.

Zitat von ghdstz
Erstaunlich ist allerdings Ihr festes Beharren auf irgendwelche Prognosen bezüglich des Abschaltzeitpunkts von funktionierenden Technologien. Es gibt kein Naturgesetz demzufolge die 4G-Technologie ab einem gewissen Datum nicht mehr funktioniert. Sollte sich die wirtschaftliche Situation verschlechtern, dann wird man eben deutlich weniger investieren und die vorhandene Technologie noch viel länger nutzen. Der Wert solcher Prognosen ist recht beschränkt, siehe auch die Vorhersage dass hierzulande im Jahr 2020 mehr als eine Million Elektroautos herumfahren werden.
Sie argumentieren eigentlich komplett an den letzten 25 Jahren vorbei

Jede versteigerte, erteilte Frequenzzuteilung hat eine Laufzeit
Und ein Laufzeitende
Laufzeitende= Neue Milliardeneinnahmen durch Neuvergabe
Zudem sind Frequenzen Technikneutral

Normale Laufzeiten sind 15 (+optional 5)
Bei 5G wurde erstmal eine 20 Jahres Lizenz mit gekoppelt (je nach Frequenz)
Grund: Damit sich die Investition lohnt
Bisher wurden anhezu alle (mir bekannten) Laufzeitenden einigermaßen eingehalten
Und nun laufen eben ab 2028 die ersten 4G Lizenzen ab

Und nun kommt ein technisches Detail, hier anhand eines Beispieles:
Die in Auflagen geforderten 100Mbits können aktuell nur mit 4G erreicht werden, aber eben nur auf Frequenzen unter einem GHZ, genau gemommen auf freien 700 MHZ Frequenzen
Diese Frequenzen braucht man aber für 5G, zumindest dann, wenn man das Netz ordentlich ausbauen will
Das bedeutet unterm Strich, dass 4G und 5G sich gegenseitig kanibalisieren

Ab 2030 soll auch noch 6 G kommen

Es macht daher gar keinen Sinn, die 4G Frequenzen (zumindest gute Teile davon) länger als nötig mit 4G zu belegen, weil man damit automatisch 5 und 6G behindert

Zudem können wir da in der EU keinen Sonderweg gehen

Es ist daher ausschließlich ein knallhartes Ausblenden von Fakten wenn man den Ausbau von 5G auf die lange Bank schiebt

Hat Deutschland nebenbei bei 2, 3 und 4 G schon gemacht, mit bekannten desaströsen Ergebnissen
Immer dieselbe Leier: Die alte Technik so lange gepimpt bis es nicht mehr ging, und dabei die Neutechnik automatisch behindert

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Gegen Zensur bei Spon 14.06.2019, 09:53
181.

Zitat von ghdstz
Werter Forist, da Sie sich so vehement in einem technischen Thema wie 5G engagieren gehe ich davon aus dass bei Ihnen ein gewisses Maß an technischem Grundverständnis vorhanden ist. Vermutlich haben Sie sich mittlerweile auch über D2D informiert und erkannt, dass Sie - wie so viele andere auch - auf die Propaganda der Mobilfunker hereingefallen waren. Nochmals, für alle anderen - für (teil)autonomes Fahren, moderne Fabrikautomation und moderne Agrarwirtschaft braucht man keine 5G-Mobilfunknetze. Das gilt selbst dann wenn man dafür die aus der 5G-Normierung entstandene D2D-Schnittstelle einsetzt, denn dabei handelt es sich nur um eine etwas andere Art von WLAN. Diese Anwendungen laufen dann auch auf anderen Frequenzbereichen, Mobilfunker müssen leider draußen bleiben ... (;-)) ... Es wäre nur fair wenn Sie nun auch zugeben würden dass Sie im Laufe der Diskussion dazugelernt haben ...
In all meinen Beiträgen habe ich oft genug gesagt, dass man THEORETISCH für das autonome Fahren kein 5G braucht, daher verstehe ich Ihre Argumentation nicht

Ich argumentiere aus der Praxis heraus
Wenn man autonomes Fahren ohne 5G betreibt, dann haben Autokonzerne in D (im Asien ist es anders) kein Interesse an flächendeckendem 5G
Die Telekommunikationskonzerne haben auch kein Interesse, will ja keiner
Die Kunden haben auch kein Interesse, braucht ja keiner, gibt ja keinen Mehrwert

Folge 2: Die Industrie hat kein Interesse, irgendwelchen Mehrwertdienste auf 5G Basis anzubieten, schließlich gibt es zuwenig Netzabdeckung, und der mobile Bürger hat es ja nicht, und die Fahrzeuge haben es ja nicht etc etc etc

Folge 3: Hardwareanbieter etwickeln keine 5G Gerätschaften, gibt ja zuwenig Netzabdeckung

Gegenbeispiel Asien:
Flächendeckend 5 G in den Fahrzeugen gesetzlich vorgeschrieben
Daher ein Interesse der Autokonzerne, die Mobilkonzerne zum Ausbau zu bewegen
Für die Mobilkonzerne ist es auch lohnend, da diese einen Mehrwert generieren
Für die Industrie ist es lohnend, da man Mehrwertdienste anbieten kann
Für Entwickler ist es lohnend, da man einen unbegrenzten Absatzmarkt hat...

Wir separieren mit unserer denkweise die Technik und nutzen keine Synergieffekte
Aber wir werden gezwungenermaßen so oder so in 15 Jahren flächendeckend 5 G haben
Und auch unsere Fahrzeuge MÜSSEN irgendwann mit 5G kommunizieren können (siehe EU Richtline Notruffunktion Neufahrzeuge)
Warum man daher es langsam angehen lässt ist zu Zeiten von Nullzins schlicht dämlich

Nebenbei ist der einzige Grund der gegen 5G spricht die Argumentation: Kostet viel Geld
mehr als das kommt nicht
Kostet es denn in 10 Jahren weniger?
Und wenn Sie nicht an Laufzeitenden glauben, kostet es in 20 Jahren weniger?
Oder spekulieren Sie daruf, dass wir 5 G auslassen und gleich auf 6G gehen?

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Gegen Zensur bei Spon 14.06.2019, 10:15
182.

Grundsätzlich:

1:
Die 2019 vor wenigen Tagen vergebenen Lizenzen für 5G haben eine Laufzeit bis 2039, also 20 Jahre
Begründung der EU: Damit sich die Investition auch lohnt

2:
In Deutschland wurde 4G in 2010 versteigert, Laufzeit 15 Jahre (tw+5)
Die EU denkt über 5 Jahre Verlängerung bei manchen Frequenzblöcken nach
In Deutschland kann daher 4G in manchen Frequenzbereichen ab 2025 , bei Verlängerung ab 2030 wegfallen

3: Eine Verlängerung von 4G bedeutet automatisch, dass 5G nicht optimal ausgebaut werden kann, da nötige Frequenzbereiche durch 4G und Co belegt sind

Grundsätzlich:

Ab 2028 dürfte 6G so langsam in die Versteigerungsphase kommen
Das Franhofer forscht daran, China spricht von Marktreife bis 2030, sieht 6G als den letzten echten Evolutionsschritt an

Und bei 6G besteht eben das Problem, dass Glasfaser eigentlich bereits zu langsam dafür ist
Und deswegen ist bei 6G die Grundbasis ein flächendeckendes, umrüstbares 5G Netz
Wenn wir nun heute viel Geld in Glasfaser stecken um den 5G Ausbau zu verbilligen, um Masten einzusparen, dann rächt sich das in 10 Jahren

Das ist der aktuelle Stand der Mobilfunktechnik
Die Wirtschaftlichkeit ist dabei mal aussen vor

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Gegen Zensur bei Spon 14.06.2019, 12:33
183.

Zitat von Gegen Zensur bei Spon
Grundsätzlich: 1: Die 2019 vor wenigen Tagen vergebenen Lizenzen für 5G haben eine Laufzeit bis 2039, also 20 Jahre Begründung der EU: Damit sich die Investition auch lohnt 2: In Deutschland wurde 4G in 2010 versteigert, Laufzeit 15 Jahre (tw+5) Die EU denkt über 5 Jahre Verlängerung bei manchen Frequenzblöcken nach In Deutschland kann daher 4G in manchen Frequenzbereichen ab 2025 , bei Verlängerung ab 2030 wegfallen 3: Eine Verlängerung von 4G bedeutet automatisch, dass 5G nicht optimal ausgebaut werden kann, da nötige Frequenzbereiche durch 4G und Co belegt sind Grundsätzlich: Ab 2028 dürfte 6G so langsam in die Versteigerungsphase kommen Das Franhofer forscht daran, China spricht von Marktreife bis 2030, sieht 6G als den letzten echten Evolutionsschritt an Und bei 6G besteht eben das Problem, dass Glasfaser eigentlich bereits zu langsam dafür ist Und deswegen ist bei 6G die Grundbasis ein flächendeckendes, umrüstbares 5G Netz Wenn wir nun heute viel Geld in Glasfaser stecken um den 5G Ausbau zu verbilligen, um Masten einzusparen, dann rächt sich das in 10 Jahren Das ist der aktuelle Stand der Mobilfunktechnik Die Wirtschaftlichkeit ist dabei mal aussen vor
Ergänzung, es war unglücklich formuliert

Glasfaser in der aktuellen Éinbindung ist für 6G zulangsam
6G zielt auf die barrierelose Verschmelzung Richtfunk und Glasfaser
Zudem ist mit 6G erstmals eine echte Konkurrenz zum teuren Glasfaserausbau machbar, vor allem bei der letzten Meile

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dustinseewind 14.06.2019, 19:33
184. Gebe ich Ihnen Recht

Zitat von Objectives
5G für Unternehmen mag ja Sinn ergeben. Für die meisten Privatanwender eher nicht.
ich zahle bei Vodafone :
9 Eurocent je Minute Telefonie
9 Eurocent je SMS
9 Eurocent je MB Daten (theoretisch, benötige ich nicht)

Ich vermisse weder 5G, noch 4 G - finde die Preise fair.
Klar für HD-Kampfmasturbanten ist es nie schnell genug - aber die möchte ich nicht querfinanzieren.

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Gegen Zensur bei Spon 15.06.2019, 08:53
185.

Zitat von dustinseewind
ich zahle bei Vodafone : 9 Eurocent je Minute Telefonie 9 Eurocent je SMS 9 Eurocent je MB Daten (theoretisch, benötige ich nicht) Ich vermisse weder 5G, noch 4 G - finde die Preise fair. Klar für HD-Kampfmasturbanten ist es nie schnell genug - aber die möchte ich nicht querfinanzieren.
Geht eigentlich zu 100% an der Realität vorbei

1: Auch wenn Sie niemals Autobahn fahren ist es korekt, dass Sie diese mitfinanzieren, schließlich funktioniert Ihr leben nur, weil es diese gibt
Und ohne 4 und 5G ist es genau so

2: 5G ist kein HD-Kampfmasturbant Dienst
Wurde x mal erklärt

Mal zum nachdenken: Die Festnetztelefoniegeneration sagt ganz sicher auch: Für die Mobilmasturbanten wollen wir nicht mitbezahlen

Und die Offliner sagen sicherlich auch: Für die Dauercahtter wollen wir nicht mit bezahlen

Sie sehen, wie Unsinnig das ist

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