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Mögliche Sicherheitslücken: Piloten fürchten Hackerangriffe auf Flugzeugelektronik
DPA

Cyberterroristen könnten die Elektronik modernen Passagiermaschinen manipulieren, warnen Experten. Hersteller und Airlines wollen davon nichts wissen, doch Piloten und Behörden nehmen die Bedrohung ernst.

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von_scheifer 23.05.2015, 18:10
1. Die Pilotengewerkschaft schürt Ängste und Hysterie

Ist es wirklich nutzvoll wegen vager Befürchtungen in die Öffentlichkeit zu gehen, statt auf Sicherheit im Flugzeug zu drängen?

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tailspin 23.05.2015, 18:11
2. Gibts was Neues?

Was macht eigentlich Malaysian Flight 370 von Kualala Lumpur nach Peking, der nie ankam?

Ich hatte kuerzlich einen Piloten der United Airlines aus meinem Bekanntenkreis gefragt, ob sein Computersystem eine NSA Backdoor haette. Er wusste davon nichts.

Aber so geht es wohl jedem, der einen Computer betreibt.

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Pinin 23.05.2015, 18:20
3. Hacker-Angriffe werden nie technisch blockiert werden, denn ...

... dafür werden schon CIA & Co. bei den Herstellern der Elektronik sorgen.
Wo bleibt übrigens MH370?

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tailspin 23.05.2015, 18:24
4. Apropos

Auf dem Bild rechts auf dem Tablett des Copiloten steht eine Wasserflasche. Was passiert eigentlich, wenn diese umfaellt und das Wasser sich ueber den Bordcomputer ergiesst?

Fliegt das Flugzeug dann weiter?

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mark.engelbrecht 23.05.2015, 18:29
5. ... auch andauernde Wiederholung...

... macht die Behauptungen dieser "IT-Experten" nicht wahrer. Mag ja sein, daß Herr Teso wirklich glaubt, das Flight Managment System und die Flight-Control Systeme seien wie bei seinem Flugsimulator per Ethernet an das WiFi angebunden, in der Realität sieht die Sache aber Gott sei Dank anders aus.

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aviation1988 23.05.2015, 18:41
6. Der Pilot ist und bleibt ein Mensch...

... und das ist auch gut so. Denn selbst wenn es unter enormen Aufwand und mit hohen Kosten einem Hacker gelingen sollte, bestimmte Funksignale zu manipulieren (wie unter reinen Laborbedingungen mit dem ACARS System bereits aufgezeigt wurde), dann entscheidet immer der Pilot, ob das Flugzeug den Befehlen folgen soll oder nicht. Jedes automatische System kann vom Piloten abgeschaltet werden (oberste Regel in der Luftfahrt, Sicherheit).
Manuelles Fliegen ist zu jeder Zeit möglich!
Über das Passagier Entertainment System in die Flugsteuerung einzugreifen ist unmöglich, weil es schlicht keine Datenverbindung von der Passagierkabine zur Flugsteuerung gibt.
Es ist also physikalisch/technisch unmöglich.
Solche Drohungen/Behauptungen, ein Flugzeug hacken zu können, werden natürlich ernst genommen, auch wenn sie noch so unwahrscheinlich sind, gerade in den USA. Aber das heißt nicht, dass sehr viel hinter so einer Behauptung steckt.

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Hajojunge 23.05.2015, 18:49
7. Die geraten ja schon in Panik, wenn einer den Gameboy einschaltet

Der Bordelektronik wird überhaupt nichts zugetraut. Wie im Krankenhaus, wenn man ein Handy benutzt. Dabei müßte ein Hersteller, dessen Elektronik derart sensibel reagiert, seine Zulassung verlieren, egal ob bei Flugzeug- oder im Krankenhauselektronik.
Wenn dann auch noch Schnittstellen frei zugänglich sein sollten, die eine Intrusion des Systems im Flieger zulassen, dann ist Alarmstufe 3 angesagt. Da fahre ich lieber mit der Bahn.
Noch viel schlimmer sind die möglichen Auswirkungen im militärischen Bereich. Da fallen dann die A400 vom Himmel.

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broughton 23.05.2015, 18:53
8. wenn man ein klein wenig

...tiefer in dieser Materie drin steckt, so ist man sich sicher das ein Eindringen in die Flugsteuerung von aussen nicht, aber auch wirklich nicht!!! möglich ist. Der Weg geht nur in eine Richtung ! Und zwar Avionic World Richtung Open World ! ( Freies Netzwerk an Bord ) Z.B für die Airshow Daten etc. Es funktioniert nicht in die entgegengesetzte Richtung. Das wird mit einer Art Hardware Dioden gelöst. Da ist keine Software etc involviert. Da muss der Hacker schon persönlich im Avionic Compartment erscheinen und diese Dioden irgendwie überlisten. Mit dem Laptop hat er da aber keine Chance :-) eher Seitenschneider Schraubendreher und Kontaktquetsche. Einfach aber 100% sicher !

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silverhair 23.05.2015, 19:09
9. Der Fehler liegt schon oft im Gesamtsystem selber

Zitat von von_scheifer
Ist es wirklich nutzvoll wegen vager Befürchtungen in die Öffentlichkeit zu gehen, statt auf Sicherheit im Flugzeug zu drängen?
Na, wir wissen doch was passiert ohne massiven Medialen Druck auf die Politik und damit auf die Unternehmen und Geld!

"Es gibt keine Überwachung in Deutschland, damit ist die Affäre beendet"
"Es gibt ein Telefon das überwacht wurde, damit ist die Affäre beendet"
"Es gibt 26.000 Überwachte ,damit ist die ..."
"Es gibt keine Probleme , damit ist .."

Eben genau nichts passiert!

Solche Sicherheitslücken greifen eben nicht nur ein kleines Bauteil, sondern letztlich das gesamte Organisatorische und Wirtschaftliche, aber auch Politische System dahinter an, und das kostet Geld, und sowas verkauft man weder Politikern noch Unternehmen mal ebenso!

Es sind teilweise die Überwachungsysteme die selber eigentlich die Sicherheit herstellen sollen, die aber damit gleichzeitig eben weitere Einfalllöscher öffnen.. das kriegen sie nicht mehr mit ein paar "Bauteile austauschen" geregelt!

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