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Mögliche Sicherheitslücken: Piloten fürchten Hackerangriffe auf Flugzeugelektronik
DPA

Cyberterroristen könnten die Elektronik modernen Passagiermaschinen manipulieren, warnen Experten. Hersteller und Airlines wollen davon nichts wissen, doch Piloten und Behörden nehmen die Bedrohung ernst.

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Luna-lucia 23.05.2015, 19:25
10. ja, solange man

Zitat von aviation1988
... und das ist auch gut so. Denn selbst wenn es unter enormen Aufwand und mit hohen Kosten einem Hacker gelingen sollte, bestimmte Funksignale zu manipulieren (wie unter reinen Laborbedingungen mit dem ACARS System bereits aufgezeigt wurde), dann entscheidet immer der Pilot, ob das Flugzeug den Befehlen folgen soll oder nicht. Jedes automatische System kann vom Piloten abgeschaltet werden (oberste Regel in der Luftfahrt, Sicherheit). Manuelles Fliegen ist zu jeder Zeit möglich! Über das Passagier Entertainment System in die Flugsteuerung einzugreifen ist unmöglich, weil es schlicht keine Datenverbindung von der Passagierkabine zur Flugsteuerung gibt. Es ist also physikalisch/technisch unmöglich. Solche Drohungen/Behauptungen, ein Flugzeug hacken zu können, werden natürlich ernst genommen, auch wenn sie noch so unwahrscheinlich sind, gerade in den USA. Aber das heißt nicht, dass sehr viel hinter so einer Behauptung steckt.
die "Grenzparameter" nicht verändert! Aber wenn das gelänge, dann echt "gute Nacht"! Dann währe "Handsteuerung" über Hydraulikhilfen, und einem "Ruderdrucksimulator", wie in alten Zeiten, angesagt!

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silverhair 23.05.2015, 19:26
11. Soo einfach ist das nicht

Zitat von aviation1988
... und das ist auch gut so. Denn selbst wenn es unter enormen Aufwand und mit hohen Kosten einem Hacker gelingen sollte, bestimmte Funksignale zu manipulieren (wie unter reinen Laborbedingungen mit dem ACARS System bereits aufgezeigt wurde), dann entscheidet immer der Pilot, ob das Flugzeug den Befehlen folgen soll oder nicht. Jedes automatische System kann vom Piloten abgeschaltet werden (oberste Regel in der Luftfahrt, Sicherheit). Manuelles Fliegen ist zu jeder Zeit möglich! Über das Passagier Entertainment System in die Flugsteuerung einzugreifen ist unmöglich, weil es schlicht keine Datenverbindung von der Passagierkabine zur Flugsteuerung gibt. Es ist also physikalisch/technisch unmöglich. Solche Drohungen/Behauptungen, ein Flugzeug hacken zu können, werden natürlich ernst genommen, auch wenn sie noch so unwahrscheinlich sind, gerade in den USA. Aber das heißt nicht, dass sehr viel hinter so einer Behauptung steckt.
Also ein Pilot hat da keine "Manuelle Steuerung mehr", da gibts keine Drähte an denen er zieht, sondern er drückt auf die gleichen Knöpfe die letztlich auch die Computer direkt bedienen, und diese können sie immer irgendwie ausschalten ,und damit auch den Piloten schlicht handlungsunfähig machen!

Und sie müssen nicht unbedingt eine Datenleitung haben, für ein Sicherheitsrisiko reicht es aus, wenn die Computer den Eindruck bekommen das eine Störung irgendwo vorliegt, btw. der Pilot, und demzufolge falsche Entscheidungen gefällt werden!
Da reicht schon eine Beeinflussung der Sensoren oder der Energieversorung um solche Systeme zu manipulieren!

Und sie können natürlich auch ohne physikalischen Kontakt mit einer Datenleitung diese Beeinflussen, die Datenströme manipulieren oder das ganze Funktionsunfähig machen..

Ein Sicherheitsproblem existert ja nicht nur, wenn sie das flugzeug wie ein Modelflugzeug fliegen können, es reicht schon wenn sie sowohl Computer als auch Piloten handlungsunfähig machen!

Jahrelang haben Airlines den Gebrauch von Handys und Laptops, bis hin zu Taschenrechnern verboten, weil die damals sehr leicht eben eine gewaltige Fernwirkung auf die Bordelektronik hatten, solange bis man diese sehr empfindlichen Einheiten gegen Störeinstrahlung gehärtet hat. Aber das ist keineswegs mit allen Dingen so passiert, sondern nur Teilweise!

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observer2014 23.05.2015, 19:26
12. Es gab eine Zeit,

da durfte während eines Fluges an Bord keine elektronische Geräte der Passagiere eingeschaltet oder gar benutzt werden. Begründung war wohl eine mögliche oder tatsächliche Störung der Bordelektronik - was auch immer darunter zu verstehen ist. Vor kurzem habe ich eine Reportage im Fernsehen gesehen, bei dem festgestellt worden ist, dass die jüngeren Piloten das manuelle Fliegen praktisch schon verlernt haben und jetzt wieder in den Flugsimulator müssen.

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Tolotos 23.05.2015, 19:28
13. Bei den Herstellern und Airlines regieren die Betriebswirte!

Und die wollen vor allem von Kosten für Gegenmaßnahmen nichts wissen. Gehe ich recht in der Annahme, dass Hersteller und Airlines gegen die Kosten für solche Anschläge versichert sind? Dann sparen sie nämlich echtes Geld, solange sie ihre Sicht durchsetzen können.

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PowlPoods 23.05.2015, 19:33
14. Genau

wie noch beim PKW müsste der Hacker an eine physische Schnittstelle des Flugzeuges ran und es erschliesst sich mir nicht, wie das ohne Insider möglich sein sollte. Ist dagegen jemand von der Airline oder dem Personal involviert, können die jederzeit ein Flugzeug zum Absturz bringen. Das können sie aber mit jeder Maschine. Und wenn so jemand eh beteiligt ist, dann ist es fast einfacher oder sicherer eine Waffe an Bord zu bringen. Insofern ist eine Bedrohung durch Fremdsteuerung in etwa so hoch, wie das eine Biene Milch gibt.

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premiummails 23.05.2015, 19:33
15. und der airbus m400 neulich?

... hatte wie es heißt auch Elektronik- / software-Probleme. Ist das mal unter diesem Gesichtspunkt untersucht worden?

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silverhair 23.05.2015, 19:37
16. So einfach .. nein, aber anders

Zitat von mark.engelbrecht
... macht die Behauptungen dieser "IT-Experten" nicht wahrer. Mag ja sein, daß Herr Teso wirklich glaubt, das Flight Managment System und die Flight-Control Systeme seien wie bei seinem Flugsimulator per Ethernet an das WiFi angebunden, in der Realität sieht die Sache aber Gott sei Dank anders aus.
Wer sagt das sie da einen Kunstflug durchführen können müssen? Es reicht aus die Handlungsfähigkeit der Computer/Piloten entweder auszuschalten, oder die Sensoren so zu manipulieren das sie falsche Daten übermitteln, und ihr Flugzeug geht ebenso in einen kurzen Sturzflug!

Normale Elektronik ist nicht nur ein grosser Sender, sondern ebenso ein grosser Empfänger, und deshalb werden militärische Computer mit viel viel teuerem aufwang gegen "Funkeinstrahlungen" sogar gehärtet, aber das ist aufwendig, und würde letztlich neue Konstruktionen, Bauteile und einen gewaltigen Aufwand bedeuten!

Das langjährige Verbot an Board von Flugzeugen für Passagiere jegliche Elektronik vom Taschenrechner über den Laptop oder CD-Spieler zu betreiben war ja nicht aus Spaß am Ärgern der Leute erlassen worden!

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Thoddy 23.05.2015, 19:41
17.

Tja. Da will man wohl von den tatsächliche Gefahren (Piloten?) ablenken. Nun noch das Tarifgesetz, was den Piloten nicht passt, weil andere Gewerkschaften im Unternehmen größer sind. Arme Piloten.

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Thoddy 23.05.2015, 19:42
18.

Tja. Da will man wohl von den tatsächliche Gefahren (Piloten?) ablenken. Nun noch das Tarifgesetz, was den Piloten nicht passt, weil andere Gewerkschaften im Unternehmen größer sind. Arme Piloten.

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Cotti 23.05.2015, 19:45
19.

Zitat von aviation1988
... und das ist auch gut so. Denn selbst wenn es unter enormen Aufwand und mit hohen Kosten einem Hacker gelingen sollte, bestimmte Funksignale zu manipulieren (wie unter reinen Laborbedingungen mit dem ACARS System bereits aufgezeigt wurde), dann entscheidet immer der Pilot, ob das Flugzeug den Befehlen folgen soll oder nicht. Jedes automatische System kann vom Piloten abgeschaltet werden (oberste Regel in der Luftfahrt, Sicherheit). Manuelles Fliegen ist zu jeder Zeit möglich! Über das Passagier Entertainment System in die Flugsteuerung einzugreifen ist unmöglich, weil es schlicht keine Datenverbindung von der Passagierkabine zur Flugsteuerung gibt. Es ist also physikalisch/technisch unmöglich. Solche Drohungen/Behauptungen, ein Flugzeug hacken zu können, werden natürlich ernst genommen, auch wenn sie noch so unwahrscheinlich sind, gerade in den USA. Aber das heißt nicht, dass sehr viel hinter so einer Behauptung steckt.
Nach der Tragödie um das, durch einen Copiloten, zum Absturz gebrachten Flugzeuges, kam das Anliegen auf, mittels Fernsteuerung den Piloten die Macht über das Flugzeug entziehen zu können, um es dann von außen landen zu können. Wenn diese "Sicherheits"-Wünsche noch immer vorliegen, wäre eine Kaperung durch Dritte auf Dauer wahrscheinlich nicht zu vermeiden.

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