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Musik-Streaming: Spotify kritisiert Musikindustrie
AFP

Zu wenig Geld für Musiker? Der Chef von Spotify sieht die Schuld nicht bei seinem Streaming-Dienst und der angebotenen Flatrate, sondern bei der Musikindustrie. Die hätte schließlich zwei Milliarden Dollar von Spotify bekommen.

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noalk 12.11.2014, 15:08
1. Mal nachgerechnet

1 Mrd US$ an die Musikindustrie, davon 6 Mio allein wegen Ms. Swift. Noch 166 solche Musikkünstler mit einem solchen Betrag, und die Milliarde wäre voll. Es können also nicht viele Musiker sein, die von Spotify profitieren.

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spon-facebook-10000747070 12.11.2014, 15:11
2. Überzogen

Jede Ware hat einen Preis - ist dieser zu Hoch "kauft" der Konsument nicht. Was die Musikindustrie für am Computer designete Musikstücke fordert ist inzwischen einfach unverschämt. Wenn Taylor Swift nicht mehr bei Spotify anbieten will - ihr gutes Recht. Es gibt tausende andere die nur auf die Chance warten bei Spotity gelistet zu werden.

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moritz1989 12.11.2014, 15:12
3.

Also Frau Swift kann ich schon sehr gut verstehen: Das sie für das Gekreische "nur" 6 Millionen Dollar im Jahr bekommt ist eine Frechheit! Das reicht nicht einmal um ein Drittel ihrer neuen New Yorker Wohnung zu kaufen! Diese Diskussion wird von Künstlern geführt die Millionen einnehmen im Jahr. Das wirkt wenig bemitleidenswert sondern einfach nur dekadent!

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treime 12.11.2014, 15:21
4. Streaming

Und da gibt es tatsächlich noch Leute wie mich, die mit solchen Diensten überhaupt nichts anfangen können! Ich kaufe mir meine Musik dort, wo sie am günstigsten angeboten wird. Will ich ein Album kaufen, schaue ich bei Google, Amazon und anderen Anbietern. Natürlich noch checken wie die Qualität ist und dann wird gekauft.

Im Jahr 2000 habe ich noch ein CD Album für teils 10-20 DM bekommen, Vinyl damals 16,90 DM ein Album, wenn es gerade "Mainstream" war. Rechne ich in Euro um, lege pro Jahr 3% Inflation drauf und vergleiche dann mit den Preisen für MP3s... Wundert mich nichts mehr ;-)

Wenn ich ein Album auf CD für ~12 Euro kaufe, mit schöner Hülle, Inlet, bedrucktem Datenträger etc.,m erwarte ich den halben Preis für "nur Daten".

Ein einzelner Song 1,29€? Gegenüber Vinyl-Singles die damals ~5 DM kosteten sicher billiger, aber man hat auch nichts in Händen.

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c-Row 12.11.2014, 15:43
5.

Mich stört nicht, daß Frau Swift meint, ihre Musik nicht mehr auf Spotify anbieten zu müssen. Umso mehr Platz steht dann für unbekannte Nischenkünstler zur Verfügung, die ich über das Radio niemals entdeckt hätte, deren CDs ich nach Probehören auf Spotify aber gerne auch ins heimische Regal stelle.

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CommonSense2006 12.11.2014, 16:33
6.

Zitat von noalk
1 Mrd US$ an die Musikindustrie, davon 6 Mio allein wegen Ms. Swift. Noch 166 solche Musikkünstler mit einem solchen Betrag, und die Milliarde wäre voll. Es können also nicht viele Musiker sein, die von Spotify profitieren.
Das ist natürlich falsch gerechnet.
Erstens ist Spotify bei weitem nicht der einzige Dienst, der dieses Modell nutzt und an Musiker ausschüttet. Außerdem dürften es nur sehr wenige Musiker sein, die derartig viel Geld bekommen. Da dürften auch viele sein, die vielleicht nur 50.000 oder 100.000 $ im Jahr bekommen. Aber mit Live-Auftritten, CD-Verkäufen und Downloads können die davon u.U. sehr gut leben.
Und selbst Sänger, die nur 5000 oder 10.000 $ im Jahr bekommen, können wahrscheinlich ganz glücklich sein, denn das sind normalerweise Musiker, die eben sonst keinen Vertrag und Promotion bei einem großen Label bekommen würden, die sich aber einen kleinen Fankreis zusammengebastelt haben.

Alles in allem finde ich solche Dienste ganz gut und eine gute Ergänzung zu den anderen Möglichkeiten, Musik zu hören und dabei den Musikern Geld zukommen zu lassen.

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mschuerig 12.11.2014, 16:42
7. Plattenfirmen

Ich finde es überraschend, dass die Künstler immer nur auf die Streaming-Dienste schimpfen. Wäre es nicht Aufgaben der Plattenfirmen gewesen, für die Künstler von vornherein die Konditionen auszuhandeln, die diese haben wollen? Offensichtlich haben sie das nicht getan --- daran sollen nun die Streaming-Dienste schuld sein?

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GoaSkin 12.11.2014, 17:00
8.

Es gibt mittlerweile sehr viel kostenlose Musik von Künstlern, die mit der Musikmafia nichts zu tun haben wollen und keine GEMA-Mitglieder sind, die nicht zwangsweise von niedriger Qualität ist. Wenn ich dann doch mal eine Platte kaufe, dann vorzugsweise über den auf der Webseite des Künstlers verlinkten Online-Shop.

Viele Künstler wollen mit der Plattenindustrie nichts mehr zu tun haben, da sie von ihren Plattenverkäufen eh meist nur wenig bis garkein Geld wieder sehen. Und da der Platten-/CD-Laden als Ort ausgedient hat, um neue Veröffentlichungen zu finden, haben es Viele auch nicht mehr nötig, überhaupt Platten zu produzieren.

Für viele Nachwuchskünstler sind kostenlose Veröffentlichungen auf Soundcloud oder Youtube der Weg um entdeckt zu werden, damit die Leute sie auf Konzerten besuchen oder ihre Platten entdecken.

Die ganze Phonoindustrie und die Vermarktung über das Privatfernsehen dahinter ist eh nur was für Konsumverblödete.

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say_whaaaaat 12.11.2014, 17:09
9. Lang lebe Spotify

Ich nutze Spotify seit nunmehr 18 Monaten. Seit 17 Monaten kostenpflichtig, da ich schon am 2. Tag des Testmonats überzeugt war. Diese € 169,83 hätte ich im selben Zeitraum wohl kaum in CDs investiert.

Jemand, der 6 Mio im Jahr als "zu wenig" bezeichnet, meckert ganz klar auf sehr hohem Niveau. Hinzu kommen Konzert-Gagen, Gagen für Fernsehauftritte, etc. Am Hungertuch wird sie nicht nagen. Ihre Kunst wird hinreichend entlohnt. Aber mehr geht ja bekanntlich immer.

In der Musikindustrie (und allg. in der Unterhaltungsindustrie) gibt es leider zu viele bereits obsolete Instanzen, die ebenso die Hand aufhalten.

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