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Musik-Streaming: Spotify kritisiert Musikindustrie
AFP

Zu wenig Geld für Musiker? Der Chef von Spotify sieht die Schuld nicht bei seinem Streaming-Dienst und der angebotenen Flatrate, sondern bei der Musikindustrie. Die hätte schließlich zwei Milliarden Dollar von Spotify bekommen.

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hirlix 12.11.2014, 19:03
20. Angebot und Nachfrage

Wenn die Leute nicht mehr bereit sind so viel Geld für CDs und Downloads auszugeben, dann verdienen die Künstler eben nicht mehr so viel. Nirgendwo steht geschrieben, dass ein "Popstar" ein paar Millionen verdienen muss. Um eine Taylor Swift mach ich mir echt keine Sorgen. Ich hätte sehr viel mehr Verständnis, wenn unbekanntere Bands protestieren, da diese noch auf einen recht hohen Preis angewiesen sind um geringe Verkäufe zu kompensieren, aber z.B. ich als Metalfan weiss das und kaufe auch entsprechend die CDs und gehe zu Konzerten.

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Llares 12.11.2014, 19:56
21. ...

Immer dieses Geheule über die ach so teure Musik. CDs sind das EINZIGE, was die letzten 20 Jahre NICHT teurer geworden ist. Ich habe in den 90ern 30 Euro bezahlt und zahle nun 5- 15 Euro.
Ich nutze Streaming um neue Musik kennen zu lernen und mir dann, bei gefallen, die CDs zu kaufen. Ich verstehe auch nicht, wie Leute komplett auf Downloads oder Streaming gehen können. Für mich ist Musik wichtig und dazu gehört es den Künstler zu unterstützen und die Musik jederzeit aus dem Regal nehmen zu können.

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peterbrocki 12.11.2014, 20:35
22. Musik

Warum soll ich denn nicht allein Downloads bevorzugen?Die sind genauso bezahlt wie CDs,belasten die Umwelt aber wesentlich weniger weil sie keine CDs benötigen,keinen Transport,der öfter als einmal anfällt denn das Zeug wird von Hersteller zum Lager,vom Lager zum Geschäft und von dort zum Kunden transportiert!Streaming nutze ich nur für meine gekaufte Musik da ich alles in der Cloud habe und nur benötigte Musik auf den Geräten!Klappt bei Apples iTunes!Da sind auch Filme und Serien drin!Diese Streaming Dienste sind nur darum so populär weil sie den Geiz der Leute ansprechen!Mal schauen wie lang Künstler das noch mitmachen?

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stirnrunzlerin52 12.11.2014, 21:12
23. Anektode

Es gibt die Anektode aus der Zeit August des Starken als er seinen Hofnarren fragte ob er wüsste wo das ganze Geld geblieben ist was er doch einnehmen musste durch den Erzbergbau im Erzgebirge.
Der Hofnarr nahm ein großes Stück Eis von einer Skulptur und ließ es jeden an der langen Tafel zum König weitergeben. Dieser erhielt ein kleines Stück und der Narr sagte nur "da ist das Geld!"

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Celegorm 12.11.2014, 21:38
24.

Zitat von Llares
Immer dieses Geheule über die ach so teure Musik. CDs sind das EINZIGE, was die letzten 20 Jahre NICHT teurer geworden ist. Ich habe in den 90ern 30 Euro bezahlt und zahle nun 5- 15 Euro. Ich nutze Streaming um neue Musik kennen zu lernen und mir dann, bei gefallen, die CDs zu kaufen. Ich verstehe auch nicht, wie Leute komplett auf Downloads oder Streaming gehen können. Für mich ist Musik wichtig und dazu gehört es den Künstler zu unterstützen und die Musik jederzeit aus dem Regal nehmen zu können.
Gerade im Technikbereich ist fast alles günstiger geworden, sogar massiv wenn man die Leistungssteigerungen mit einberechnet. Wobei der Vergleich eh nach hinten los geht, letztlich zeigt das nur, wie hemmungslos die Gewinnmargen der Musikindustrie gerade bei den CDs war. Der langsame Niedergang muss man wohl als gerechte Strafe dafür betrachten.

Im übrigen unterstützt man mit Downloads und Streaming den Künstler ja genau so. Auf der anderen Seite haben die Künstler von einem CD-Kauf auch so gut wie nichts. Alles hängt letztlich davon ab, wie die Nutzungsrechte genau angelegt sind, sprich wie der Deal des Künstlers aussieht. Und gerade in der Frage trifft das Statement von Spotify durchaus einen wunden Punkt: Wenn zu wenig bei den Künstlern ankommt hängt das nicht zwingend davon ab, dass Konsumenten oder Verteiler zu wenig bezahlen, sondern kann auch daran liegen, dass zwischendrin zu viel hängen bleibt..

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Landkaertchen 12.11.2014, 21:43
25. Wie hoch ist denn der

Zitat von fortyplus
Als "Kleinkünstler", der drei CD-Alben mit Instrumentalmusik bei Spotify und anderen Streaming-Diensten platziert hat, kann ich die Kritik der Künstler nachvollziehen. Auch ohne Zwischenhändler sind die ausgezahlten Beträge ein schlechter Witz,...
-> Ganz unten der Tipp, wie man sinnvoll dem Künstler das Einkommen zusätzlich vergrößern kann, wenn man gern CDs kauft!

Die Musikkäufer haben hier mehrfach geschrieben, was sie ausgeben. Wie ist denn bei Musikern die Einnahmeseite? Was bringt ein gestreamter Song (also genau einmal gehört) tatsächlich? Also nicht in der Einheit "schlechter Witz", sondern in Cent? Gefällt mir eine CD, höre ich sie vielleicht 6 mal, dann landet sie im Schrank. Höre ich das gestreamt und sind, nehmen wir an, 10 Titel drauf, höre ich also bei Spotify 60 Titel. Was bringt das dem Künstler im Vergleich zum "Gewinn" einer verkauften CD?

Es ist nun mal leider generell in der Kunst so, dass der Massen-Markt recht schnell von einer geringen Zahl von Künstlern gesättigt ist. Mehr lassen sich nicht effektiv vermarkten, weil sich Kunden auch nur eine begrenzter Künstler "merken" können. Das wurde dieses Jahr mal recht gut und ausführlich in der Foto-c't beschrieben, wo es um Bilderverkauf ging. Der Effekt macht es in jeder Kunstsparte für Newcomer schwer. So "richtig" verdienen immer nur wenige. Unabhängig, wie vermarktet wird.

Unabhängig? Bei Spotify kann ich durch die Musik wühlen, wie in einem riesigen Plattenladen. Es gibt eine Menge "kleinerer" Künstler. Ich selbst interessiere mich u.a. für Electro Swing und hab mir bei Spotify (natürlich als Abonnent) eine Playlist mit über 700 Titeln zusammen stellen können. Da ich da regelmäßig höre, habe ich mit Sicherheit über das Abo für diese Künstler mehr bezahlt, als wenn ich im Plattenladen nur Mainstream angeboten bekomme. Angeboten bedeutet: beworben. Bei Spotify findet man auch Musik, die in meinem Kulturkreis selbst mit Suchen nur minimal beworben und mir damit zum Kauf meist nicht bekannt ist.

Nun noch der angekündigte Tipp: Musik bei Spotify entdecken. Dann das nächste Konzert besuchen und dort eine CD kaufen. Zu Hause in den Schrank stellen und die Titel zum Anhören wieder über Spotify streamen.

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mmy 12.11.2014, 22:18
26. das problem ist nicht

das streaming angebote zu wenig abwerfen man darf ja nicht vergessen der hier genannte ist ja nicht der einzige sprich die künstler nehmen ja aus mehrere n quellen ein! das problem ist die plattenind. selbst wenn von 6 cent pro lied noch 3 an die booker 1 an die makeup artist 1 an den hundehäufchenaufsammler den coladosenhalter und klopapierholer zahlt hat die ind. ein ausgabeproblem kein einnahmeproblem

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gankuhr 12.11.2014, 22:57
27.

Zitat von
Mich stört nicht, daß Frau Swift meint, ihre Musik nicht mehr auf Spotify anbieten zu müssen. Umso mehr Platz steht dann für unbekannte Nischenkünstler zur Verfügung, die ich über das Radio niemals entdeckt hätte, deren CDs ich nach Probehören auf Spotify aber gerne auch ins heimische Regal stelle.
Also ich muss ganz ehrlich sagen - ich kann mich nicht mehr dran erinnern, was ich vor dem Euro exakt für eine cd bezahlt habe, aber zu dem Rest was sie schrieben (von wegen was in der Hand halten) folgende Info:

Ich hatte mal eine amateurband, und wir waren kurz davor, eine cd zu produzieren. Wir peilten damals eine Auflage von 500-1000 Stück an. Für die reinen Materialkosten lagen wir grob hier: ca. 150€ für einen "goldmaster", das ist quasi die Vorlage fürs pressen, eine Art einmalinvestition, und dann ca 15-30 Cent je cd. 15 bei rudimentärer cd mit einem kleinen 2-seitigen booklet, 30 Cent für eine cd mit aufwändigem aufklapp-Cover und mehreren Seiten booklet. Dazu optional ca 3 Cent pro cd, wenn man das ganze in klarsichtfolie eingeschweißt haben will.

Was ich sagen will: die Kosten für die physische cd sind marginal und machen nur einen Bruchteil des Kaufpreises aus. Insbesondere bei Popstars, die eine ungleich höhere Auflage haben. Ob sie also was in der Hand halten oder nicht, spielt für den Preis keine rolle.

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derfalscheprophet 12.11.2014, 23:06
28. Schwieriges Thema

Bin Fan der elektronischen Tanzmusik (Depp-,Tech-,Super-House,Minimal)
Wie sagte einst Paul Kalkbrenner....
Auf der einen Seite besteht man auf seine Einnahmen,aber auf der anderen Seite ist es die beste Art (Streaming,(Iilegaler)Download,Piraterie) Werbung zu machen.
Gut,ein ROBIN SCHULZ braucht diese nicht mehr,aber die meisten Künstler in der Szene sind auf Werbung und Verbreitung angewiesen.
Ich unterstütze Sie meist per Festival-,Konzert und Clubveranstaltungen.Dafuer kaufe ich mir halt keine CDs;)

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keinquerleser 13.11.2014, 00:36
29. Taylor Swift

Liebe SPON Foren - Kollegen,
manchmal hilft aktives nachdenken tatsächlich!
Das Frau Swift riesige Einheiten absetzt ist klar! Nicht umsonst ist ihr neues Album innerhalb 14 Tagen das meist verkaufte Album des Jahres! Umgerechnet sind da die 6 Millionen von Spotify wirklich lächerlich! Nur: Die Schuld daran trägt eben nicht Spotify, sondern Swifts Plattenfirma, die wohl nen schlechten Deal ausgehandelt hat ...

... ich bin kein Taylor Swift Fan! !!!

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