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Musikmarkt in den USA: Noch nie wurden so wenige Musikalben verkauft
DPA

Der Erfolg von Spotify und Co. hat drastische Auswirkungen auf den Handel: In den USA wurden vergangene Woche so wenige Alben verkauft wie mindestens seit 1991 nicht mehr. Und die Digitalverkäufe sind sogar schon eingerechnet.

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silenced 29.08.2014, 10:57
1.

Ganz normale Entwicklung. Damals war nie die Musik die man mochte immer irgendwo verfügbar. Es gab nur rel. wenige Radiosender und die spielten nie das was der Kunde hören wollte.

Daher kaufte man sich eben die Schallplatten, Kassetten oder CDs.

Dann kam das Internet, und die immer und jederzeit verfügbare Lieblingsmusik. Die Entwicklung ging dahin, daß man sich im Internet seine Genres zusammenstellen konnte die man gerne hört, und man bekommt nur das was man möchte. Nicht auch all das, was einem die Industrie geben wollte.


Das ist ein ganz normaler Entwicklungsschritt den die Musikindustrie einfach von Anfang an verschlafen hat. Es geht weg von der Gelddruckmaschine hin zu mehr Kundenfreundlichkeit. Eine schlechte Entwicklung, das ist wohl wahr. Sehr schlecht. Nur nicht für den Kunden, der bekommt genau das was er möchte, das ist wahre Kundenfreundlichkeit. Mit der lässt sich aber bekanntlich nicht soviel Geld verdienen.

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cola79 29.08.2014, 10:58
2. Ist nur noch Geräuschbrei

Es wird doch heute alles im Studio zu einem einzigen Brei gestampft, es hört sich alles gleich an. Im besten Fall hört man noch die unterschiedlichen Drums raus, bei der Gitarre klingts alles mittlerweile nach Retorte, und den Bass hört man in der Regel kaum. Dazu noch autotune-Stimmchen, die Banalitäten säuseln oder schreien.

Dafür Geld zahlen? Überhaupt gucken, was angeboten wird? Nö!

Vor 15 Jahren klangen die Bands noch unterschiedlich, die Aufnahmen waren auch nicht auf Perfektion getrimmt, sondern auf Individualität.

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inovatech 29.08.2014, 11:01
3. Wenn die Musik

zunehmend schlechter wird wundert man sich über stagnierende Verkaufszahlen ? Respekt!

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herumnöler 29.08.2014, 11:04
4. Musik?

Ist ja kein Wunder: Eine Hintereinanderreihung von ziemlich wahllosen Toenen ist keine Musik mehr. Gelegentlich hoere ich mir die Hits aus den 1960ern bis 1980ern an, da waren noch echte Perlen dabei. Aber heute?
Und "Flatstream" sagt ja schon alles: Es ist einfach flach.

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sapalot 29.08.2014, 11:07
5. Erfolg?

Eine traurige Entwicklung für Musik, sowie Künstler und nicht zuletzt für den Musikliebhaber!
Eingeläutet hat diese Entwicklung doch die Musikindustrie selbst, die nur noch auf den Konsum und keinesfalls auf Nachhaltigkeit ausgerichtet war und ist. Unter Zeitdruck entstanden Alben mit nichtssagenden Songs, lieblosen Booklets und einer Gesamtlänge von einer Dreiviertelstunde: wer möchte diese denn besitzen? Produzenten spülten Songs immer weicher: es entstand ein Einheitsbrei. Kein Künstler wurde nachhaltig aufgebaut - stattdessen war alles auf schnellen Erfolg getrimmt. Der Onlineverkauf und auch das Streaming wurde total verschlafen, wobei man dem Kunden auch noch Eigentum für Besitz vormachte (siehe Kopiermöglichkeiten).
Ergo bekommt die Musikindustrie, was sie verdient - ansonsten siehe erster Satz!

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dasdondel 29.08.2014, 11:26
6. Geld ?

Vielleicht spielt auch das Geld eine Rolle ? CDs sind nach wie vor teuer, gleichzeitig haben die Leute weniger Geld übrig als noch vor 20 Jahren. Man macht lieber erst mal den Kühlschrank voll.

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Little_Hoss 29.08.2014, 11:45
7. Wenn man Mainstream hört... kein Wunder!

Was hören Sie denn alle für Musik und wundern sich, dass sich alles gleich anhört??? Wer Mainstream hört und zur Abwechslung mal Queen, Pink Floyd, Supertramp, Genesis etc. ist selbst Schuld! Hören Sie sich doch mal in der Blues- und Jazzszene um, oder auch Progressive Rock, hier besonders Bands wie Dream Theater, Transatlantic, Haken, Threshold, Enchant, Pain Of Salvation, Flying Colours, Ayreon, Spocks Beard, Andromeda... etc. Kennen Sie nicht? Dann beschweren Sie sich bitte nicht über einen Einheitsbrei, wenn Sie doch eigentlich genau diesen hören wollen. Die meisten der genannten Bands sind schon deutlich länger als 15 Jahre im Geschäft und klingen nicht nach Einheitsbrei! Wenn ich mir nur Trabbis kaufe, brauch ich mich nicht zu wundern, wenn es irgendwann mal langweilig wird.
Also... geben Sie mal anderen Musikrichtungen eine Chance und Sie werden erstaunt sein wie Facettenreich eben doch unsere Musikwelt ist.
Als ganz Tipp zum Einstieg: Haken

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caneslunarum 29.08.2014, 11:48
8. Tja so ist das Leben...

Zum Glück müssen die "Künstler" jetzt wieder raus zu den Fans, sich präsentieren und eine gute Show abliefern um zu unterhalten und zu verdienen.

Pech für die Content Industrie, da sie mittlerweile nur noch marktbereinigte Preise für Konservenmusik erzielen können. Ich kann mich gut erinnern wie die früher mehr als die Hälfte meines Geldes (Schülerzeiten) eingesaugt haben.

Pech für mich, das Musikfrickler, deren Musik ich zu schätzen gelernt habe, selten gleichzeitig Bühnenstars sind und da wohl in Zukunft etwas weniger Output zu erwarten sein wird.

Rumheulen gilt nicht... Wer als Musiker von seiner Arbeit gut leben will, der muß nicht nur was können sondern sich eben auch etwas einfallen lassen... in diesem Sinne

Tadaa

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Indigo76 29.08.2014, 11:52
9.

Zitat von cola79
Vor 15 Jahren klangen die Bands noch unterschiedlich, die Aufnahmen waren auch nicht auf Perfektion getrimmt, sondern auf Individualität.
Das ist Unsinn. Es ist noch nicht lange her, da war ich zum Grillen bei meinen Eltern. Mein Vater hat im Radio grundsätzlich irgendwelche Oldie-Sendungen Laufen. Und nach zwei Stunden Berieselung fing ich mich an zu wundern, dass 80% der Musik nach Beatles klang, obwohl die Bieatles nicht ein einziges Mal vorkamen.

Es war schon immer so, dass zu bestimmten Zeiten die Musik ähnlich klang. Eine Band hat erfolg und sofort tauchen zwanzig Bands auf, die das Konzept kopieren. An diesem Prinzip hat sich seit Mozart nichts geändert!

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