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Myanmar: Facebooks halbherziger Kampf gegen den Hass
REUTERS

In Myanmar ist Facebook der wichtigste Internetdienst, und er ist voll von Aufrufen zu Gewalt gegen muslimische Minderheiten. Ein Bericht deckt auf, wie lange der Konzern das schon weiß - und wie langsam er reagiert.

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Tr1umph 17.08.2018, 10:24
1.

Menschenleben haben für Facebook und Marc Zuckerberg keinen Wert. Der Genozid an den Rohingya ist eine direkte Folge der Einführung von Facebook in dem Land. Das ist seit langem bekannt.
Und was macht Facebook? Unterm Strich nichts. Die Abschaltung Facebooks hätte das Morden vermutlich frühzeitig stoppen können. Stattdessen lässt Facebook es weiter zu, dass über Facebook weiter der Hass geschürt wird. Der Gewinn ist wohl wichtiger als die Menschen.

Facebook wird in dem Land als Waffe eingesetzt die schon tausende unschuldige Menschenleben vernichtet hat. Facebook hätte es in der Hand das Morden zu stoppen, macht aber praktisch nichts dagegen. In meinen Augen macht sich Facebook dadurch der Beihilfe schuldig.

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OhMyGosh 17.08.2018, 11:53
2.

Ach, das wissen wir doch schon seit Jahren, dass man in Sugarboys Fratzenbuch nur Posts löscht, auf denen Nippel hervorblitzen. Aufrufe zur Gewalt an Minderheiten sowie Hetzpropaganda interessiert MZ nicht die Bohne. Der verfolgt nur den Börsenindex.

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tmattm 17.08.2018, 11:56
3. Facebook ist ein riesiger Stammtisch

und bisher haben wir nicht angefangen, das oftmals rechte Geschwätz dieser zu zensieren. Bei dem riesigen Stammtisch facebook rufen alle "hatespeech" und fordern nochmehr Kontrolle. Schwierig! Wie bringt man die Bevölkerung ab vom Islamhass? Was tut der Staat, um die Rohingya zu schützen? Das Thema ist komplizierte und größer als ich es beurteilen kann. Aber auch größer als "facebook muss einfach mehr sperren"!

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Nonvaio01 17.08.2018, 12:22
4. FB ist nicht die polizei...

Zitat von Tr1umph
Menschenleben haben für Facebook und Marc Zuckerberg keinen Wert. Der Genozid an den Rohingya ist eine direkte Folge der Einführung von Facebook in dem Land. Das ist seit langem bekannt. Und was macht Facebook? Unterm Strich nichts. Die Abschaltung Facebooks hätte das Morden vermutlich frühzeitig stoppen können. ......
die Regierung in Burma foerdert das abschlachten, solange die regierung in dem Land sich nicht an FB wendet sind die anscheinend nicht gegen das posten solcher posts. In D musste auch erst die regierung einschreiten. Es ist nicht FB die den aufpasser spielen muessen, sondern die regierung macht Gesetzte die befolgt werden muessen.

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kumi-ori 17.08.2018, 12:27
5. Das Thema ist sogar noch sehr viel größer

Zitat von tmattm
und bisher haben wir nicht angefangen, das oftmals rechte Geschwätz dieser zu zensieren. Bei dem riesigen Stammtisch facebook rufen alle "hatespeech" und fordern nochmehr Kontrolle. Schwierig! Wie bringt man die Bevölkerung ab vom Islamhass? Was tut der Staat, um die Rohingya zu schützen? Das Thema ist komplizierte und größer als ich es beurteilen kann. Aber auch größer als "facebook muss einfach mehr sperren"!
Über Facebook und dergleichen spreche ich schon längst nicht mehr. Das Verhalten der burmesischen (mynamaresischen?) Bevölkerungsmehrheit gegen der Minderheit der Rohingya ist kriminell und verabscheuungswürdig. Gar kein Zweifel.

Es gibt aber da einen Punkt, der wird stets verschwiegen. Die Rohingya gehören nicht eigentlich zu Myanmar, sondern sind als Arbeitssklaven von der damaligen englischen Kolonialregierung aus Bengalien nach Myanmar verschleppt worden. Als sich die Engländer zurückzogen, haben sie einfach diese Leute im Land belassen, ohne sich darum zu kümmern, was aus ihnen wird. Man muss diese Situation jetzt mal aus der Sichtweise der einheimischen Bevölkerung betrachten. Wir verlangen von den Burmesen, dass sie die Rohingyya als Mitbewohner anerkennen, weil es sich hierbei um eine Verfügung der englischen Kolonialverwaltung handelt, an die sich die Bevölkerung gefälligst zu halten hat.

Ich will hier keines Falls irgendeine der Gräueltaten entschuldigen, aber es wäre aus europäischer Sicht sicher hilfreich, wenn die Kolonialmächte mal ihre eigene Verantwortung hier thematisieren und eingestehen würden, und nicht in völlig unangebrachte moralische Bevormundung verfallen würden. England macht sich hier einen schlanken Fuß, aber es steckt in Wahrheit genauso mit drin. England muss hier eine Lösung für die Gestrandeten finden.

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erser 17.08.2018, 14:11
6. ash40950

... Sie können doch diese Greultaten nicht dadurch indirekt billigen, nur weil woanders Muslime schlimmes gemacht haben. Sie sehen nur mit dem rechtem Auge.

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blurps11 17.08.2018, 15:21
7.

Zitat von Tr1umph
Menschenleben haben für Facebook und Marc Zuckerberg keinen Wert. Der Genozid an den Rohingya ist eine direkte Folge der Einführung von Facebook in dem Land. Das ist seit langem bekannt. Und was macht Facebook? Unterm Strich nichts. Die Abschaltung Facebooks hätte das Morden vermutlich frühzeitig stoppen können. Stattdessen lässt Facebook es weiter zu, dass über Facebook weiter der Hass geschürt wird. Der Gewinn ist wohl wichtiger ......
Ach, und ich Dummerchen dachte bisher, dass die fanatischen Buddhisten und das Militärregime ( inzwischen mit demokratischem Feigenblättchen ) verantwortlich wären, weil sie einen religiös und ethnisch homogenen Nationalstaat erschaffen wollen - mit allen notwendigen Mitteln.

In diesem Zusammenhang wurde und wird ja auch nicht nur gegen die Rohingya Krieg geführt, was nebenbei das "Argument" entkräftet, dass diese eindeutig irgendwie selbst schuld sein müssten, weil Muslime bekanntlich immer nur Täter und nie Opfer sein können.
Danke für die Aufklärung - Endlich weiß ich, dass es doch wieder nur der böse Ami war.

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erser 17.08.2018, 16:20
8. Friedensnobelpreis

Die Präsidentin dieses Landes ist mit Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden vor Jahren. Und jetzt lässt sie Völkermord zu.

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thunderflash 18.08.2018, 04:40
9. Wer Kampf gegen Hass sagt

Wird es schwer haben diesen zu wandeln.
Du kannst Hass nicht "besiegen"...
Du kannst ihm mit Liebe begegnen.

Hasst du den Hass und bekämpfst ihn, entsteht nur weiterer Hass

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