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Nach Verhaftung des WikiLeaks-Gründers: Das erwartet Julian Assange
Henry Nicholls/ REUTERS

Vor einer Woche wurde WikiLeaks-Gründer Assange in ein Londoner Gefängnis gebracht. Gegen ihn laufen geheime Ermittlungen, es droht eine Auslieferung an die USA, es gibt Spionagevorwürfe: Wie geht es weiter?

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w.diverso 18.04.2019, 17:09
1. Assange kann aber auch für Trump gefährlich werden.

Wenn Assange wirklich an Amerika ausgeliefert und dort dann vernommen wird, wäre es doch denkbar, dass er auch über den Weg der Clinton-Emails was zu sagen hat. Dabei könnten doch vielleicht unangenehm Dinge über Helfer oder über Familienangehörige von Trump ans Tageslicht kommen. Wenn Amerika auf die Auslieferung verzichtet weiß man dann auch warum. Wird interessant werden.

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Dr. Kilad 18.04.2019, 17:13
2. Rechtlich ist doch alles klar

Es geht einzig darum, ob Regierungen diejenigen bestrafen dürfen, die ihre völkerechtwidrigen Taten öffentlich machen. Die wirkliche Brisanz besteht in den US-Verbrechen un den Umgang damit.

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Alternator 18.04.2019, 17:20
3. Fünf Jahre sind möglich. Mehr nicht.

Internationalem Auslieferungsrecht folgend, dürften die US-Behörden nach erfolgter Auslieferung keine weiteren Straftatbestände zu den Anklagen hinzufügen.
Das Auslieferungsersuchen ist wegen der Einbrüche in Computersysteme gestellt.
Darauf sind bis zu 5 Jahre Haft angedroht.
Das ist auch die höchste Srafe, die Asssangge droht.
Das FBI wird ihm Deals anbieten weil er über die Trump-Russland Affäre bescheid weiß, es würde mich wundern, wenn er auch nur ein Jahr abzusitzen hätte. Er muss nur über seine Beteiligung an der Wahlbeeinflussung 2017 auspacken, und ihm wird es gut gehen.

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zzipfel 18.04.2019, 17:25
4. Vor allem auch, Herrn Trump durch Wahlkampfhilfe

Zitat von Dr. Kilad
Es geht einzig darum, ob Regierungen diejenigen bestrafen dürfen, die ihre völkerechtwidrigen Taten öffentlich machen. Die wirkliche Brisanz besteht in den US-Verbrechen un den Umgang damit.
zur Macht verholfen zu haben, wiegt schwer. Die massive Beeinflussung der Wahl durch illegale Veröffentlichung privater eMails sehe ich schon als nicht unerhebliche Straftat.

Trump-Fans sehen das sicherlich entspannter.

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Der Pragmatist 18.04.2019, 17:29
5. Rudimentär??

Ola Bini lebt und arbeitet seit 6 Jahren in Equador und arbeitet fuer eine lokale Organisation und sein Spanisch ist nur rudimentär?

Wie kann man 6 Jahre in einem Land leben und nicht die Sprache sprechen??

Wahrscheinlich ist es eine billige Ausrede

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pnegi 18.04.2019, 17:31
6. Immerhin...

... es ist wohl das umfangreichste Material, dass SPON bezüglich Assange und Manning bisher publiziert. Man versucht, journalistisch korrekt zu erscheinen, jedoch gelingt es halt nicht immer. Die Verfasserin möge mal kurz nachdenken, wie wohl der Artikel ausgefallen wäre, wenn nicht die USA, sondern Russland hier die treibende Kraft wäre. Solch schwammige Aussagen wie, es gehe "um die Erlangung und die Weitergabe von Hunderttausenden vertraulichen Dokumenten aus dem Irak- und Afghanistankrieg" sind kein Journalismus. Speziell wenn man weiss, dass es hier um die Offenlegung schwerster Kriegsverbrechen geht, begangen von der angeblich grössten Demokratie unter Gottes Himmel. Und es wäre gerade in diesem Augenblick hilfreich, wenn SPON speziell für die jüngeren Leser einige Links zu offengelegten "vertraulichen Dokumenten" anbieten würde. Warum sollen die Leute nicht sehen, was im "collateralmurder"-Video geschieht. Eines der unbewaffneten Opfer war ja schliesslich ein Reuters-Kollege, ein Journalist. Und mit Assange sitzt ein weiterer Kollege auf der Anklagebank. Wo sind die Anklagen gegen die Täter, Planer und Finanziers der aufgedeckten Verbrechen? Es gibt sie nicht.

Auch bezüglich der Clinton, DNC und Podesta Mails wäre es nun an der Zeit, einige besonders brisante Schriftstücke der SPON-Leserschaft heute nahezulegen. Gerade weil die Ära der Robert-Mueller-Russia-Collusion heute zu Ende ging. Und es war kein besonders rühmliches Ende. Hätte man von Anfang an diese Mails verfolgt, wüsste man, warum Clinton die Wahl verloren hatte und man hätte sich den ganzen Zirkus sparen können. Lesen bildet! Jeder, der heute aus allen Wolken fällt ob der Ergebnisse des Mueller-Hoax, sollte das für die Zukunft beherzigen. Glaubt nicht den Mist, den sie Euch erzählen. Recherchiert selber...

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fkzt 18.04.2019, 17:34
7.

Was ist eigentlich aus den Verbrechen und Verbrechern geworden, die WikiLeaks aufgedeckt hat? Es kann doch nicht der Ernst sein, dass niemand für die Massenmorde im nahen Osten verantwortlich gemacht wird - jedoch der, der diese Informationen der Öffentlichkeit nicht vorenthalten möchte, nun vor Gericht gezerrt wird.

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Johann Dumont 18.04.2019, 17:37
8. Trump kennt keine Freunde !

Ohne Assange wäre Trump jetzt nicht Präsident, der Skandal mit dem Betrug an Bernie Sanders und die Emails von Hillaria Clinton wären nicht so gut getimed aufgetaucht. Genau dass hatte Rückblickend den Ausschlag gegeben. Obama hielt die Füße still - jetzt sitzt er - und unsere Pressefreiheit ist auf Informanten angewiesen. Gut das die Kommentarfunktion hier eingeschaltet ist.

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mwroer 18.04.2019, 17:46
9.

Also kurz und knapp formuliert: Er sitzt auf absehbare Zeit im Gefängnis bis sich die Presse gelangweilt etwas anderem zuwendet, Zeit kann man ja mit Formalitäten im Auslieferungsverfahren genug schinden, und verschwindet dann in irgendeiner US Einrichtung.

Alleine schon das Frau Manning wegen Aussageverweigerung einfach in Haft genommen werden kann zeigt wo die Reise hingeht. Assange wird ziemlich sicher unter irgendeinem 'die nationale Sicherheit betreffend' Vorwand angeklagt werden. Ob das nun ausgerechnet der Espionage-Act ist oder nicht, eher nicht weil er die Presse wieder auf den Plan ruft die zwar Assange nicht helfen will aber doch veröffentlichen möchte was jemand liefert, werden wir dann sehen.

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