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Netzwerkfestplatte in der Praxis: Meine Cloud ist selbstgebaut
Matthias Kremp

Jeder will Datensicherheit - nur darum kümmern will sich keiner. Hilft eine Netzwerkfestplatte? Wir haben ausprobiert, wie kompliziert ihre Einrichtung ist und ob sie im Alltag Dienste wie Dropbox ersetzen kann.

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erational99 06.08.2017, 07:44
1. Lösung nicht diebstahlsicher

Die Idee ist sehr gut, allerdings sind die Daten weg, wenn ein Einbrecher das NAS + Laptop klaut oder die Bude abbrennt. Das ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber für den Fall habe ich (QNAP) die Lösung, dass ich die Daten verschlüsselt noch zu einem Freund mit QNAP synche...

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ChildInTime 06.08.2017, 07:57
2.

Zitat aus dem Artikel:
Und zu guter Letzt wollte ich meinen eigenen Cloud-Speicher haben, den ich mit Smartphone und Tablet unterwegs nutzen kann, ohne meine Daten fremden Server anvertrauen zu müssen.

Die Daten landen letztlich (hoffentlich) in Ihrem privaten NAS, werden aber AFAIK erst an netgear[.]com übergeben und von dort aus nach Hause weitergeleitet ... also doch ein fremder Server?

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izo 06.08.2017, 08:01
3. Wie sieht es mit der Sicherheit aus? / Das ist kein gutes Backup!

Im Beitrag wird nur darauf eingegangen, dass alles so einfach einzurichten war, das macht mich sehr skeptisch, dass da alles halbwegs sicher eingerichtet ist. Vor allem der Cloud-Teil, dass man von überall auf die Daten kommen kann, macht mich sehr skeptisch.
Das sieht nach einem Webserver aus, der über einen Dynamischen DNS-Anbieter jetzt offen für jeden zugänglich am Internet hängt.
Da die meisten Anwender zu faul sind Updates einzuspielen, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass die Netzwerkfestplatte innerhalb der nächsten Jahre in ein Botnetz eingebunden wird, oder sich z,B. einen Verschlüsselnungstrojaner einfängt. Dabei schützt die RAID-Konfiguration auch nichts, da beide (/alle) Festplatten verschlüsselt werden.
Für ein Backup sollte eine Festplatte genutzt werden, die keine dauerhafte Verbindung zum PC hat, da ansonsten die aktuell sehr populären Verschlüsselungstrojanern nicht abgewehrt werden können. Lediglich für einen Hardwareausfall (habe ich in den letzten 7 Jahren im Bekanntenkreis nicht erlebt) bringt die NAS mit RAID etwas.

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carlissimok 06.08.2017, 08:15
4. Zugang über das Internet

Ich verstehe nicht, warum Sie die höhere Sicherheit eines VPNs nicht nutzen. Ich hätte ein mulmiges Gefühl, wenn ich so eine Schnittstelle im Internet exponieren würde. Fehler in der App, Hackerangriffe, nicht geänderte Standardpassworte, nicht eingespielte Patches uswusf. Daten sollte man mit der höchsten Stufe sichern und das sollte ein VPN sein.

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medyka 06.08.2017, 08:17
5. Leider zu oberflächlich

Die Tücken der NAS Geräte wurden nicht erwähnt. Dass ein Verschlüsselungstrojaner auf einfache Netzwerkfreigaben einer NAS zugreifen kann, fehlt.
Wer oder was schützt die Daten beim Transfer von unterwegs?
Auf ein vom Internert erreichbares Gerät würde ich nie und nimmer wichtige Daten ablegen.

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Buggybear 06.08.2017, 08:18
6. Stimmt....

Ein NAS Zuhause zu haben ist schon etwas feines, hat aber noch ein paar unerwähnte Tücken.

Ich habe schon seit ein paar Jahren ein WD Live Book und muss sagen, dass die Cloud Funktion nur so gut ist, wie die vom Hersteller bereit gestellte Client Software. Wenn es den Windows 10 Client nur mit eingeschränkten Funktionen gibt, dann ist das halt so. Leider sind die Hersteller nicht sehr kundenorientiert.
Ausserdem läuft der Cloud Service sehr bequem über den Hersteller. Klar, die Daten sind bei mir Zuhause, aber ob der Zugriff wirklich für jeden so verhindert wird, wage ich zu bezweifeln. Ich denke es gibt da keinen wirklichen Vorteil gegenüber einem Cloudservice, ausser dass man das NAS im Zweifelsfall vom Netz trennen kann.
Drittens: es gibt Katastrophenszenarien, wenn eine räumliche Trennung der Platten gewünscht ist (Feuer, Einsturz). Aber ich denke wir müssen den Teufel jetzt nicht an die Wand malen. Ein RAID-NAS für das Backup ist schon mal nicht schlecht.

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aprilfrisch 06.08.2017, 08:22
7. Nicht nur Netgear

Sorry, aber das Fazit ist die reinste Werbesendung für Netgear. Warum empfehlen Sie die Anschaffung eines Netgear-Devices trotz "altbackener App" und hinkendem Support? Gibt es keine Mitbewerber, die es besser machen? (Lösung: ja, die gibt es!!)

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jsobo 06.08.2017, 08:22
8. Ganz so einfach, Herr Kremp...

... ist der dauerhafte Betrieb von so einem NAS leider nicht.

Zum einen muss man sich auch beim Thema Sicherheit auf dem Laufenden halten:

WannaCry z.B. geht auf samba-Sicherheitslücken, was Sie hier wie im Artikel mindestens für ihr Windows-Backup nutzen.
https://kb.netgear.com/000038779/Security-Advisory-for-CVE-2017-7494-Samba-Remote-Code-Execution

Dann muss man je nachdem auch die Firmware von (NAS) Platten patchen, da es besonders in Zusammenarbeit in einem NAS zu "interessanten" Problemen kommen kann.

Ohne Ihre Datenmengen zu kennen: Sie sprechen von Familienbackups. Da werden Sie mit 1TB Laufwerken, die Quasi im Anschaffungspreis €/GB Ladenhüter wie auch finanzieller Totalschaden nicht weit kommen.

Davon ab finde ich Ihre Grundidee aber sehr gut: Dropbox und Co sind zu mächtig, die Kontrolle über die eigenen Daten wird in den kommenden Monaten/Jahren noch sehr wichtig werden.
Er Snowden hat schon gesagt: Vernichtet eure Dropbox. Er wird recht behalten...!

Grüsse
JS

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quark2@mailinator.com 06.08.2017, 08:27
9.

Hmmm ... schreit wieder nach Werbung für ein konkretes Produkt, statt daß man da Modelle verschiedener Anbieter aufführt.
Man muß auch nicht mit nur 2 Festplatten arbeiten und so 50% des Volumens verlieren. Bei RAID5 und einigen anderen Konfigurationen hat man ähnlich hohe Ausfallsicherheit, aber deutlich geringeren Volumenverlust.
Bezüglich der Sicherheit des Backups fehlen auch noch so paar Kommentare. Zum Beispiel ist das NAS ständig am Strom- und Computernetz. D.h. ein Blitzeinschlag killt im Zweifelsfall gleich alle 3 Platten - die im Rechner und die 2 im NAS. Auch ein Virus kann das Backup gleich parallel zur Platte im PC befallen.
Und über die Cloud kreiert man sich 2 neue Einfallstore. Zum einen durch die reine "Publikation" der Cloud (die antwortet jetzt auf Anfragen aus dem Web), zum anderen dadurch, daß man das Ganze bei Netgear registriert.
Abschließend sei bemerkt, daß viele FritzBoxen und andere Router ähnliche Funktionalität bieten, wenn man einfach nur eine Festplatte anschließt. Und was soll da bitte kompliziert zu installieren sein ? Wenn man es soweit geschafft hat, das eigene WLAN einzurichten, dann schafft man es auch, die Festplatte einzubinden.
Insofern ... scheinbar gibt es Leute, die einen Mehrwert in diesen Boxen sehen, aber ich persönlich konnte mir diese Ausgabe bisher sparen ...

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