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Netzwerkfestplatte in der Praxis: Meine Cloud ist selbstgebaut
Matthias Kremp

Jeder will Datensicherheit - nur darum kümmern will sich keiner. Hilft eine Netzwerkfestplatte? Wir haben ausprobiert, wie kompliziert ihre Einrichtung ist und ob sie im Alltag Dienste wie Dropbox ersetzen kann.

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Oscar Madison 06.08.2017, 11:20
50. Nicht wirklich zu empfehlen

Ich habe auch einen NAS im Netzwerk zu Hause. Allerdings leide ich dennoch nicht an dieser allgegenwärtigen NSA-Paranoia. OneDrive von Microsoft ist mein Hauptspeicher und gleichzeitig Datenlaufwerk auf jedem PC. Die Cloud ist die Zukunft, NAS ist eine Nebenlösung (Diebstahl, Brand, Plattendefekt (hatte ich mit WD), Trojaner, falscher Backup-Konfiguration....).

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Furchensumpf 06.08.2017, 11:24
51. @18

So viel arbeit muss man sich gar nicht machen - und auch wenn die Einfachheit von FreeNAS so gepriesen wird, werden vor allem Neulinge völlig überfordert sein.

Da rate ich lieber zu einem NAS von Synology, bei welchem das System ebenfalls auf Linux basiert. Dies ist auch für Neulinge schnell eingerichtet und wird regelmäßig mit Updates versorgt - selbst meine 6 Jahre alte DS411j erhält noch Updates und neue DSM-Versionen. Zumal ist Synology dafür bekannt, auch auf die Wünsche der Nutzer zu hören. Netgear verbietet sich schon wegen der Update-Politik vieler Systeme (z.B. Router).

Und das ein NAS kein Backup ist, stimmt so auch nicht. Natürlich sind alle Daten, die sich darauf dupliziere, eine Sicherung. Es sollte nur nicht die einzige sein. Wenn man die 3-2-1-Regel beachtet, dann ist das mit den Backups kein Problem. Bei mir werden z.b. alle wichtigen Daten einmal am Tag auf das NAS gesichert. Einmal die Woche werden dann alle wichtigen Daten vom NAS auf eine USB-Platte geschrieben und zudem in meine Cloud auf meinem Webspace (der in Deutschland gehostet wird). Zudem werden Daten in regelmäßigen Abständen auf optische Medien gebrannt (die könnten bei Wichtigkeit sogar noch außer Haus gelagert werde - z.B. im Bank-Safe)

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Furchensumpf 06.08.2017, 11:29
52.

Zitat von ja, Versteher :-)
klar wäre es toll, seine persönlichen Daten nicht Dropbox (und damit dean amerikanischen Geheimdiensten von NSA bis CIA) anvertrauen zu müssen. Als Dropbox-Benutzer habe ich immerhin die Möglichkeit der lokalen Verschlüsselung, was ich für meine Finanzdaten nutze. Auf der anderen Seite ist der Komfort einer professionellen Daten- und Versionssicherung, so wie sie der Dropbox Pro anbietet, schwer zu toppen. Für mich ist insbesondere die Versionsverwaltung sehr attraktiv, sodass ich von meinen Dokumenten frühere Versionen wiederherstellen kann. Aber - muss jeder selber wissen ....
DropBox (oder auch NextCloud) sind aber keine Backup-Systeme - sie snychronisieren nur. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe muss ich bei den Diensten alles in einen bestimmten Ordner kopieren, damit es in die Cloud gebracht wird. Oder kann ich mittlerweile die über den Rechner verteilten Ordner angeben, welche gesichert werden sollen?

Solange ich aber nicht selbst entscheiden kann, wie die Daten gesichert werden - also reine Spiegelung, inkrementell oder differential, mit Zeitstempel und und und kann nicht wirklich von einer guten Backup-Strategie gesprochen werden. Mal von der 3-2-1-Regel abgesehen...

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xtechnokratx 06.08.2017, 11:56
53. Man...

kann eine Cloud durchaus zur Datensicherung verwenden aber man sollte vorher halt seine Dateien verschlüsseln.

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ManRai 06.08.2017, 12:04
54. dann einfach Glück gehabt

Zitat von izo
Im Beitrag wird nur darauf eingegangen, dass alles so einfach einzurichten war, das macht mich sehr skeptisch, dass da alles halbwegs sicher eingerichtet ist. Vor allem der Cloud-Teil, dass man von überall auf die Daten kommen kann, macht mich sehr skeptisch. Das sieht nach einem Webserver aus, der über einen Dynamischen DNS-Anbieter jetzt offen für jeden zugänglich am Internet hängt. Da die meisten Anwender zu faul sind Updates einzuspielen, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass die Netzwerkfestplatte innerhalb der nächsten Jahre in ein Botnetz eingebunden wird, oder sich z,B. einen Verschlüsselnungstrojaner einfängt. Dabei schützt die RAID-Konfiguration auch nichts, da beide (/alle) Festplatten verschlüsselt werden. Für ein Backup sollte eine Festplatte genutzt werden, die keine dauerhafte Verbindung zum PC hat, da ansonsten die aktuell sehr populären Verschlüsselungstrojanern nicht abgewehrt werden können. Lediglich für einen Hardwareausfall (habe ich in den letzten 7 Jahren im Bekanntenkreis nicht erlebt) bringt die NAS mit RAID etwas.
Mir sind in einem DROBO NAS schon 3 Festplatten ausgefallen, nicht gleichzeitig, aber über 5 Jahre, RAID hat was gebracht

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hagr 06.08.2017, 12:05
55.

Zitat von ChildInTime
Zitat aus dem Artikel: Und zu guter Letzt wollte ich meinen eigenen Cloud-Speicher haben, den ich mit Smartphone und Tablet unterwegs nutzen kann, ohne meine Daten fremden Server anvertrauen zu müssen. Die Daten landen letztlich (hoffentlich) in Ihrem privaten NAS, werden aber AFAIK erst an netgear[.]com übergeben und von dort aus nach Hause weitergeleitet ... also doch ein fremder Server?
Exakt. Wer also einen wirklich unabhängigen Cloudserver haben will, muss ihn zuhause auf einem Server aufsetzen Beispielsweise bietet sich owncloud an. Linux- und Netzwerkenntnisse sind unerlässlich. Schon die Netgearlösung ist unsicher, weil Ports auf dem heimischen Router zum Datentransfer offen sein müssen.
Private Daten gehören nicht ins und ans Internet. Einen eigenen Server abzusichern, dazu braucht man wirklich Ahnung. Das traue selbt ich mir mit knapp 20 Jahren Linuxkenntnissen usw. nicht zu. Also, genau abwägen, was man gerade noch ins Netz geben kann (vielleicht Terminkalender) aber meine Daten sind verschlüsselt bei mir und sonst nirgends. Selbst wenn die Festplatte geklaut wird, sind da nur Hyroglyphen drauf.

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ManRai 06.08.2017, 12:17
56. noch ein Anbieter

DROBO, kann im Unterschied zu anderen RAID-basierenden NAS auch völlig unterschiedliche Festplatten aufnehmen, ist zwar ein eigenes RAID funktioniert bei mir gut. Backup ist Time Machine (3xMac), Daten auf NAS und von da von Zeit zu Zeit auf externe Festplatte, die sicher gelagert (weit weg). Wird nicht überschrieben, speziell bei Fotos, sondern immer neu angelegt. Zu klein gewordene Festplatten aus dem NAS sind da nach Austausch bestens geeignet. Und bei den Festplatten Preisen...habe ich den Geiz ausgeschaltet
wie sagt die c't Kein Backup Kein Mitleid :-)

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hagr 06.08.2017, 12:22
57.

Zitat von Furchensumpf
DropBox (oder auch NextCloud) sind aber keine Backup-Systeme - sie snychronisieren nur. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe muss ich bei den Diensten alles in einen bestimmten Ordner kopieren, damit es in die Cloud gebracht wird. Oder kann ich mittlerweile die über den Rechner verteilten Ordner angeben, welche gesichert werden sollen? Solange ich aber nicht selbst entscheiden kann, wie die Daten gesichert werden - also reine Spiegelung, inkrementell oder differential, mit Zeitstempel und und und kann nicht wirklich von einer guten Backup-Strategie gesprochen werden. Mal von der 3-2-1-Regel abgesehen...
Schon einmal was von symlinks gehört?

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rolandholtz 06.08.2017, 12:22
58. Sehr guter Beitrag, aber der Vollständigkeit halber sollte hier

ergänzt werden. Auf den NAS Speicher von extern zuzugreifen, heißt das System nach außen zu öffnen. Das ist mit extremen Unsicherheiten verbunden, da mit steigenden Übertragungsraten solche Systeme mit hoher Speicherspeicherkapazität für Hacker extrem interessant werden. Das sieht man auch bei einer Vielzahl von in der Cloud angebotenen Servern, die regelmäßig Gegenstand von Attacken sind. Ich denke man muss hier differenzieren. Die Vermischung von Back-up mit der Funktion des eigenen Zugriffs von jedem beliebigen Ort, ist ein Punkt, der die Sicherheit nicht erhöht, sondern viel zu viele Unsicherheitsfaktoren in die Anwendung bringt.

Entweder mache ich Backups oder ich verteile Daten. Beides zu vermischen ist gefährlich und sollte vermieden werden. Darüber hinaus ist von einem solchen Artikel zu fordern, dass er auch die deutsche/europäische Datenschutzrechtsprechung anspricht.

Dropbox ist eine von vielen genutzte aus meiner Sicht relativ unsichere Cloudlösung. Es gibt allerdings in Deutschland Anbieter, die das ganze so professionell lösen, dass selbst amerikanische Unternehmen diesen Service bevorzugt annehmen. Telekom und Strato sind zwei Beispiele dafür. Sollten Sie noch einmal planen über ein derartiges Thema dazu schreiben, würde ich Ihnen nahelegen. vorher mit dem Heise Verlag darüber zu sprechen.

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IGEL-SPONLINE 06.08.2017, 12:25
59. Man denke sich seinen Teil ...

Der einleitende 1. Satz des Artikels "Machen sie regelmäßig Backups von Ihrem Computer?" impliziert die Faulheit des Users, sich dieser Angelegenheit nicht anzunehmen. Was anschließend als Lösung des Problems beworben (!) wird, dürfte allerdings erst recht nach hinten los gehen, sprich Klappe zu, Affe tot, alles wie gehabt: auch weiterhin keine Datensicherung in Sicht. Dabei ist Datensicherung absolut unkompliziert und darüber hinaus überhaupt nicht teuer, so dass entsprechende Lösungen anscheinend nicht einmal als simpler Gedanke in Betracht gezogen werden. Für den Ungläubigen kurz skizziert: Datenspeicherung hat prinzipiell nichts mit der Festplatte des persönlichen Rechners (PC) zu tun. 1. Schritt: Daten werden auf einer USB-Festplatte gespeichert. 2. Schritt: Die USB-Festplatte wird manuell mit maximal zwei Mausklicks oder gar automatisch mit einem Synchronisationsprogramm auf eine 2. USB-Festplatte gespiegelt - und das war's dann auch schon. Mehr gibt es in der Tat nicht zu tun. Im Ergebnis: Preiswert (max. 150 Euro für zwei USB-Festplatten), unkompliziert (mittels Freewareprogramm wie "SyncBack" oder - unschlagbar einfach zu bedienen - "RoboMirror"), sicher (Daten liegen 2x idenisch bzw. unabhängig voneinander vor und können zusätzlich auf simpelste Weise in Sicherheit gebracht werden). Das Thema taucht im Übrigen hier in schöner Regelmäßigkeit auf, um genauso regelmäßig zu einer Werbeveranstaltung (für den Hersteller teurer "NAS"-Geräte) auszuarten ... (wie gesagt, man denke sich seinen Teil)

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