Forum: Netzwelt
Neue Anklage in den USA: Julian Assange drohen bis zu 175 Jahre Haft
Hannah McKay/REUTERS

Nach zuvor nur einem Anklagepunkt haben die US-Justizbehörden nun 17 weitere gegen WikiLeaks-Gründer erhoben. Die neuen Vorwürfe fallen unter das US-Spionagegesetz.

Seite 1 von 8
zeichenkette 24.05.2019, 00:18
1. Wie armselig

Genau das (dass die USA ihn ausliefern lassen und für den Rest seines Lebens hinter Gitter bringen will) war ja laut Assange der Grund dafür, dass er sich mit allen Mitteln gegen eine Festnahme und drohende Auslieferung gewehrt hat. Würden die ihn jetzt einfach ignorieren, stünde er nun wie ein armer Irrer mit Verfolgungswahn da, der sich völlig grundlos sieben Jahre lang in einem Botschafts-Zimmer versteckt hat. Stattdessen bestätigen die USA jetzt, dass er vielmehr völlig Recht gehabt hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Now Rob 24.05.2019, 00:28
2. Unter den 17

Anklagepunkten, wird es sicher welche geben, die die Debatte um die Kriegsverbrechen des US-Militärs wieder beleben. Recht so. Aber als nicht unumstrittende Person wird Assange zum Märtyrer für die Wahrheit. Das wird ihm leider nicht mehr ganz gerecht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
irrenderstreiter 24.05.2019, 00:56
3.

Es bewahrheitet sich, was Assange schon immer befürchtet hat.
Das Ganze ist eine Farce.
Wenn GB/Schweden ihn wirklich ausliefert, würde das ein ganz schlechtes Bild auf die Unabhängigkeit der Justiz in den jeweiligen Ländern werfen.
Ich persönlich ahne Schlimmes.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
krassper 24.05.2019, 01:30
4. Was soll das?

Der Mann ist ein Held!, Charakterlich ist er sicher fragwürdig, aber whistleblower sollten als Helden gefeiert werden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
z.acha 24.05.2019, 01:51
5. Wo ist die Solidarität der Journalisten?

Ich finde es schade, dass der Spiegel bei diesem Thema Depeschenmeldungen einfach so weiter gibt.
Ich kann mich an die Wikileaks Informationen erinnern. Sie haben meine Wahrnehmung geschärft damals. Habe mich immer wieder gefragt, wie es möglich ist, dass solche Informationen nicht in der "normalen" Presse zu finden waren und sind.
Ich erinnere mich auch an die schwammigen Vorwürfe aus Schweden. Seine Zeit in der Botschaft. Und jetzt 175 Jahre.
Wo ist die Solidarität der Journalisten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hans Hase 24.05.2019, 01:54
6.

"Die amerikanische Whistleblowerin Chelsea Manning hatte Wikileaks 2010 Hunderttausende geheime Militärdokumente über US-Einsätze im Irak und in Afghanistan zukommen lassen." Ich übersetze mal kurz ins Reine: Manning hat Assange unter Anderem Videomaterial zukommen lassen, das zeigt, wie per Knopfdruck Reuters Journalisten und Zivilisten in einem illegalen und auf Lügen fußendem Angriffskrieg in Stücke gerissen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
foamberg 24.05.2019, 02:00
7.

Fakt ist, es sitzen die falschen Menschen auf der Anklagebank! Die wirklichen Verbrecher in einer Villa an der Cőte d'Azur...! ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
d.selle 24.05.2019, 02:18
8. Das war zu erwarten

Ich hoffe nur das GB soviel Rückgrat hat eine Auslieferung zu verweigern, Nicht Julien Assenge gehört auf die Anklagebank, sondern die USA für ihre Kriegsverbrechen in den Golfkriegen und ihre Kriegsverbrechen in Afghanistan.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
t-j-glas 24.05.2019, 03:09
9. Traurig

Bin ja mal gespannt, ob jetzt mal der große Aufschrei kommt. Wenn nicht, dann zeigt es, dass wir in Deutschland keine Journalisten haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8