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Neue Blockade: Bank of America friert Zahlungen an WikiLeaks ein

Visa, Mastercard, Paypal - und jetzt die Bank of America: Die US-Großbank reiht sich bei den Unternehmen ein, die Zahlungen an WikiLeaks sperren. Die Plattform hat bereits angekündigt, dass die nächste Enthüllung eine US-Bank treffen wird.

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wahlossi_80 18.12.2010, 20:20
1. Hätte Krise verhindern können

Zitat von sysop
Visa, Mastercard, Paypal - und jetzt die Bank of America: Die US-Großbank reiht sich bei den Unternehmen ein, die Zahlungen an WikiLeaks sperren. Die Plattform hat bereits angekündigt, dass die nächste Enthüllung eine US-Bank treffen wird.
Wie schön, dass sich Banken endlich als Feinde der Meinungsfreiheit outen. Man könnte nun entgegnen, das sei ja klar, wenn Wikileaks Enthüllungen über ebendiese Bank angedeutet hat. Wie aber, wenn nicht über solche Kanäle, sollten jemals kriminelle Machenschaften ans Tageslicht kommen? Der Feldzug der Banken gegen Wikileaks lässt erahnen, wieviel dort im Verborgenen geschieht, was wir alle potentiell bezahlen müssen. Möglicherweise hätte Wikileaks auch die Finanzkrise verhindern können.

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☺☺☺ 18.12.2010, 20:22
2. Wikileaks

Seit 2006 ist Wikileaks aktiv und keinen hat es gejuckt trotz aufsehenerregender Veröffentlichungen. Und jetzt auf einmal - rein zufällig - verstößt Wikileaks gegen sämtliche AGB ? Das glaube ich nicht. Entweder wird auf diese Firmen Druck ausgeübt, oder diese Firmen stellen den Support ein, weil als nächstes eine Bank an der Reihe sein soll. Eines von beiden.

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darth_vader_sein_nachbar 18.12.2010, 20:22
3. "Um einen Grund ...

... sind die Unternehmen nie verlegen."

Wie kann man die Bank of America treffen?

Ich habe Amazon, Visa und Mastercard mitgeteilt, was ich davon halte, und dass ich auf ihre Dienste fürs erste verzichte. Was ich auch tue. Dito ebay/Paypal.
Ich hoffe, dass möglichst viele genauso handeln. Es gibt genug Alternativen, keiner braucht den Mist wirklich.

Meine persönliche Meinung: die USA sind wohl nicht allzuweit von China entfernt. Freunde? Nein danke!

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Kassian 18.12.2010, 20:27
4. .

Das Land der Freiheit sind die USA schon lange nicht mehr, spätestens seit den Angriffen von Bin Laden haben sie ihre eigene Freiheit geopfert um eine sehr trügerische Sicherheit im Gegenzug zu erhalten, welche sie auch bei kommenden Angriffen nicht schütze wird.

Ein solches Land und ein solches Handeln sollte nicht unseren Zorn, sondern unser Mitgefühl erregen.

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Pinarello 18.12.2010, 20:29
5. Wo ist und bleibt denn der Messias?

Zitat von darth_vader_sein_nachbar
... sind die Unternehmen nie verlegen." Wie kann man die Bank of America treffen? Ich habe Amazon, Visa und Mastercard mitgeteilt, was ich davon halte, und dass ich auf ihre Dienste fürs erste verzichte. Was ich auch tue. Dito ebay/Paypal. Ich hoffe, dass möglichst viele genauso handeln. Es gibt genug Alternativen, keiner braucht den Mist wirklich. Meine persönliche Meinung: die USA sind wohl nicht allzuweit von China entfernt. Freunde? Nein danke!
Bestätigung, bei Amazon dieses Weihnachten genau 0,00 Euro ausgeben und sämtliche Mitteilungen abbestellt.

Übrigens, die USA sind nicht nur nicht mehr allzuweit von China entfernt, die bewegen sich mir Riesenschritten auf dieses übelste aller kommunistische Ausbeutersystem zu, jetzt können die korrupten und mafiösen Herrn im ZK der chinesischen KP sich gegenseitig auf die Schultern klopfen, sie haben in allen Bereichen den Westen besiegt und überflügelt.

Vom vor Jahren zum Messias dieser Welt hochgejubelten Barak Obama hört und sieht man ja gar nix mehr, allerdings hatte ich dessen Messiasstatus ja zu 100% als reine Medienerfindung abgetan.

In den USA, genauso wie in Europa, regieren andere und die stehen keinesfalls ganz vorne im Rampenlicht, sonst würden deren verbrecherischen Machenschaften ja auffliegen.

Alleine schon dafür hat WikiLeaks den Nobelpreis verdient, jedenfalls um ein vielfaches eher als dieser vorgeschobene Schuhputzer aus Illinois..

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yarx 18.12.2010, 20:31
6. Ganz langsam...

... müßte es auch dem Dümmsten auffallen, was da gespielt wird. Und vor allem für wie gefährlich die Situation für das Establishment zu werden droht.
Und ganz langsam sollten sich auch die politisch Uninteressiertesten unter uns fragen, warum das so ist.
Die Elite einer Oligarchie sieht ihre Machtposition bedroht. Was sonst im Hintergrund gelöst wurde, löst jetzt Panik aus. Anders kann ich so ein Verhalten einer Bank nicht deuten. Denen steht das Wasser bis zum Hals. Oder zumindest befürchten Sie, daß es bald soweit ist.
Man ist ja schon richtig gespannt, was Wikileaks da vorliegen hat.
Wie schrieb es mal ein Forist auf Heise-Online (Computer-Magazine) dem Sinne nach:
"Die Eliten können sich nicht mehr sicher sein! Die Admins ihrer Netze können alles, aber wirklich alles in Sachen Kommunikation mitlesen. Jede EMail, jede SMS läuft über Server, dei verwaltet und gewartet werden müssen. Und die Admins sind wir! Selbst Telefonate laufen über IP-Netze. Werdet anständig, oder lebt mit der Enthüllung Eurer Schandtaten!"
Es wird nicht aufhören. Soviele systemtreue Computertechniker werden sie nicht finden. Aus welchen Leuten besteht eigentlich die Piratenpartei? Die "Nicht-Informatiker" wissen so wenig. Jedenfalls viel weniger als sie selbst annehmen.
In diesem Sinne: Einen schönen Sonntag!

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yarx 18.12.2010, 20:35
7. Nein...

Zitat von wahlossi_80
... Möglicherweise hätte Wikileaks auch die Finanzkrise verhindern können.
... Die Finanzkrise ist systembedingt ein normaler Ablauf. Es endet nach einer Zeit immer so. Wenn wir Glück haben geht es diesmal ohne Krieg in Europa ab. Der wird ja schon in Asien geführt. Was selbst unsere Angie heute ja gemerkt haben soll.

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hjm 18.12.2010, 20:35
8. antworte

Mal ehrlich: Muss man nicht auch der Organisation von Wikileaks eine gewisse Naivität bescheinigen, ihren Zahlungsverkehr ausgerechnet über US-Banken anzuwickeln?

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2010sdafrika 18.12.2010, 20:36
9. USA vs. WikiLeaks - NEUE ÄRA DER KRIEGSFÜHRUNG!

Die USA haben ihren Feldzug gegen die Plattform WikiLeaks nun vollständig ausgefahren. Militärische Maßnahmen wie gegen die Taliban sind nun nicht mehr möglich. Vielmehr bedient man sich sämtlichen juristischen und digitalen Methoden, um die Hackergemeinschaft um Julian Assange in die Knie zwingen zu können. Auch plant das US-State Department nun das Amt eines Cyber-Zuständigen einzurichten. Das ist de facto eine neue Art des Krieges zwischen einem staatlichen Akteur und Zivilisten bzw. zivilen Strukturen. Dennoch erarchte ich es für wichtig, dass WikiLeaks weiterhin operieren kann, um die Fehlentwicklungen und menschenrechtlichen Missstände aufdecken zu können - denn genau dies ist investigativer Journalismus! Anbei empfehle ich einen interessanten Artikel zu US-Depeschen über südafrikanische Spitzenpolitiker: http://2010sdafrika.wordpress.com/20...-vertretungen/.

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